Besondere Geste für Senioren
v.l.: Einrichtungsleiter Sebastian Halser und Pflegedienstleitung Janet Mayer mit den Kindern vom Kindergarten St. Nikolaus (Foto: Anke Hensel/BRK-Seniorenwohnanlage Lugerweg)
„Wir vermissen Euch und würden Euch gerne besuchen. Leider können wir das nicht, weil Corona ist“, diktieren die Vorschulkinder des Kindergarten St.Nikolaus ihren Erzieherinnen die Grußkarte für ihre geliebten Senioren. Jeden Monat kommen die Kinder des St.Nikolaus, wie auch die der Einrichtung Arche Noah, vor der Pandemie in das Seniorenwohnen im Lugerweg. Dann wird gemeinsam musiziert, gebastelt und gelacht. Doch wegen der Pandemie können, die von Jung und Alt geliebten Treffen, nicht mehr stattfinden.
„Auch zu den Festen, wie Sankt Martin, kommen die Kinder gewöhnlich zu unseren Bewohnern und singen Lieder“, so Sebastian Halser, Einrichtungsleiter des Seniorenwohnen. Um den 125 Senioren am Tag des heiligen Martin trotzdem eine Freude zu machen, denkt der Kindergarten St.Nikolaus etwas ganz Besonderes aus: sie basteln für jeden der vier Wohnbereiche, sowie für den Empfang, eine bunte Laterne und eine Grußkarte. „Wir haben für Euch Laternen gebastelt und Bilder ausgemalt, damit ihr wisst, dass wir an Euch denken“, so die Vorschulkinder in den Karten.
„Zwar ist das nicht das Gleiche, wie eine zwischenmenschliche Interaktion, jedoch ist es in Zeiten wie diesen eine wundervolle Geste des Zusammenhalts“, findet Halser. Und genau darum fallen die Reaktionen der Senioren sehr emotional aus: von freudigem Lachen bis hin zu Tränen in den Augen ist bei den Bewohnern alles dabei. Mit Kommentaren, wie „Ach war das lieb, dass die Kinder an uns denken“ oder „Ich freue mich schon, bis wir uns wiedersehen können“, ist sich Halser sicher, dass die Überraschung gelungen ist. Im Gegenzug schicken die Senioren den Kindern Bilder, auf denen sie mit den gebastelten Laternen und Karten zu sehen sind. In einem Brief schreiben die Senioren: „Auf so einen schönen Sankt Martin waren wir gar nicht eingestellt – so schön hätten wir es uns dieses Jahr niemals ausgemalt.“



Nele Ruppmann
Freie Journalistin
Der Medienberater