Vorsitzender Dr. Heinrich und der neue Präsident Hroch aus Südböhmen sprachen über grenzübergreifende Projekte

Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender niederbayerischen Trägervereins Europaregion Donau-Moldau und niederbayerischer Bezirkstagspräsident, beim virtuellen Meeting mit Pavel Hroch, neuer Präsident der Europaregion Donau-Moldau Südböhmen. (Foto: Burke)Dr. Olaf Heinrich, Vorsitzender niederbayerischen Trägervereins Europaregion Donau-Moldau und niederbayerischer Bezirkstagspräsident, beim virtuellen Meeting mit Pavel Hroch, neuer Präsident der Europaregion Donau-Moldau Südböhmen. (Foto: Burke)
„Online-Meetings ist man ja schon gewohnt, aber es geht nichts über den persönlichen Kontakt“, so stellte sich Pavel Hroch, neuer Präsident der Europaregion Donau-Moldau Südböhmen, bei einem digitalen Treffen am 28. April dem Vorsitzenden des niederbayerischen Pendants des Vereins Dr. Olaf Heinrich vor. Hroch ist seit 2002 Bürgermeister der Gemeinde Kovářov im südböhmischen Landkreis Písek und als stellvertretender Kreishauptmann auch für Kultur, Denkmalschutz, ländliche Entwicklung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zuständig – Themen, die auch zu den Aufgaben des Bezirks Niederbayern gehören. „Die niederbayerischen Grenzstädte haben großes Interesse am grenzüberschreitenden Austausch und engagieren sich sehr“, weiß Dr. Heinrich, Bezirkstagspräsident von Niederbayern und Vorsitzender des Trägervereins der Europaregion Donau-Moldau in Niederbayern.
Die Vertreter der Europaregion Donau-Moldau (EDM) tauschten sich auch über die aktuelle Pandemiesituation in den beiden Nachbarregionen aus. Vor allem, wie die Bildungseinrichtungen in der Tschechischen Republik durch die Pandemie kommen. Der neue Vorsitzende der EDM Südböhmen Hroch, betonte, dass die Kindergärten in Südböhmen für Vorschüler geöffnet sind. Die Klassen 1 bis 5 sind im Rotationsprinzip offen, vergleichbar mit dem Wechselunterricht in Bayern. Der Bürgermeister und stellvertretende Kreishauptmann unterstrich, dass es nur minimale Infektionszahlen bei Kindern gegeben habe. Durch die Testpflicht an den Schulen sei es möglich, infizierte Schüler sehr frühzeitig zu entdecken. Hroch sagte: „Bei 42.000 Testungen gab es gerade einmal 14 Infizierte. Dies zeigt: die Schulen können sicher geöffnet werden.“ Heinrich ergänzte: „Die Infektionszahlen in Niederbayern steigen leider wieder und das Gesundheitssystem ist stark belastet. Erfreulich ist, dass die Impfkampagne immer besser läuft und die Situation in vier bis sechs Wochen hoffentlich eine andere ist.“
Die Vertreter der Europaregion Donau-Moldau sprachen über Digitalisierung, Tourismus, Gesundheit, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz und sich daraus ergebende mögliche Kooperationen. Hroch und Heinrich waren sich einig, dass es auf beiden Seiten viele spannende Themen gibt die in der neuen INTERREG-Förderperiode gemeinsam angegangen werden können. Heinrich: „Wir sind eine gemeinsame Region mit hoher Attraktivität. Grenzübertritte in kultureller und touristischer Hinsicht müssen bald wieder möglich werden. Die Digitalisierung hilft hier enorm, war nötig und ist in vielen Bereichen selbstverständlich geworden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit unter Nachbarn. Hoffentlich bald bei einem persönlichen Treffen.“

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