Diesjähriges Motto: „Der Sport schafft’s, der Sport macht’s“
v.l.: Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Joachim Herrmann - Bayerischer Innen-, Integrations- und Sportminister sowie Gudrun Brendel-Fischer - Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung (Foto: br-medienagentur)v.l.: Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Joachim Herrmann - Bayerischer Innen-, Integrations- und Sportminister sowie Gudrun Brendel-Fischer - Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung (Foto: br-medienagentur)
Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, Joachim Herrmann, Bayerischer Innen-, Integrations- und Sportminister, und Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung haben kürzlich im Münchner Maximilianeum den Bayerischen Integrationspreis 2019, dotiert mit insgesamt 6.000 Euro, verliehen. Das Motto des diesjährigen Preises lautete „Der Sport schafft’s, der Sport macht’s“ und deshalb wurden von der Jury sportliche Projekte nominiert, bei denen aber auch die Integration besonders im Vordergrund steht. Denn, so Landtagspräsidentin Ilse Aigner, „Integration kann nicht von alleine erwartet werden, sondern vor allem von Menschen im Alltag geleistet werden. Dieser Preis ist ein Zeichen der Wertschätzung für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen und durch ihren Einsatz täglich dafür sorgen, dass diejenigen, die zu uns kommen, Bayern als Heimat begreifen.“ Und Integrations- und Sportminister Joachim Herrmann hob hervor: „Wer auf dem Spielfeld zusammenhält, wer im selben Team rudert oder tanzt, schaut nicht auf die Hautfarbe, Religion oder Herkunft des anderen. Das beweisen unsere diesjährigen Preisträger eindrucksvoll.“
Der 1. Preis ging an CampusAsyl Sport in Regensburg
Campus Asyl Regensburg erhielt den 1. Preis, mit auf dem Foto die Laudatoren Django Asül und Philipp Lahm (Foto: br-medienagentur)Campus Asyl Regensburg erhielt den 1. Preis, mit auf dem Foto die Laudatoren Django Asül und Philipp Lahm (Foto: br-medienagentur)Das Projekt CampusAsyl Sport ist eine Plattform der Regensburger Hochschulen und der Regensburger Zivilgesellschaft, bei der über 300 Aktive Sport-Angebote auf die Beine stellen, die gelebte Integration für Geflüchtete und Asylbewerber ermöglichen. Darüber hinaus werden Geflüchtete, die ein Studium beziehungsweise einen studienvorbereitenden Sprachkurs an der Uni/OTH Regensburg besuchen, in einem Mentoring-Programm von erfahrenen Studierenden unterstützt. Die eigens geschulten Mentorinnen und Mentoren geben Hilfestellungen in allen Fragen rund um das Studium und das studentische Leben in Regensburg.

Der 2. Preis wurde an „Auch du kannst es bringen, Bro" – einem Breakdance-Projekt in Würzburg verliehen
Der 2. Preis wurde an „Auch du kannst es bringen, BroDer 2. Preis wurde an „Auch du kannst es bringen, Bro" – einem Breakdance-Projekt in Würzburg verliehen (Foto: br-medienagentur)
Das „Breakdance-Multiplikatoren-Projekt“ hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund gemeinsam über den Sport zu Erfolg, allgemeiner Anerkennung und Steigerung des Selbstwertgefühls zu verhelfen. Das Projekt will aufzeigen, dass bei dieser Sportart auf einfache Weise die Grenzen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts oder des Alters überwunden werden können. Typische Aktionen sind Auftritte in Schulen, bei Festen im Stadtzentrum oder bei öffentlichen Veranstaltungen auch außerhalb Bayerns. Interessierten Kindern und Jugendlichen wird die Möglichkeit geboten, an „Breakdance-Work-Shops“ oder Tanz-Gemeinschaften teilzunehmen.

Über den 3. Preis durfte sich „STAR“ – Starkes Team Außergewöhnlicher Ruderer, ebenfalls aus Würzburg freuen
Rudern für und mit jugendlichen Flüchtlingen, das bietet die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg e.V. (ROW) seit 2015 an (Foto: br-medienagentur)Rudern für und mit jugendlichen Flüchtlingen, das bietet die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg e.V. (ROW) seit 2015 an (Foto: br-medienagentur)
Rudern für und mit jugendlichen Flüchtlingen, das bietet die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg e.V. (ROW) seit 2015 an. Nach oftmals traumatischer Flucht über das Mittelmeer soll es auf diese Weise Kindern und Jugendlichen im Mannschaftsboot ermöglicht werden, das Element Wasser auch wieder mit positiven Erlebnissen zu verknüpfen. Neben dem Rudern bietet die ROW aber auch Schwimmen und Hallensportarten an. Insgesamt haben bislang über 200 Jugendliche mit Fluchterfahrung an den ROW-Sportprogrammen teilgenommen und auf diese Weise das Rudern und natürlich auch das Schwimmen gelernt. Da wortwörtlich alle in einem Boot sitzen, werden gleichzeitig Werte wie Fairness, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Neben dem Rudern bietet der Verein einen von Trainerinnen geleiteten wöchentlichen Schwimmkurs für Frauen und Mädchen an. Darüber hinaus unterstützt er die jungen Menschen auch bei der Praktikums- und Jobsuche oder bei Behördengängen.
Bei der Verleihung eines Preises sind auch immer ein Festredner und Laudatoren anwesend. Heuer konnte als Festredner Django Asül gewonnen werden und als Laudatoren fungierten Philipp Lahm, ehemaliger Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft, Faris Al-Sultan, Gewinner des Iron Man, sowie Dr. Vural Ünlü, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Bayerns.
Schnell noch ein Selfie mit Philipp Lahm dachte sich Django Asül (Foto: br-medienagentur)
Schnell noch ein Selfie mit Philipp Lahm dachte sich Django Asül (Foto: br-medienagentur)