Pferde dienten nun als Reittier: Ein reich verzierter Trensenknebel. (Foto: J. Zuber, Kreisarchäologie Kelheim)Pferde dienten nun als Reittiere: Ein reich verzierter Trensenknebel. (Foto: J. Zuber, Kreisarchäologie Kelheim)Der frühbronzezeitliche Schatz von Langquaid und seine Zeit

Vortrag von Dr. Joachim Zuber M.A.; Kreisarchäologie Kelheim


Gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. endet in Süddeutschland die Steinzeit. Als neue Werkstoffe setzten sich ab etwa 2200 v. Chr. zunächst Kupfer und dann die Bronze als wichtigstes Metall durch. Die Fundstücke des 1908 entdeckten frühbronzezeitlichen Depotfundes von Langquaid kennzeichnen den Beginn des Siegeszuges der Bronzemetallurgie. Sie prägte für die nächsten 1000 Jahre das Leben in Mitteleuropa. Der Fundort Langquaid gab außerdem einem ganzen Zeitabschnitt der frühen Bronzezeit seinen Namen. Wie die archäologischen Quellen nahelegen, änderten sich mit diesem Strukturwandel auch die Lebensverhältnisse der Menschen. Die Funde zeugen von weitreichenden Kontakten, über die Waren, Wissen und Vorstellungen vermittelt wurden. Die „neue Zeit“ erforderte und ermöglichte innovative Mittel und Wege zur Sicherung des Lebensunterhaltes und neue Strukturen in den Siedlungsgemeinschaften.
Der Vortragende Kelheimer Kreisarchäologe Dr. Joachim Zuber referiert den derzeitigen Kenntnisstand zu den frühbronzezeitlichen Lebens- und Kulturverhältnissen in Süddeutschland. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Landkreis Kelheim, aus dem neben dem Schatzfund von Langquaid weitere bedeutende archäologische Funde und Befunde dieser Zeit bekannt geworden sind.

Archäologisches Museum der Stadt Kelheim
Datum: Mittwoch, 21.10.2020
Uhrzeit: 20.00 Uhr Eintritt 4,00€

Rebecca Färber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V.
Donaupark 13
93309 Kelheim

Tel. 09441/207-7331
Fax 09441/207-7350

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