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Die Grüne Kreistagsfraktion lud überparteilich Entscheider der Energieversorgung aus dem Landkreis Kelheim ein zur Fahrt ins unterfränkische Haßfurt.

v.l.: Franz Aunkofer, Frank Dietzel (BENGEL), Christian Rank, Herbert Islinger (Geschäftsfüher Marktentwicklung Bad Abbach), Sabine Melbig (Geschäftsführerin Stadtwerke Kelheim), Dr. Norbert Zösch (Geschäftsführer Stadtwerke Haßfurt), Maria Krieger, Richard Zieglmeier (Foto: Zollbrecht)v.l.: Franz Aunkofer, Frank Dietzel (BENGEL), Christian Rank, Herbert Islinger (Geschäftsfüher Marktentwicklung Bad Abbach), Sabine Melbig (Geschäftsführerin Stadtwerke Kelheim), Dr. Norbert Zösch (Geschäftsführer Stadtwerke Haßfurt), Maria Krieger, Richard Zieglmeier (Foto: Zollbrecht)
Haßfurt gilt bayernweit als Vorreiter der Energiewende. Ihren Ruf hat die am Main gelegene Stadt ihren Stadtwerken zu verdanken, die sich bereits vor 20 Jahren auf den Weg ins entfossilierte Zeitalter machten. Das zahlt sich nun für die Bürger der Gemeinde aus, denn die angespannte Lage am Strommarkt spüren die Haßfurter nicht: der aus Sonne und Wind erzeugte Strom wird zu Überschusszeiten als Wasserstoffgas oder in Batterien gespeichert. Bei den Fachleuten aus der Energieversorgung fand dies großen Zuspruch, da diese Praxis besser sei, als Windräder anzuhalten oder überflüssigen Strom zurück zu speisen und dafür Netzentgelte zu bezahlen. Zusätzlich tragen Biogas und Wasserkraft bei Dunkelflauten dazu bei ohne Engpässe über die Runden zu kommen.
Als Vor- und Nachteil bewertet der Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt, Dr. Norbert Zösch, dass Stadtwerke Gewinne nicht für zukünftige Investitionen behalten können. Dafür stärken die Erträge der Stadtwerke den städtischen Haushalt. Eine Eissporthalle und ein Schwimmbad können dank der Stadtwerke in Haßfurt finanziert werden, sodass die Bürger davon doppelt profitieren. Ein besonderes Anliegen ist Zösch, dass bei der Energiewende nicht nur externe private Investmentfonds zum Zug kommen, sondern die Bürger vor Ort sollen profitieren.
Die Teilnehmer konnten sich beim Besuch der städtischen Power-to-Gas Anlage, die überschüssigen Strom aus Erneuerbaren in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet von der Funktionsweise des Elektrolysateurs überzeugen. Als nächstes packt die Stadt Haßfurt die Wärmewende mit einem Nahwärmenetz an. Das Millionen-Projekt soll sich binnen acht Jahren amortisieren und den städtischen Haushalt nicht belasten.
 
 
Maria Krieger
Fraktionsvorsitzende Grüne Kreistagsfraktion
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