Logo Polizei Oberpfalz (Grafik: Polizeipräsidium Oberpfalz)COVID-19: Ausgangsbeschränkung in der Oberpfalz – Stand: Mittwoch, 08.04.2020, 06.00 Uhr

OBERPFALZ. Im Zeitraum von Dienstag, 7. April 2020, 06.00 Uhr, bis Mittwoch, 8. April 2020, 06.00 Uhr, fanden über 1000 Kontrollen in der gesamten Oberpfalz statt. Gegen 98 Betroffene wurden Anzeigenverfahren eingeleitet.

Betrüger sind auch in Corona-Zeiten erfinderisch - gehackte Accounts wegen zu einfacher Passwörter
OBERPFALZ. Leider nutzen Betrüger auch die derzeitige Corona-Situation aus, um an Daten anderer zu gelangen. Die Oberpfälzer Polizei möchte die Bürgerinnen und Bürger auf Betrugsmaschen aufmerksam machen und Tipps zum eigenen Verhalten geben.
Mit sogenannten Brute-Force-Angriffen wollen Täter persönliche Accounts hacken. Dabei werden zahlreiche Versuche unternommen, um die Passwörter ihrer Opfer zu ermitteln. Ob und wie schnell dies möglich ist, hängt vom jeweiligen Passwort ab.
Grundsätzlich dauert das Knacken eines Passworts mit Ziffern und Sonderzeichen deutlich länger, als lediglich ein kurzes Wort. Beispielsweise kann unter Verwendung von Ziffern und Sonderzeichen innerhalb von 45 Sekunden ein fünfstelliges Passwort herausgefunden werden. Bei einer achtstelligen Kombination dauert es bereits ein Jahr, zwei Monate und zwölf Tage!

Die Oberpfälzer Polizei rät deshalb:
  • Je länger ein Passwort, desto besser; mindestens jedoch acht Ziffern
  • Wechseln Sie zwischen Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Zahlen
  • Überlegen Sie sich einen Satz, den Sie sich leicht merken können und verwenden dann jeweils die Anfangsbuchstaben:
  • WdC-KrijT4Fa!  „Während der Corona-Krise rufe ich jeden Tag 4 Freunde an!“ Damit halten Sie nicht nur den sozialen Kontakt in einer Zeit, in der man sich nicht treffen kann, sondern Sie Schützen sich auch gleichzeitig vor digitalen Angriffen.
Empfehlungen rund um Passwörter und wie man sie am besten verwaltet (Passwort-Manager), finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):


Weitere Antworten zur Passwortsicherheit erhalten Sie auch unter: https://www.datenschutz.org/brute-force/

Schützen Sie sich selbst ganz leicht mit einem sicheren Passwort. Sollten Sie dennoch Opfer einer Straftat geworden sein, dann wenden Sie sich in jedem Fall schnell an uns, denn nur so können wir die Täter ermitteln und verfolgen!
Franziska Meinl
Polizeikommissarin
Polizeipräsidium Oberpfalz
Präsidialbüro / Pressestelle


Hinweis eines Anwohners führte zur Festnahme von Zigarettenschmugglern
Sichergestellte Zigaretten (Foto: Polizeistation Waldmünchen)Sichergestellte Zigaretten (Foto: Polizeistation Waldmünchen)
WALDMÜNCHEN/HÖLL. Am Dienstagmittag teilte ein Waldmünchner Bürger der Polizei mit, dass er seit ca. 14 Tagen zwei Männer beobachte, die fast täglich ihr Fahrzeug in der Ortschaft Höll in unmittelbarer Grenznähe parken und anschließend zu Fuß über die „grüne Grenze“ nach Tschechien gehen. Etwa 30 Minuten später kehren sie mit Rucksäcken oder Taschen zurück.
Beamte der Polizeistation Waldmünchen beobachteten daraufhin die beschriebene Örtlichkeit und endeckten schließlich die beiden Männer, als sie durch den Wald von tschechischer Seite zu ihrem Fahrzeug liefen. Die zwei in Deutschland wohnhaften Tschechen versuchten mit ihrem Fahrzeug in Richtung Inland zu flüchten. Hierbei missachtete der 26-jährige Fahrer massiv die Geschwindigkeitsbeschränkungen, indem er bei erlaubten 80 km/h mindestens doppelt so schnell fuhr.
Mit Unterstützung einer weiteren Streife konnte das Auto am Ortseingang von Waldmünchen angehalten und einer Kontrolle unterzogen werden. Im Fahrzeug wurden, zum Teil versteckt, insgesamt 10 Stangen Zigaretten unterschiedlicher Marken aufgefunden.
Außerdem stellten die Polizeibeamten einen handschriftlichen Zigarettenbestellschein und tschechische Kaufbelege sicher. Aufgrund der Gesamtumstände war von gewerbsmäßigem Zigarettenschmuggel auszugehen, weshalb die Beschuldigten der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Zolls in Furth im Wald zur weiteren Sachbearbeitung übergeben wurden.
Beide Personen wurden durch die Polizeistation Waldmünchen zudem u.a. wegen Verstößen gegen die geltende Ausgangsbeschränkung angezeigt. Die Tschechische Polizei wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.
Die Polizei bittet, verdächtige Wahrnehmungen umgehend per Notruf 110 mitzuteilen. Insbesondere durch den Hinweis aufmerksamen Anwohners konnte dieses und weiteres Fehlverhalten unterbunden werden.
Florian Beck
Polizeihauptkommissar
Polizeipräsidium Oberpfalz
Präsidialbüro/Pressestelle



Polizeiinspektion Regensburg Nord

Geparktes Fahrzeug angefahren – 5.000 € Sachschaden
Bereits am Freitag, den 03.04.2020, kam es auf dem Parkplatz des Donau Einkaufszentrums Regensburg zu einer Verkehrsunfallflucht. In der Zeit von 16.00 bis 16.20 Uhr touchierte ein bislang unbekanntes Fahrzeug den Pkw Daimler an der Fahrerseite derart massiv, dass Sachschaden in Höhe von 5.000 € entstand. Die Polizei ermittelt wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Zeugen die in der genannten Zeit am östlichen DEZ Parkplatz etwas beobachtet haben, werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Regensburg Nord unter der Rufnummer 0941/506-2222 zu melden.

Ladendiebe kehrten an den Tatort zurück
In den frühen Morgenstunden des 07.04.2020 entwendeten zwei junge Männer eine Flasche hochprozentigen Alkohol aus dem Verkaufsraum einer Tankstelle im Regensburger Stadtnorden. Der Diebstahl wurde erst bemerkt, als die beiden die Tankstelle bereits wieder verlassen hatte. Etwa fünf Stunden kehrten die Täter an den Tatort zurück, was ein Tankstellenangestellter erkannte und die Personen bis zum Eintreffen der Polizei festhielt. Die Polizeibeamten stellten vor Ort die Personalien fest. Außerdem wurden der 19-Jährige aus dem Landkreis Regensburg und der 21-Jährige Regensburger nach Diebesgut durchsucht. Der Jüngere sperrte sich hierbei so massiv gegen die polizeiliche Maßnahme, dass er von den Beamten gefesselt werden musste. Ihn erwartet, zusätzlich zur Anzeige wegen Diebstahl, eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der 21-Jährige muss sich wegen Diebstahl verantworten.

Robert Wachtveitl
Polizeihauptmeister



Polizeiinspektion Regensburg Süd
Haftbefehl vollstreckt - Festgenommener leistet Widerstand
Regensburg. Am Dienstag, 07.04.2018, trafen Beamte der Polizeiinspektion Regensburg Süd einen Mann gegen den ein Haftbefehl vorlag in seiner Wohnung im Stadtosten an. Der 41-jährige wurde festgenommen. Bereits auf dem Weg zum Dienstfahrzeug fing er an, die Polizeibeamten lauthals zu beleidigen. Als er in die Diensträume der Polizeiinspektion verbracht wurde, stieß er weiter Beleidigungen aus und trat einen den Beamten gegen dessen Bein.
Der Polizist zog sich hierdurch leichte Verletzungen zu, konnte aber seinen Dienst weiterhin verrichten.
Gegen den Festgenommen, der aufgrund des Haftbefehls schon mehrere Monate in einer Justizvollzugsanstalt verbringen muss, wurde erneut ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Markus Reitmeier
Polizeihauptmeister