Die aktuelle Situation in den fünf niederbayerischen Heil- und Thermalbädern ruft mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Max Straubinger und Florian Oßner drei Vertreter der CSU-Bundestagsfraktion auf den Plan

Der Heinrichsturm in Bad Abbach (Foto: br-medienagentur)In einem Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder weisen sie auf eine notwendige Aktualisierung der Corona-Politik hin. „Wir müssen den Fokus auf die aktuelle Entwicklung legen“, heißt es in dem Brief. So soll die Risikobewertung künftig nicht mehr alleine von der Inzidenz ausgehen, sondern den ständig steigenden Anteil der geimpften Personen, die aktuelle Situation auf den Intensivstationen und die Entwicklung der Morbiditätsrate berücksichtigen. Eine Lanze brechen die drei Bundespolitiker für die niederbayerischen Heil- und Thermalbäder „und die vielen Tausend Menschen, die dort in ansonsten eher schwach strukturierten Regionen in Lohn und Brot stehen“. Diese fünf Heil- und Thermalbäder im Rottaler Bäderdreieck (Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Füssing) sowie an der Donau (Bad Abbach und Bad Gögging) hätten im vergangenen Pandemie-Sommer durch ein gemeinsam erarbeitetes Hygienekonzept bewiesen, dass sie auch unter erschwerten Bedingungen wichtige Gesundheitspartner für Tausende von Gästen aus ganz Deutschland seien. „In den fünf Kurmittelhäusern, an denen der Bezirk Niederbayern jeweils mit Mehrheit beteiligt ist, wurden mehr als 600.000 Besucher in den wenigen Monaten der Öffnung registriert“, heißt es weiter. Gründe für eine Nachverfolgung habe es nicht gegeben. Berichte von Ansteckungen in Beherbergungsbetrieben oder den gastronomischen Einrichtungen dieser Kurorte lägen ebenfalls nicht vor. „In den Orten laufen darüber hinaus die Bemühungen auf Hochtouren, die hohen Standards noch weiter zu optimieren. Wir stellen fest: Diese Orte mit ihren Gesundheitseinrichtungen sind keine Pandemietreiber!“, so Scheuer, Straubinger und Oßner im Wortlaut. Die niederbayerischen Thermen sollen künftig in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung als gesundheitsorientierte Kurmittelhäusern in hochprädikatisierten Kurorten gesondert behandelt werden und nicht auf einer Stufe mit Freizeiteinrichtungen stehen, denn: „Die fünf niederbayerischen Heil- und Thermalbäder sind ein verlängerter Arm des Gesundheitswesens. Tausende von Gästen leiden nach vielen Monaten des Lockdowns unter erheblichen Einschränkungen ihrer Lebensqualität, weil die heilsamen Anwendungen durch die medizinisch ausgebildeten Fachkräfte in den Thermalbädern seit Monaten nicht verabreicht werden dürfen, obwohl sichere Konzepte – einhergehend mit einer erheblichen Beschneidung der ansonsten üblichen Besucherkapazitäten – vorliegen“. Auch auf die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen in der Region weisen Max Straubinger, Andreas Scheuer und Florian Oßner hin, gerade mit Blick auf die Verschärfung der Situation, wenn Südtirol und Österreich für die Besucher wieder offen stehen. „Vor all diesen Hintergründen ist es wichtig, den Bädern mit ihren vorbildlichen Hygienekonzepten und ihren Regionen schnellstmöglich eine Öffnungsperspektive aufzuzeigen“, betonen die Abgeordneten



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Maria Aicher

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