Kochen unter Corona-Auflagen
Wegen den Wegen den "Corona-Auflagen" durfte pro Küchenzeile jeweils nur ein Prüfling kochen. (Foto: Wolfgang Brey)
Die Projektprüfung der 9. und 10. Klassen der Aventinus Mittelschule Abensberg fiel heuer aufgrund der Corona-Pandemie etwas anders aus – keine gemeinsame Vorbereitung, kein Kochen in der Gemeinschaft, keine Präsentation der zubereiteten Speisen vor Freunden und Förderern der Mittelschule: „Das hat vielen Prüflingen tatsächlich etwas gefehlt“, so Gudrun Kneitinger: „Angesichts der Ehrengäste ist zwar die Anspannung immer groß, aber danach ist die Bestätigung über die eigene Leistung nochmal größer.“ Auch ihre Kollegin Silvia Dechant hat das bemerkt – und Rektor Wolfgang Brey fügt an: „Das hat wirklich gefehlt - aber wie die Prüfung ansonsten durchgeführt wurde, das begeistert mich.“
Brownies und Reispfannnen waren zum Beispiel ordentlich verpackt eines der Kochergebnisse der Prüflinge (Foto: Wolfgang Brey)Brownies und Reispfannnen waren zum Beispiel ordentlich verpackt eines der Kochergebnisse der Prüflinge (Foto: Wolfgang Brey)
Was ist sinnvoll in diesen Tagen?

„Das Thema Vorratshaltung“, so die beiden Lehrerinnen. „Gerade bei einer Pandemie ist es sinnvoll, Vorräte anzulegen, um ein häufiges Einkaufen zu vermeiden“, so Frau Kneitinger. Die Schülerinnen und Schüler mussten also aus frischen Lebensmitteln Speisen herstellen, die haltbar sind oder sich einfrieren lassen. Sie waren dabei verantwortlich für alles - vom Einkaufszettel bis zum fertigen Gericht, richtig verpackt für eine dauerhafte Aufbewahrung. Und das haben die jungen Damen und Herren dann schließlich u.a. zubereitet: Gulasch, Fleischpflanzl, Manti (russische Tortellini), Marmeladen, Kekse, Suppen, Eintöpfe, Salsa, Pesto, Reispfannen, Gemüsepfannen und Rhabarberkuchen. Schöner Effekt für die Eltern und Geschwister: Nach der Zubereitung der Gerichte wurden diese fachgerecht verpackt– und konnten mit nach Hause genommen werden. Oberstes Gebot war stets die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. So erhielt jeder Prüfling eine eigene Küchenzeile in der Schulküche, ein Wechsel in eine andere Küchenzeile war untersagt. Schnell mal den Kochlöffel ausleihen? – Ging nicht. Das eigenverantwortliche Arbeiten in der eigenen Küchenzeile hat den Prüflingen aber sehr gefallen. Davor gab es lange und intensive telefonische Vorbereitungsgespräche, denn die Zeit von der Schulöffnung bis zum Austeilen der Prüfungsaufgaben war denkbar kurz - acht Schultage lagen dazwischen.
Das zubereitete Essen und Gebäck, ebenfalls liebevoll verpackt, konnte für die Testesser zu Hause mitgenommen werden (Foto: Wolfgang Brey)Das zubereitete Essen und Gebäck - ebenfalls liebevoll verpackt - konnte für die Testesser zu Hause mitgenommen werden (Foto: Wolfgang Brey)
Dennoch hat alles gut geklappt: „Wir sind zufrieden, die Ergebnisse sind gut, wie in den letzten Jahren auch.“ Und so wird wohl auch das Urteil bei vielen Abensberger Familien in diesen Tagen daheim auch aussehen – denn heuer sind die Eltern die „Testesser“. Die Stadt Abensberg und die Aventinus Mittelschule wünschen guten Appetit!

Ingo Knott
Bürgerinformationen
Stadt Abensberg
Im Herzogskasten
Dollingerstraße 18
93326 Abensberg
Tel. 09443/ 910 353

Kommentareingabe ausblenden

1000 Buchstaben übrig


Google Analytics Alternative
Keine Internetverbindung