Logo Polizei Niederbayern (Foto: br-medienagentur)Security-Mitarbeiter im Ankerzentrum mit abgebrochener Flasche verletzt – Tat war vorgetäuscht

DEGGENDORF. Wie bereits berichtet, gab ein 29-jähriger Security-Mitarbeiter des Ankerzentrums gegenüber der Polizei an, dass er am Montagabend (03.06.2019) von einem 20-jährigen Eritreer mit einer abgebrochenen Flasche leicht verletzt wurde. Die Ermittlungen der Polizei Deggendorf haben nunmehr ergeben, dass der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Angriff mit der Flasche nur vorgetäuscht hat.
Der Security-Mitarbeiter gab zunächst gegenüber der Polizei an, dass er am Montag, 03.06.2019, kurz nach 21.00 Uhr, einen Bewohner des Ankerzentrums, darauf hinwies, dass es verboten ist, die Unterkunft mit einer Schnapsflasche zu betreten. Daraufhin soll sich ein Streitgespräch entwickelt haben, in dessen Verlauf der 20-jährige Eritreer die mitgeführte Schnapsflasche zerschlagen und damit auf den Security-Mitarbeiter eingestochen habe. Der Mitarbeiter zeigte bei seiner polizeilichen Befragung auch frische Verletzungen am Arm vor. Aufgrund dieser Angaben wurde der Eritreer, gegen den auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf Haftbefehl erlassen wurde, in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, dieser befand sich seitdem in Untersuchungshaft.
Wie die Ermittlungen der Polizeiinspektion Deggendorf nunmehr ergeben haben, hat der Security-Mitarbeiter, ein 28-Jähriger Iraker, den vermeintlichen Angriff mit der abgebrochenen Flasche vorgetäuscht. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurde der Sicherheitsdienstmitarbeiter von dem Eritreer beim Betreten der Unterkunft massiv beleidigt. Daraufhin schlug der Iraker mit einem Schlagstock auf den Eritreer ein und verletzte diesen leicht. Womöglich aus Angst vor etwaigen Sanktionen erfand der Security-Mitarbeiter den Angriff mit der abgebrochenen Flasche und fügte sich damit selber Verletzungen am Arm zu. Der Haftbefehl gegen den 20-jährigen Eritreer wurde sofort aufgehoben und dessen Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt veranlasst. Ebenfalls fraglich ist auch der Vorwurf des Security-Mitarbeiters gegen fünf weitere Eritreer, die sich im Zusammenhang mit dem Vorfall, angeblich mit Steinen bewaffnet haben sollen.
Gegen den 28-jährigen Iraker wird nun u.a. wegen Vortäuschen einer Straftat, Falsche Verdächtigung und Freiheitsberaubung in mittelbarer Täterschaft ermittelt.

Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher, Andreas Zenger, PHK
Nach Bedrohung mit Messer Handy und Tablet entwendet – Zwei Tatverdächtige in Haft
PASSAU. Am Mittwochabend (17.07.2019) kam es in einer Passauer Wohnung zu einem Raubdelikt unter Bekannten. Zwei Tatverdächte konnten zwischenzeitlich festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Passau führt die Ermittlungen.
Am Mittwoch, 17.07.2019, gegen 18.20 Uhr wurde der 26-jährige Mieter einer Passauer Wohnung von zwei Bekannten in seiner Wohnung mit Messern bedroht und zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert. Daraufhin entwickelte sich eine Rangelei in dessen Verlauf der 26-Jährige eine Verletzung am Arm erlitt, die offensichtlich von einem Messer stammt. Die beiden Tatverdächtigen, eine 28-Jährige und ein 32-Jähriger, beide aus Passau, flüchteten aus der Wohnung und nahmen dabei das Handy und das Tablet des Opfers mit. Der 26-Jährige wurde zur ärztlichen Behandlung zunächst in eine Klinik verbracht, konnte diese aber bereits wieder verlassen. Nur wenige Stunden später gelang es einer Polizeistreife die beiden Flüchtigen fest zu nehmen. Hierbei konnte das Diebesgut aufgefunden und sichergestellt werden. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde bei den beiden Tatverdächtigen, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Passau, eine Blutentnahme durchgeführt. Dabei leisteten die Beiden erheblichen Widerstand, wobei jedoch niemand verletzt wurde.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau wurde durch den zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Passau Haftbefehl gegen die die zwei Tatverdächtigen wegen Verdacht des schweren Raubes und Gefährlicher Körperverletzung erlassen. Nach der Vorführung wurden die Beiden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher, Andreas Zenger, PHK


Polizeiinspektion Kelheim

„Body-Cam“ nun auch bei der PI Kelheim im Einsatz
KELHEIM. Die kleinen tragbaren Kameras sind zwischenzeitlich bei der PI Kelheim eingetroffen, die Schulungen laufen auf Hochtouren und die ersten Beamten hatten die Kamera bereits im Außeneinsatz dabei.
Der erfolgreiche Pilotversuch in Augsburg, München und Rosenheim ebnete den Weg der Body-Cam in das Polizeipräsidium Niederbayern. Vergangene Woche wurde die Kamera in Straubing bereits vorgestellt, nun wurde auch die PI Kelheim mit der entsprechenden Ausrüstung ausgestattet.
Auch die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Kelheim werden mit Auch die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Kelheim werden mit "Body-Cams" ausgerüstet (Foto: Polizeiinspektion Kelheim)
Die ersten Beamten haben die Schulung bereits abgeschlossen und dürfen die Kamera nun tragen und einsetzen. Die Kameras werden auf der Brust getragen und sind mit ihrer gelben Farbe und einem Hinweisschild mit der Aufschrift „Audio/Video“ kaum zu übersehen. Wenn sich eine brenzlige Situation anbahnt wird die Kamera durch einen Knopfdruck aktiviert. Grundsätzlich wird das durch den Beamten zuvor angekündigt. Die PI Kelheim erhofft sich ähnlich positive Effekte wie bei den Pilot-Dienststellen. Die Body-Cam kann die Chancen für eine eskalationsfreie Einsatzbewältigung erhöhen und trägt zu einer höheren Hemmschwelle bei möglichen Tätern vor gewalttätigen Übergriffen bei. Insbesondere im Hinblick auf Großveranstaltungen, wie das bevorstehende Volksfest in Kelheim oder der Gillamoos in Abensberg, sollen die Body-Cams die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhen. Alkoholbedingte Aggression lässt sich bei Volksfesten dieser Größe nicht verhindern, aber Dienststellenleiter EPHK Banczyk erhofft sich einen spürbaren präventiven Effekt durch den Einsatz der Body-Cams: „ In der Vergangenheit kam es im Zusammenhang mit Großveranstaltungen immer wieder zu Übergriffen auf Polizeibeamte, auch kleinere Vorfälle wie Beleidigungen gegen Einsatzkräfte gehörten zum Geschäft dazu. Wenn wir mit der Body-Cam hier eine positivere Bilanz ziehen können, wäre das ein toller Erfolg!“
Auch wenn die Body-Cam nicht jeden tätlichen Übergriff verhindern kann, so trägt sie als Teil eines ganzen Maßnahmenpakets sicherlich entscheidend zur Erhöhung der Sicherheit unserer Einsatzkräfte bei. „Wenn sich ein Täter tatsächlich nicht von der Kamera abschrecken lässt, dann hat er es zumindest bei einer Gerichtsverhandlung etwas schwerer sich aus der Sache herauszureden“, so Polizeikommissar Alexander Reichsthaler, der die Schulungen bei der PI Kelheim durchführt. Die Aufnahmen der Body-Cams können nach einer Prüfung der Staatsanwaltschaft als Beweismittel im Verfahren zugelassen werden.

Fahrraddiebstahl
KELHEIM. Am Mittwochnachmittag stellte eine 59-jährige Kelheimerin ihr schwarz-graues Haibike-Fahrrad vor der Goldbergklinik in einem Fahrradständer ab. Zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr hat ein Unbekannter das unversperrte Fahrrad mitgenommen.
Hinweise an die PI Kelheim unter 09441/5042-0.
Bei Auffahrunfall verletzt
BAD ABBACH (LKRS. KELHEIM). Am Donnerstag ereignete sich gegen 17:35 Uhr ein Verkehrsunfall auf der B16 bei Bad Abbach.
Ein 58-jähriger Ford-Fahrer aus dem Landkreis Kelheim musste auf der B16 verkehrsbedingt abbremsen. Die hinter ihm fahrende 20-jährige VW-Fahrerin konnte noch rechtzeitig reagieren und stehen bleiben. Ein nachfolgender 50-jähriger VW-Fahrer aus Bad Abbach schaffte es nicht mehr rechtzeitig und fuhr auf den Wagen vor ihm auf. Dadurch wurde der Pkw auf den vor ihm stehenden Ford aufgeschoben, sodass der 58-Jährige Fahrer leicht verletzt wurde.
Erstellt von POK Bohms


Polizeiinspektion Mainburg

Verkehrsunfall
AIGLSBACH. Vorfahrt missachtet
Ein 57jähriger Pkw-Fahrer aus Mainburg befuhr am 18.07., um 05.45 Uhr die Ortsverbindungsstraße von Gasseltshausen nach Aiglsbach. Beim Abbiegen nach links auf die KEH 30 übersah er einen aus Richtung Aiglsbach vorfahrtsberechtigt ankommenden Pkw, der von einer 20jährigen Frau aus Aiglsbach gefahren wurde. Beide blieben bei der Kollision unverletzt. An den Fzgen entstand ein Gesamtschaden von ca. 13.000 Euro.
SIEGENBURG. Unfall ohne Verletzte
Kurz vor der Anschlußstelle Siegenburg in Fahrtrichtung München wechselte am 18.07., um 14.50 Uhr ein tschechischer Pkw-Fahrer von der rechten auf die linke Fahrspur. Dabei übersah er einen nachfolgenden Pkw. Der Fahrer wich nach links aus, um eine Kollision zu vermeiden, prallte dabei aber in die Mittelleitplanke, wobei ein Gesamtschaden an Fahrzeug und Leitplanke von ca. 11.000 Euro entstand. Nach Bezahlung einer Sicherheitsleistung konnte der Unfallverursacher seine Fahrt fortsetzen.

Verkehrsdelikt
MAINBURG. Fahren unter Alkoholeinfluß
Bei der Kontrolle eines 56jährigen Pkw-Fahrers aus dem südl. Landkreis Freising am 18.07., um 17.06 Uhr, auf der Freisinger Straße in Mainburg wurde festgestellt, dass er unter leichtem Alkoholeinfluß mit seinem Fahrzeug unterwegs war. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und ein gerichtsverwertbarer Atemalkoholtest bei der Polizeiinspektion Mainburg durchgeführt. 500 Euro Bußgeld zuzüglich Gebühren und Auslagen sowie ein Monat Fahrverbot sind die Folge.

Karl Kneitinger
Polizeioberkommissar