Logo Polizei Oberpfalz (Grafik: Polizeipräsidium Oberpfalz)Seniorin bei Verkehrsunfall getötet

93093 DONAUSTAUF, LKR. REGENSBURG; Tödliche Verletzungen zog sich eine 77-jährige Frau eines Fiat zu, als sie auf gerader Strecke mit ihrem Pkw aus unbekannter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit einem entgegenkommenden Lkw mit Anhänger zusammenstieß.
Am heutigen Mittwoch (04.04.2018), gegen 17.07 Uhr befuhr eine 77-jährige Frau aus dem östlichen Landkreis Regensburg alleine mit ihrem Pkw Fiat Sedici die Staatsstraße 2125 aus Richtung Regensburg kommend in Fahrtrichtung Wörth a. d. Donau. Kurz nach der westlichen Einfahrt nach Donaustauf geriet die Frau aus noch ungeklärter Ursache auf der geraden Strecke nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden Lkw, MAN mit Anhänger, Marke Rohr. Der 42-jährige Lkw-Fahrer versuchte noch nach rechts auszuweichen und stieß dabei gegen die dort befindliche Schutzplanke. Nach dem Anstoß wurde der Pkw nach rechts über die Schutzplanke geschleudert und landete im Straßengraben.
Durch den Aufprall wurde die Frau, die sich alleine in ihrem Fahrzeug befand, eingeklemmt. Sie musste von Einsatzkräften der Feuerwehr unter Zuhilfenahme technischen Gerätes aus dem total beschädigten Fahrzeug geborgen werden. Trotz sofortiger ärztlicher Versorgung vor Ort verstarb die Fahrerin noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Beide Verkehrsteilnehmer waren angeschnallt.
Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro, der Schaden am Lkw und den zwei Schutzplankenfeldern beziffert sich auf ca. 15.000 Euro. Die Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft Regensburg die Zuziehung eines Sachverständigen an. Dazu wurden auch der Lkw mit Hänger und der Pkw sichergestellt.
Vor Ort waren ca. 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Donaustauf, Tegernheim und Sulzbach unter der Leitung von Kommandant Christopher Möck. Darüber hinaus war auch Kreisbrandmeister Martin Bosl an der Unfallstelle. Neben der Bergung der eingeklemmten Person sperrten sie großräumig die Unfallstelle ab, banden ausgelaufene Betriebsstoffe und richteten eine örtliche Umleitung ein.
Eingesetzt waren weiterhin drei Rettungsdienstfahrzeuge und ein Notarzt.
Die Staatsstraße 2125 war während der Unfallaufnahme bis 20.20 Uhr vollständig gesperrt. Trotz der Umleitung durch Donaustauf (Donaustauf-West bis Donaustauf-Mitte) kam es zu keinen nennenswerten Verkehrsbehinderungen.

Josef Schweiger
Erster Polizeihauptkommissar
Polizeiinspektion Wörth a. d. Donau


Bericht zur Sicherheitslage in der Oberpfalz im Jahr 2017


Die Kriminalstatistik für das Jahr 2017 zeigt für die Oberpfalz erfreulich positive Entwicklungen. Die niedrigste Zahl bei den Gesamtstraftaten und die höchste Aufklärungsquote im Langzeitvergleich machen dabei deutlich, dass es sich in der Oberpfalz sicher leben lässt.
v.l.: KD Robert Fuchs, LPD Thomas Schöniger und Polizeipräsident Gerold Mahlmeister (Foto: Albert Brück/Polizeipräsidium Oberpfalz)
Die Beamten im Streifen- und Innendienst, die Ermittler der Kriminalpolizeien aber auch unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Angehörigen der Sicherheitswacht sind mit ihrem Engagement die Garanten für diese positive Entwicklung.
Neben den täglichen Herausforderungen und Aufgaben prägten unzählige Versammlungen, Funde von Weltkriegsbomben, Sport- und Unterhaltungsevents sowie der Wahlkampf das Einsatzgeschehen quer durch die Oberpfalz.
Darüber hinaus galt es fordernde Dauerthemen wie die Aufhellung der Reichsbürgerszene und Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit der Zuwanderung zu bewältigen.
Gesamtzahlen:
Auf historisch niedrigem Stand hat sich die Zahl der Gesamtstraftaten ohne Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht eingependelt und zeigt das niedrigste Niveau der vergangenen zehn Jahre. Mit 907 registrierten Fällen weniger liegen die Gesamtstraftaten nun bei 44.374, was einen zweiprozentigen Rückgang darstellt.
Mit Verstößen nach dem Aufenthaltsrecht, wurden im Jahr 2017 46.856 Straftaten registriert. Dies stellt einen Rückgang um 5.138 Taten oder 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar und spiegelt im Wesentlichen den Rückgang bei der Zuwanderung wider.
Aufklärungsquote:
Mit 67 Prozent an geklärten Fällen gelang bei der Aufklärungsquote der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren, bei Straftaten ohne Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht. Damit liegt die Aufklärungsquote um 2,6 Prozentpunkte über dem bayernweiten Ergebnis.
Nimmt man die Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht mit in die Betrachtung hinein, liegt die Aufklärungsquote in der Oberpfalz geringfügig verändert bei 68,7 Prozent und damit um 1,9 Prozentpunkte über dem gesamtbayerischen Ergebnis.
Häufigkeitszahl:
Der Indikator, der es ermöglicht, Städte und Gemeinden mit unterschiedlichen Einwohnerzahlen statistisch vergleichbar zu machen, ist die Häufigkeitszahl. Sie beschreibt die bekannt gewordenen Fälle errechnet auf 100.000 Einwohner.
Die Oberpfalz ist demnach unverändert der drittsicherste Bezirk in Bayern mit einer Häufigkeitszahl von 4.040. Der bayernweite Index liegt demgegenüber bei 4.533 Punkten.

Betrachtung einzelner Deliktsbereiche:

Diebstahlskriminalität:
Die Diebstahlskriminalität, der größte Einzeldeliktsbereich, weist mit einem Rückgang um 5,2 Prozent oder einem Minus von 723 Taten den niedrigsten Stand mit 13.234 Fälle im Langzeitvergleich aus.
Der gravierendste und sehr erfreuliche Rückgang ist bei den Wohnungseinbrüchen mit einem Minus von 238 Delikten zu verzeichnen. Ebenfalls maßgeblich rückläufig sind Fahrraddiebstähle mit einem Rückgang um 169 Taten, auf nunmehr 1819 Fälle.

Einbrüche in Wohnhäuser:
Die Kriminalstatistik weist für das Jahr 2017 einen Rückgang um 238 Taten auf nunmehr 392 Einbrüche in Wohnhäuser aus. Statistisch gesehen ist das eine Verbesserung um 37,8 Prozent und damit der vergleichsweise stärkste Rückgang aller Regierungsbezirke. In 171 Fällen oder 44 Prozent handelt es sich um Versuche und die Täter blieben ohne Beute.
Mit diesem Ergebnis gelang eine eindrucksvolle Trendwende nach neun Jahren mit steigenden Einbruchszahlen.
Neben den personal- und zeitintensiven polizeilichen Maßnahmen könnten sich auch die verschärften strafrechtlichen Vorschriften, der einschlägige § 244 StGB stellt nun einen Verbrechenstatbestand dar, abschreckend und damit positiv für die Statistik ausgewirkt haben.
Bei der Bekämpfung der Einbrüche in Wohnungen setzt die Oberpfälzer Polizei weiterhin auf intensive Kontrolltätigkeit und die Unterstützung durch die Bevölkerung.
Zeitnahe Informationen zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen stellen regelmäßig wichtige Ausgangspunkte für erfolgreiche Ermittlungen dar.
Darüber hinaus stehen polizeiliche Fachberater zu vorbeugenden, baulichen Sicherungsmaßnahmen unentgeltlich Rede und Antwort.
Weitergehende Informationen dazu finden Sie unter:

Pkw-Aufbruch:
459 aufgebrochene Pkw´s 2017 und damit sieben mehr als im Vorjahr beschäftigten die Oberpfälzer Polizei.
Bei den Fallbearbeitungen zeigte sich unverändert, dass Wertgegenstände, die von außen sichtbar waren, große Anreize für die Täter darstellten. Daher bleibt der dringende Appell zur Vorsorge bestehen, Wertgegenstände nicht in abgestellten Fahrzeugen zurückzulassen.
Betroffene sehen sich in vielen Fällen nicht nur mit einem materiellen Verlust und einem Schaden am Fahrzeug, sondern auch mit langwierigen und nervenraubenden Schritten konfrontiert, bis beispielsweise abhanden gekommene Dokumente neu beschafft waren.
Zudem können bei entwendeten privaten oder geschäftlichen Schlüsseln hohe Kosten entstehen.

Daher der eindringliche Hinweis der Polizei:
„Abgeschlossene Fahrzeuge sind keine Tresore!“

Gewaltkriminalität:
Straftaten die sich gegen das Leben, die körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung richten oder Raubüberfälle und Erpressungen sind im Wesentlichen unter dem Überbegriff Gewaltkriminalität zusammengefasst.
Mit einem erneuten Anstieg um 2,3 Prozent umfasst dieser Deliktsbereich 1.512 Taten im Jahr 2017.
Die Aufklärungsquote liegt hier bei 85,1 Prozent und macht deutlich, dass der Großteil dieser Taten, die in der Regel mit hoher krimineller Energie ausgeführt werden, durch die Polizei geklärt werden konnten.
Ein überdurchschnittlicher hoher Auslöser für Gewalttaten liegt nach wie vor im Alkoholkonsum.

Straßenkriminalität:
Die Straßenkriminalität, das Deliktsfeld, das maßgeblichen Einfluss auf das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung hat, bleibt trotz einer Steigerung um 186 Taten auf nunmehr 7.843 registrierte Fälle, auf einem niedrigen Niveau im Langzeitvergleich.
Enthalten sind hier Diebstähle, Sachbeschädigungen sowie gefährliche und schwere Körperverletzungen, Raubüberfälle und Sexualdelikte, die auf Straßen, Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln von der Öffentlichkeit wahrnehmbar, begangen wurden.

Betäubungsmittelkriminalität:
3.718 registrierte Taten die der Betäubungsmittelkriminalität zugerechnet werden stellen den zweithöchsten Wert im Langzeitvergleich dar.
Die Anzahl der festgestellten Verstöße hängt maßgeblich mit der Kontrolltätigkeit der Polizei zusammen. Ein mehr an Kontrollen führt regelmäßig zu einem mehr an Feststellungen.
Allerdings zeigt sich insbesondere beim Schmuggel der besonders verheerenden Droge Crystal ein Wandel im Verhalten der Täter.
Gab es früher mehr Aufgriffe mit Kleinmengen, zeigt sich nun, dass die geschmuggelten Einzelmengen größer werden.
Mit 34 liegt die Zahl der Menschen, die aufgrund von Drogenkonsum im Jahr 2017 ihr Leben verloren haben, exakt auf dem Stand des Vorjahres. Somit bleibt der höchste Wert im Langzeitvergleich bestehen.
Der Kampf gegen illegale Suchtstoffe und deren indirekte Folgen stehen weiterhin ganz oben im Aufgabenkatalog der Oberpfälzer Polizei.
Neben umfangreichen repressiven Maßnahmen setzt die Polizei weiterhin mit hohem zeitlichen und personellen Aufwand auf Aufklärung. Insbesondere bei jungen Leuten kann die Erkenntnis, dass Suchterkrankungen regelmäßig zum Verlust der Kontrolle über das eigene Leben führen, nicht früh genug entstehen.
Betäubungsmittelkonsumenten fallen häufig durch Eigentumsdelikte zur Finanzierung der Sucht oder als Menschen auf, die durch den Konsum von Suchtstoffen zur Gefahr für sich selbst oder ihr Umfeld werden.

Besondere Herausforderungen:

Zuwanderung
Die Zuwanderung, mit ihren zwischenzeitlich veränderten Herausforderungen, forderte auch im Jahr 2017 die Polizei in hohem Maße. 3.597 Einsätze im Zusammenhang mit der Asylthematik sind dazu in einer Auswertung registriert.
Den größten Anteil nahmen dabei etwa 200 Polizeieinsätze monatlich in und an Asylbewerberunterkünften ein. Die häufigsten Anlässe waren dabei Streitigkeiten, Körperverletzungen unter den Bewohnern sowie Vermisstenfälle.
Die Kriminalstatistik der Oberpfalz weist insgesamt 2.673 Straftaten, mit dem Schwerpunkt Rohheitsdelikte aus.

Reichsbürger
Die Aufhellung der Reichsbürger- oder Selbstverwalter-Szene beanspruchte die Polizei im Jahr 2017 ebenfalls stark.
Zum Jahresende 2017 standen 162 Personen im besonderen behördlichen Focus, da diese dem Reichsbürger-Spektrum zugeordnet werden.
Die Aufklärungsarbeit führte im Wesentlichen dazu, dass das sogenannte Dunkelfeld aufgehellt werden konnte.
Die Sicherheitsberichte für die Oberpfalz, die Landkreise und kreisfreien Städte finden sie auf der Internet-Seite des Polizeipräsidiums Oberpfalz oder unter dem Link:
Foto: Albert Brück
Albert Brück
Polizeihauptkommissar


Kriminalpolizeiinspektion Regensburg

Personenkontrolle in Regensburg führte zum Auffinden von 25 Gramm Heroin
REGENSBURG. Bei einer polizeilichen Personenkontrolle in der Grasgasse in Regensburg konnten bereits letzten Donnerstag über 25 Gramm Heroin aufgefunden werden. Ein Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen.
Guten kriminalistischen Spürsinn bewiesen Beamte der Zivilen Einsatzgruppe Regensburg als sie sich am Donnerstag, 29.03.2018, zur Kontrolle zweier Männer in der Grasgasse in Regensburg entschlossen.
Noch vor der Ansprache durch die Einsatzkräfte versuchten beiden Männer ihren „Besitz“ noch schnell loszuwerden, allerdings hatten sie die Polizisten hierbei bereits fest im Blick. Bei der anschließenden Kontrolle konnte einem der beiden Männer mutmaßlich der Besitz von über 25 Gramm Heroin zugeordnet werden.
Der 37-jährige Tatverdächtige aus dem Landkreis Regensburg wurde vorläufig festgenommen, das gefährliche Betäubungsmittel sichergestellt. Nach einer Nacht in polizeilichem Gewahrsam wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Würdigung der Gesamtumstände verzichtet die Staatsanwaltschaft Regensburg auf die Stellung eines Haftantrages. Gegen den Tatverdächtigen wird nun wegen illegalen Handels mit Heroin ermittelt.

Versuchter Raubüberfall in Neumarkt – Zeugen gesucht
NEUMARKT/OPF. Zwei unbekannte Männer schlugen in den Morgenstunden des Dienstag, 03.04.2018, in der Bahnhofstraße in Neumarkt/OPF auf einen jungen Mann ein und fragten diesen nach Bargeld. Die Kriminalpolizei Regensburg führt die Ermittlungen in einem Raubdelikt.
Am Dienstag, gegen 00:30 Uhr, griffen zwei bis dato unbekannte Täter einen 23-jähirgen Mann aus dem Landkreis Neumarkt an. Nach Angaben des Geschädigten kam es im Bereich einer Passage nahe eines Hotels in der Bahnhofstraße in Neumarkt/OPf zu dem Übergriff. Die beiden Männer schlugen nach ersten Ermittlungen auf den jungen Mann ein und fragten ihn, ob er in Besitz von Geld sei.
Nachdem der Geschädigte den Angriff abwehren und seinerseits zur Gegenwehr ansetzten konnte, zogen die vermeintlichen Räuber unverrichteter Dinge ab. Durch die Tat wurde zumindest der Geschädigte nicht unerheblich verletzt.
Beschreibung der beiden Männer:
1) 170 cm groß, ca. 22 Jahre alt, spricht gebrochen Deutsch, bekleidet mit dunklem Pullover
2) 170 cm groß, zwischen 20 und 25 Jahre alt, schlank, kurze, dunkle gekräuselte Haare, arabisches Aussehen.
Die Kriminalpolizei in Regensburg ermittelt nun in einem versuchten Raubdelikt und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer hat zum fraglichen Zeitpunkt im Bereich der Bahnhofstraße verdächtige Feststellungen gemacht? Wer kann Hinweise auf die Täter geben? Diese werden unter der Rufnummer: 0941/506-2888 erbeten.

Einbruch in Regensburger Gaststätte
REGENSBURG. Ein bislang unbekannter Einbrecher entwendete von Montag auf Dienstag Elektrogeräte und Lebensmittel aus einer Gaststätte in der Arberstraße in Regensburg.
Im Zeitraum Montag, 02.04.2018, 09:45 Uhr, bis Dienstag, 03.04.2018, 08:30 Uhr, verschaffte sich ein Einbrecher rabiat Zugang zu den Räumlichkeiten einer Gaststätte in der Arberstraße in Regensburg. Neben einem Elektrogerät entwendete der Täter auch Getränke und Lebensmittel und verursacht somit einen Entwendungsschaden von mehreren hundert Euro. Durch den Einbruch entstand ein Sachschaden von 1.500 Euro.
Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen und bittet nun um Hinweis. Relevante Feststellungen im benannten Zeitraum im Bereich der Arberstraße melden Sie bitte unter der Rufnummer: 0941/506-2888.

Markus Damm
Polizeioberkommissar