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CSU-Bundestagsabgeordneter Florian Oßner stimmt sich mit Bürgermeistern ab

Aiglsbach/Volkenschwand. Die beiden VG-Gemeinden Aiglsbach und Volkenschwand haben neue 1. Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl setzten sich Leonhard Berger bzw. Franz Högl durch und lenken seither die Geschicke ihrer Gemeinden. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) besprach deshalb mit beiden die aktuellen Projekte in den Gemeinden.
Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) (m.) lobte die Bürgermeister Franz Högl (l.) und Leonhard Berger nach deren Wahl für ihr Engagement und sicherte seine Unterstützung bei aktuellen Anliegen zu. (Foto: Webschreibfeder)Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) (m.) lobte die Bürgermeister Franz Högl (l.) und Leonhard Berger nach deren Wahl für ihr Engagement und sicherte seine Unterstützung bei aktuellen Anliegen zu. (Foto: Webschreibfeder)
Eine „gesunde Rivalität" herrsche zwischen Aiglsbach und Volkenschwand, berichteten die Bürgermeister Leonhard Berger und Franz Högl schmunzelnd dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner bei dessen Besuch. Die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg sei gut, da man Synergieeffekte nutzen und gleichzeitig seine eigenen Schwerpunkte setzen könne, so die Bürgermeister.
Beide Gemeinden legen besonderen Wert auf den Ausbau der Kinderbetreuung sowie die Digitalisierung, wie die Bürgermeister schilderten. „Zum neuen Schuljahr haben wir eine offene Ganztagsschule eingerichtet. Vorerst kommt diese in den Räumlichkeiten unserer Mehrzweckhalle unter. Im Schuljahr 2021/22 geht dann die eigentliche Schule in Betrieb", berichtete Berger. Jetzt beginne man außerdem mit dem Bau einer neuen Kindertagesstätte. „Drei Kindergartengruppen und eine Hortgruppe werden dort unterkommen. Wichtig dabei ist uns, dass die Kinder dort in einem modernen Gebäude mit viel Platz und einem großen Außenbereich untergebracht sind – inklusive ausreichender Spielanlagen natürlich", erläuterte der Rathaus-Chef. Bis der Bedarf durch den Neubau gedeckt ist, nutze man auch den Waldkindergarten, der durch einen privaten Verein getragen wird. In Volkenschwand werde aktuell eine Schulturnhalle gebaut, die mit regenerativen Energien versorgt werde, berichtete Bürgermeister Högl. Ziel dieser Maßnahme sei es, einen "Bildungscampus" im Ort zu schaffen.
Digital-Turbo für Schulen
Sowohl der Bau der Ganztagsschule als auch der neue Kindergarten mit Hort werden von staatlicher Seite gefördert. Ein Problem seien aber die langen Planungs- und Genehmigungsphasen, meinte Berger. „Wir müssen immer nach dem aktuellen Bedarf bauen, um eine Förderung zu erhalten. Der zu erwartende Zuwachs in der Gemeinde, etwa durch Zuzug, wird dabei nicht berücksichtigt", so der Bürgermeister. Stehe eine Einrichtung dann einmal, könnte es sein, dass man schon wieder eine neue planen müsste. Zudem wolle man die Grundschule und die künftige offene Ganztagsschule ins digitale Zeitalter führen und entsprechend ausrüsten. Oßner als Haushälter, der für den Bereich der Familienpolitik zuständig ist, bestätigte diese Problematik: „Wir vom Bund fördern zwar sehr massiv die Kinderbetreuungseinrichtungen, jedoch kommen wir kaum mit dem Raumbedarf hinterher. Dank dem ‚Digital-Turbo' ist jedoch richtig viel Geld im System. Bis 2024 investieren wir allein in Bayern in die Schulen zwei Milliarden Euro. 900 Millionen Euro kommen dabei aus der Digitalisierungsoffensive des Bundes. In den Gemeinden werde dazu sehr gute Arbeit geleistet", lobte der Abgeordnete.

Bessere Anbindung
Infrastrukturpolitiker Oßner erkundigte sich außerdem nach dem Stand des Breitbandausbaus in den beiden Gemeinden. Sowohl Berger als auch Högl konnten berichten, dass dieser gut vorangehe. Die Hauptorte seien alle angeschlossen. Nun gehe man im nächsten Schritt den Ausbau in den Außenbereichen und zu einzelnen Weilern an. Neben der digitalen Infrastruktur lege die Gemeinde Volkenschwand den Fokus auf die „normale" Infrastruktur, merkte Bürgermeister Högl an. „Die Mobilität im ländlichen Raum wie der Holledau muss sich verbessern", so Högl. Für die Region wünsche er sich perspektivisch eine bessere Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr. „Bisher müssen wir etwa nach Landshut, wenn man mit dem Zug irgendwohin möchte. Das muss besser werden", forderte Högl. „Vollkommen richtig ist, dass man bei der Frage der Mobilität immer alle Verkehrsträger im Blick haben muss. Die Lebensqualität in unserer ländlichen Region wird sich am Angebot an Infrastruktur – sowohl im täglichen Pendelverkehr als auch digital - orientieren", so Verkehrspolitiker Oßner.


Web-Schreibfeder
Maria Aicher