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Landkreis Kelheim und Diözesan-Caritasverband planen eine Kooperation

Landkreislogo 50 Jahre (Grafik: Landratsamt Kelheim)Um die Gesundheitsversorgung im Landkreis Kelheim auf eine zukunftsfähige und sichere Basis zu stellen, wird eine Kooperation zwischen dem Landkreis Kelheim mit seinem Krankenhaus, der Goldberg-Klinik in Kelheim, und dem Caritas Krankenhaus St. Josef, also dem Diözesan-Caritasverband Regensburg angestrebt. Verwirklicht werden soll die Kooperation, indem sich der Diözesan-Caritasverband Regensburg an der bestehenden Krankhaus-GmbH mit einem Anteil von 51% beteiligt. Der Landkreis Kelheim behält an der Krankenhaus-GmbH die restlichen 49% und bleibt Eigentümer des Grundstückes und der Klinikgebäude.
Zu der Kooperation sagt Landrat Marin Neumeyer:
„Die Partnerschaft mit dem Caritasverband stellt eine großartige Chance für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung dar. Gemeinsam können wir die stationäre medizinische Versorgung vor Ort dauerhaft sicherstellen. Auch das vorherrschende jährliche Defizit in Höhe von mittlerweile über 6 Mio. Euro können wir hier deutlich senken.“
 
Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann erklärt dazu:
„Unsere Krankenhäuser teilen gemeinsame Werte. Aus dieser Verbundenheit heraus sehen wir unsere Verantwortung auch darin, öffentlich-soziale Interessen einer bestmöglichen Gesundheitsversorgung mit wirtschaftlicher Stärke zu verbinden. Wir freuen uns den Weg hier gemeinsam beschreiten zu können.“
 
In der Kreistagssitzung am 18.01.2022 soll die Kooperation beschlossen werden.
Eckpunkte zur Klinik-Kooperation
  • Die wohnortnahe gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung soll gesichert und das medizinische Angebot für die gesamte Region zudem verbessert werden.
  • Die Kliniken behalten ihre Eigenständigkeit und eventuelle Gewinne werden am Standort der Klinik reinvestiert.
  • Ein wirtschaftlicher Betrieb der Goldberg-Klinik ist nach den bundespolitischen Vorgaben nicht erreichbar und auf Dauer wäre die Klinik alleine nicht überlebensfähig und die Verluste für den Landkreis nicht tragbar. Durch die strategische Partnerschaft und neue medizinische Angeboten kann die wirtschaftliche Situation der Klinik langfristig verbessert werden.
  • Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Erweiterung beziehungsweise Schaffung neuer Angebote: Zu diesem Zweck wird die Grund- und Regelversorgung in Kelheim einerseits bedarfsgerecht fortgeführt, andererseits die Prozesse in der Patientensteuerung verbessert, beispielsweise für die Innere Medizin und die Chirurgie. Mit geriatrischen sowie zusätzlichen operativen Angeboten wird auf die steigenden Versorgungsbedürfnisse reagiert.
  • Schwerpunkt der Kooperation ist die Erweiterung respektive Schaffung neuer Angebote: Zu diesem Zweck wird die Grund- und Regelversorgung in Kelheim einerseits bedarfsgerecht fortgeführt, andererseits die Prozesse in der Patientensteuerung verbessert, zum Beispiel für die Innere Medizin und die Chirurgie.
  • Dadurch wird der Personalbedarf in Kelheim wachsen. Hiervon profitieren nicht allein langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die weiterhin am Standort Kelheim gehalten werden sollen, sondern auch der berufliche Nachwuchs.
  • Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung vor Ort ist nur durch gemeinsames Engagement möglich. Daher bildet eine gute lokale Vernetzung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten der Region eine wichtige Säule in der Kooperation.
  • Über den Aufsichtsrat, dessen zwölf Sitze sich beide Partner je zur Hälfte teilen, werden auch zukünftig Informationsfluss und Einblick des Landkreises in die Geschehnisse der Klinik gesichert. Der Vorsitz im Aufsichtsrat liegt beim Diözesan-Caritasverband Regensburg. Die strategische Partnerschaft ist langfristig angelegt. Nach zehn Jahren verhandeln die Kooperationspartner erneut, ob gegebenenfalls Anpassungen erforderlich sind.
  • Es wurde vertraglich vereinbart, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen mit dem Ziel eines Personalabbaus geben wird.
Vorbehaltlich einer Zustimmung durch den Kreistag soll im Februar 2022 der Kooperationsvertrag unterzeichnet werden. Im nächsten Schritt ist die Umsetzung der vereinbarten Bedingungen geplant, die voraussichtlich im 2. Quartal 2022 abgeschlossen sein soll.
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