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Der Leitgedanke: „Zusammenwachsen & zusammen Wachsen“

v.l.: Klaus Amann, Geschäftsführer; Anne-Katharina Mahle, LAG-Management; Landrat Martin Neumeyer  (Foto: Sonja Endl)v.l.: Klaus Amann, Geschäftsführer; Anne-Katharina Mahle, LAG-Management; Landrat Martin Neumeyer (Foto: Sonja Endl)
Das 100 Seiten starke Strategiepapier, die sogenannte „Lokale Entwicklungsstrategie“ - kurz LES - ist die entscheidende Bewerbungsgrundlage für die nächste LEADER-Förderphase von 2023 bis 2027. Nun ist sie fertiggestellt und beim zuständigen Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht. Gut ein halbes Jahr hat die LEADER-Geschäftsstelle beim Landschaftspflegeverband mit der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Kelheim e.V. an dem Werk gearbeitet. Wesentliche Elemente sind folgende Punkte:
Resilienz:
wie schafft es der Landkreis Kelheim, mit gezielten Maßnahmen krisenfester und damit enkeltauglich zu werden. Wichtige Grundlagen für diesen Themenblock waren die Regionalkonferenz, eine Klausurtagung mit Vertretern der Kreispolitik, Expertengespräche, Diskussionsrunden mit Praktikern und die Auswertung vorhandener Untersuchungen und Fachkonzepte. Wichtig für alle zukünftigen LEADER-Projekte: Das Thema Resilienz wird ein entscheidendes Bewertungskriterium für die Auswahl zukünftiger Förderprojekte.
Bürgerbeteiligung:
LEADER ist eine Initiative, die von der engagierten Bevölkerung getragen wird. Dieser Punkt ist für den Erfolg des LEADER-Prozesses entscheidend. Nur Projekte, die von Vereinen, Verbänden, Firmen, Privatleuten oder Kommunen aktiv vorangetrieben werden, erfüllen dieses Kriterium. LEADER ist damit das Gegenteil von Gießkannen-Förderung. Auch dieser Punkt wird zukünftig ein wichtiges Bewertungskriterium sein.
Die Gebietskulisse:
Eindeutig war die Entscheidung bei allen relevanten Gremien, dass wiederum der gesamte Landkreis Kelheim mit seinen 24 Gemeinden LEADER-Förderregion werden sollte.
Funktionsfähige Organisationsstrukturen:
Voraussetzung für die LEADER-Förderung ist eine professionelle Anlaufstelle für Interessierte, das sogenannte LAG-Management. Diese wird wiederum beim Landschaftspflegeverband angesiedelt sein. Sowohl die LEADER-Aktionsgruppe (Lokale Aktionsgruppe Landkreis Kelheim e.V. – kurz LAG) als auch der Kreisausschuss haben dies in einstimmigen Entscheidungen beschlossen. Der Landkreis stellt die notwendigen Kofinanzierungsmittel dafür zur Verfügung. Die LAG als sogenannte Herrin des Verfahren hat zudem die LEADER-Bewertungskriterien definiert. Umwelt- und Klimaschutz sowie die Sicherung von dörflichen Strukturen und regionalen Wirtschaftskreisläufen sowie das Zusammenleben von Jung und Alt stehen dabei besonders im Fokus.
Um die Entwicklungsziele und Handlungsfelder herauszuarbeiten wurde eine detaillierte SWOT-Analyse, die Ergebnisse von Regionalkonferenz und Klausurtagung, Fachplanungen sowie die Evaluierung der bisherigen LEADER-Förderperiode ausgewertet. Das Ganze mündet in vier Entwicklungsziele:
Ressourcenschutz und Biodiversität, Klimaschutz und Klimaanpassung fördern. Wir wollen die Regenerationsfähigkeit unserer natürlichen Lebensbedingungen stärken!
Enkeltaugliche (Land)Wirtschaft und nachhaltigen Tourismus unterstützen. Wir wollen die Widerstandsfähigkeit unserer regionalen Wertschöpfungskette erhöhen!
Dörfliche Strukturen sichern und Dorfkultur aktivieren. Wir wollen ein zukunftsfähiges, modernes Landleben fördern und bewährte Traditionen fortführen!
Soziales Miteinander, Bildung und gesundes Leben stärken. Wir wollen ohne Barrieren das Zusammenleben von Jung und Alt unterstützen!
Letzter Baustein der Lokalen Entwicklungsstrategie sind die Darstellung der Evaluierungmethoden und das Prozesscontrolling.
„Der Aufwand und die notwendigen Kompetenzen für die Teilnahme am EU-Förderprogramm LEADER sind nicht ohne“, so Landrat Martin Neumeyer, der Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Kelheim ist. „Ein dynamischer LEADER-Prozess im Sinne des Leitgedankens „Zusammenwachsen & zusammen Wachsen“ hat sich über die Jahre im Landkreis Kelheim etabliert . Dies zeigen die Vielzahl an Förderprojekten, die sehr positiven Evaluierungsergebnisse und der hohe politische Rückhalt. LEADER hat sich als das zentrales Steuerungsinstrument für die gezielte regionale Entwicklung herauskristallisiert und LEADER soll diese Rolle auch in Zukunft mit der übergeordneten Zielsetzung eines resilienten, enkeltauglichen Landkreises wiederum einnehmen“, so der Landkreischef weiter. Die Entwicklungs- und Handlungsziele sind klar definiert, die Umsetzungsinstrumente sind funktionsfähig und die interessierte Bevölkerung ist für die LEADER-Initiative sensibilisiert. Damit sind die Rahmenbedingungen für die nächste Förderperiode 2023 – 2027 im Landkreis Kelheim geschaffen.
Hintergrund:
Die durchschnittliche Höhe der LEADER-Mittel pro LAG wird voraussichtlich wieder zwischen 1 – 2 Mio. € liegen. Nähere Regelungen zur Mittelverteilung erfolgen dann in Abhängigkeit der verfügbaren EU- und Landesmittel im Rahmen eines wieder einzurichtenden bedarfsorientierten Finanzmanagements. Zuständig für die Entscheidung im Auswahlverfahren ist ein vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) einzurichtendes Auswahlgremium. Die förmliche Anerkennung der LAGs erfolgt dann durch das StMELF als Verwaltungsbehörde. Insgesamt ist vorgesehen, maximal 74 LES anzuerkennen. Diese Zahl ergibt sich aus bisherigen Erfahrungen und dem Ergebnis der Interessensbekundung. Nach Einreichung der LES erfolgt die entsprechende Bewertung. Die abschließende Auswahlentscheidung ist für Ende 2022 vorgesehen.
 
 
Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.
LEADER-Geschäftsstelle
Klaus Amann, Geschäftsführer
Donaupark 13
93309 Kelheim
Tel.: 09441/207-7300
FAX: 09441/207-7350
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Internet: www.voef.de
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