Ein junges Pärchen musste von den Rettungskräften aus einer lebensbedrohlichen Lage befreit werden, nachdem ihr Sportboot aufgrund eines technischen Defekts antriebslos auf das Pfaffensteiner Wehr zusteuerte und hier schließlich mit großer Wucht dagegen prallte.

Logo Polizei Oberpfalz (Grafik: Polizeipräsidium Oberpfalz)Zu einem größeren Rettungseinsatz von Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst, DLRG, Wasserwacht und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung kam es am Montagabend ab 20.30 Uhr.
Nach dem Inhalt der Notrufmitteilung steuerte ein antriebsloses Sportmotorboot, besetzt mit zwei Personen, direkt auf der Hochwasser führenden Donau auf das Pfaffensteiner Wehr zu.
Das Boot als Spielball der reißenden Donau prallte schließlich hart gegen die Wehrmauer. Wie durch ein Wunder wurde es dadurch zumindest nicht so schwer beschädigt, dass es gleich zu sinken drohte, jedoch hatte die Donau mit ihren kräftigen Strudeln und Walzen unter der Wasseroberfläche das Boot fest in einem unruhigen Griff.
In schneller und enger Zusammenarbeit gelang es den Einsatzkräften, die beiden Bootsinsassen durch die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr unter Zuhilfenahme der ausgefahrenen Drehleiter aus ihrer lebensbedrohlichen Lage zu befreien. Sie blieben äußerlich unverletzt, erlitten aber einen Schock.
Nach Abwägung aller Gefahren bei eine Bergung des Sportbootes mit Innenborder-Antrieb entschied man sich für ein gutes Vertäuen des Bootes am Wehr und Hebung durch einen Kran am Folgetag.
Wie gefährlich die Gesamtsituation für die Insassen letztlich war, zeigte sich aber innerhalb kurzer Zeit, in der das Boot trotz guter Vertäuung durch den kraftvollen Sog der Wassermassen über Backbord kenterte und sank. Für hier noch an Bord befindliche Passagiere hätte dies den sicheren Tod bedeutet.
Derzeit besteht die Hoffnung, dass die Vertäuung das gesunkene Boot zumindest noch vor dem Wehr hält, so dass dieses hier nicht durchgedrückt und in seine Einzelteile zerlegt wird.
Der Totalschaden am Sportboot beläuft sich allerdings jetzt schon auf 40.000 Euro.
Nachdem nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Vertäuung reißen und zurückschnalzende Enden den Personenverkehr auf dem Staustufenüberweg gefährden wird, bleibt dieser bis zum Folgetag gesperrt.
An dem Einsatz waren insgesamt über 100 Einsatzkräfte beteiligt.



Thomas Kolb
Polizeihauptkommissar

Polizeiinspektion Regensburg Nord

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