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Beispielhafte Initiative wird mit EU-Fördergeldern unterstützt

v.l.: Anne-Katharina Mahle (LEADER-Management), Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Thomas Krebs (Gemeinde Ihrlerstein), Gabi Schmid (Zentrum Chancengleichheit Landkreis Kelheim), Bürgermeister Michael Raßhofer (Gemeinde Painten), Klaus Amann (Geschäftsführer Landschaftspflegeverband VöF e.V.) (Foto: Karl-Heinz Mihai)v.l.: Anne-Katharina Mahle (LEADER-Management), Landrat Martin Neumeyer, Bürgermeister Thomas Krebs (Gemeinde Ihrlerstein), Gabi Schmid (Zentrum Chancengleichheit Landkreis Kelheim), Bürgermeister Michael Raßhofer (Gemeinde Painten), Klaus Amann (Geschäftsführer Landschaftspflegeverband VöF e.V.) (Foto: Karl-Heinz Mihai)
Die Senioren der Gemeinden Ihrlerstein und Painten können demnächst von einem wertvollen Angebot zur Unterstützung profitieren: Bei der sogenannten „Bürgerhilfe“ handelt es sich um eine im Rahmen des LEADER-Förderprojektes bei der Gemeinde Ihrlerstein eingerichtete Halbtagsstelle, die von den Gemeinden Painten und Ihrlerstein mitfinanziert wird. Die Fachkraft geht vor allem älteren Menschen zur Seite, die noch nicht pflegebedürftig sind, aber von starken Einschränkungen in Bezug auf ihren Alltag betroffen sind. In Anlehnung an das Modell der „Gemeindeschwester“ versteht sich die Bürgerhilfe als Bindeglied zwischen der häuslich-familiären Hilfe und den Pflegediensten. Eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarschaftshilfen und Ärzten in der Gemeinde soll es der Betreuungsperson ermöglichen, den jeweiligen Unterstützungsbedarf möglichst genau zu erkennen und die notwendigen Schritte einzuleiten. Dabei soll jedoch keine Konkurrenz zu Leistungen entstehen, die von ambulanten Pflegediensten oder anderen Anbietern erbracht und von den Pflegekassen finanziert werden.
Das Angebot der Bürgerhilfe umfasst sowohl eine präventiv ausgerichtete Beratung zur sozialen Situation, zur gesundheitlichen und hauswirtschaftlichen Versorgung, zur Wohnsituation oder zur Mobilität als auch die Unterstützung bei Antragstellungen im Pflege- und Vorsorgebereich. „Wir hoffen, dass die Ansiedlung der Stelle bei der Gemeinde zu einem erhöhten Maß an Vertrauen bei den Betreuten führt und wir eine wachsende Betreuungslücke schließen können“, informiert Bürgermeister Thomas Krebs. Bürgermeister Michael Raßhofer ergänzt: „Um den Leitsatz „ambulant vor stationär“ in der Praxis auch umzusetzen, ist es wichtig, die Selbständigkeit insbesondere der älteren Gemeindebewohner so lange wie möglich zu erhalten. Der Einsatz einer ortsnahen Bürgerhilfe kann dazu entscheidend beitragen.“
Landrat Martin Neumeyer zeigt sich über die Bewilligung der EU-Fördergelder aus dem LEADER-Fonds sehr erfreut: „Eine eigene Organisationseinheit in den Gemeinden zur präventiven Unterstützung und Beratung ist im Landkreis Kelheim einmalig. Das Projekt wird zunächst in zwei kooperierenden Gemeinden verwirklicht. Wenn wir sehen, dass das Angebot angenommen wird und zu den gewünschten Erfolgen führt, kann es als Modell für andere Gemeinden im und außerhalb des Landkreises dienen.“
Das Projekt wird vom Zentrum für Chancengleichheit im Landkreis Kelheim mit Rat und Tat unterstützt. Leiterin Gabi Schmid erläutert: „Ziel des Projektes ist, die Senioren in ihrer jeweiligen persönlichen Lebenssituation zu stärken und zu stabilisieren bzw. deren Lebensqualität zu verbessern. Die älteren Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit dem Angebot sicherer, informierter und wertgeschätzt fühlen. Ein Hauptziel jedoch ist es, den Eintritt der Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu verzögern, ein Altwerden zu Hause so gut es geht zu ermöglichen und damit die Lebensqualität der Bewohner der Gemeinden zu steigern.“
Auf Grund der Beispielhaftigkeit wird das Projekt über zwei Jahre mit 50% aus dem LEADER-Fonds unterstützt. Die Förderung umfasst das Projektmanagement in Form einer Halbtagesstelle sowie den Druck von Flyern zur gezielten Informations- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeindebürger über das Betreuungsangebot. LEADER-Geschäftsführer Klaus Amann: „Ziel von LEADER ist im Landkreis Kelheim auch, neuartige soziale Initiativen auf den Weg zu bringen und dabei auch bereits bestehende Organisationen und Institutionen wie die ehrenamtlichen Unterstützerkreise zu vernetzen und einzubinden. Damit werden Voraussetzungen geschaffen, um die Bürgerhilfe der Partnergemeinden Ihrlerstein und Painten möglichst zu einer langfristigen Einrichtung werden zu lassen.“
 
 
Anne-Katharina Mahle
LAG-Managerin
Landschaftspflegeverband Kelheim VöF.e.V.
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