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Bad Abbacher Kurier

AKTUELL KRITISCH NEUTRAL UNVERWECHSELBAR

Logo editorial„Weihnachten ist der Höhepunkt des Christenjahres, denn an Weihnachten hat der Heiland den Einzelhandel gerettet.“ (Dieter Nuhr)
Die Adventzeit hat begonnen und die Vorfreude auf das Weihnachtsfest steigt von Tag zu Tag an. Überall, wo Menschen sich jetzt treffen und wieder auseinandergehen, vernimmt man beim Abschied dann Worte wie „wünsche eine besinnliche Adventzeit“.
Und wo trifft man sich nun oft? Genau, in überfüllten Kaufhäusern, denn Weihnachten naht und Geschenke sollen ja unter keinem Weihnachtsbaum fehlen, und/oder auf den zahlreichen Christkindl- und Weihnachtsmärkten, die Jungen an den Glühwein- und Knackerständen, Eltern an den Karussells mit musikalischer Berieselung, darauf wartend, dass die Rundendreherei den Sprösslingen endlich reicht, aber auch an den Verkaufsständen, um sich noch mit Weihnachtsbaumschmuck und anderen Deko-Artikeln einzudecken, damit man sein Heim dem Trend gemäß schmücken kann. Es herrscht Gedränge in der Budenstadt und Geschnatter, welches mit zunehmendem Alkoholgenuss bei den zusammenstehenden Grüppchen immer lauter wird. Also Kaufhäuser und Weihnachtsmärkte sind im Dezember prädestinierte Orte zur Besinnung? Wohl eher nicht. Besonnen wird sich allenfalls darauf, mit welchen Präsenten man Tante Elfi und Onkel Oskar glücklich machen könnte oder ob man sich noch einen weiteren Glühwein einverleiben solle.
Oh, du besinnliche Adventzeit!
Aber es gibt sie dann doch, die Menschen, die den Advent, abgeleitet vom lateinischen „Adventus“, was so viel wie Ankunft bedeutet, als die Zeit ansehen, in der man sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi vorbereitet, besinnlich vorbereitet. Nicht zu klären wird sein, ob diese dann Kaufhäuser und Weihnachtsmärkte scheuen, wo alles auf Kommerz ausgerichtet ist und die Besinnung zu kurz kommt.
Eins steht jedenfalls fest: Die Vorweihnachtszeit ist die umsatzstärkste Zeit im Einzelhandel und somit hat der Ausspruch des Kabarettisten Dieter Nuhr „Weihnachten ist der Höhepunkt des Christenjahres, denn an Weihnachten hat der Heiland den Einzelhandel gerettet.“ – wenn auch satirisch überspitzt – seine Berechtigung. Weihnachtsmärkte gehen übrigens auf Verkaufsmärkte im Spätmittelalter zurück, auf denen man sich mit Esswaren und Fleisch als Vorrat für die Wintermonate eindecken konnte. Auch die Ursprungsmärkte waren dementsprechend bereits kommerziell ausgerichtet.
Nichtsdestotrotz wünschen wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, eine schöne Adventzeit, egal ob Sie sie mit Geschenkeeinkauf in vollen Kaufhäusern, auf kommerziellen Christkindl-Märkten oder beschaulich im trauten Heim verbringen werden.
Ihr
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