Logo Polizei Niederbayernb (Foto: br-medienagentur)Sicherheit auch in der närrischen Zeit – verstärkte Kontrollen zur Faschingszeit

NIEDERBAYERN. Die „fünfte Jahreszeit“ nimmt Fahrt auf. Aber um nicht nach der närrischen Zeit mit einer Katerstimmung aufzuwachen, möchte das Polizeipräsidium Niederbayern zur bevorstehenden „heißen Faschingsphase“ die Gelegenheit nutzen, einen Appell an die Faschingsfreunde zu richten.
Damit es während und nach den Faschingstagen hoffentlich kein böses Erwachen gibt, rät Ihnen die niederbayerische Polizei:
Genießen Sie die fünfte Jahreszeit – aber nehmen Sie nicht alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teil.
Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken, wie Sie sicher nach Hause kommen.
Greifen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel und Taxen zurück. Auch wenn eine Fahrt auf den ersten Blick teuer erscheint, ist das allemal billiger als der Verlust des Führerscheins.
Steigen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nie in ein Auto ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht.
Unterschätzen Sie am nächsten Morgen den Restalkohol nicht! Reichlich Alkoholgenuss am Vortag kann zur Folge haben, dass Sie auch am nächsten Tag noch nicht fahrtauglich sind.
Rund 40 Fahrten unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss registrierte die niederbayerische Polizei im vergangenen Jahr während der letzten beiden Faschingswochen. Bei weiteren etwa 25 Fahrzeuglenkern konnte die Polizei noch vor Fahrtantritt einschreiten – ihnen wurde die Fahrt untersagt und sie mussten lediglich die Schlüssel hinterlegen.
Die niederbayerische Polizei wird auch heuer in der närrischen Zeit verstärkt Kontrollen durchführen, um Fahrten unter Alkohol-/Drogeneinfluss zu unterbinden. Die Überwachung der Verkehrssicherheit, die einen wesentlichen Bestandteil des vom Bayerischen Innenministerium im Jahr 2013 initiierten Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ darstellt, soll die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent senken. Neben der Überwachung der Verkehrssicherheit wird die Polizei aber auch die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen im Auge behalten. Häufig können die Jüngsten die Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss nicht richtig abschätzen.
Erst kürzlich ereignete sich während eines Faschingsumzuges im Landkreis Kelheim ein tragischer Unfall , bei dem ein stark alkoholisierter junger Mann von einem Faschingswagen stürzte und sich dabei schwere Verletzungen zuzog. Veranstalter sollten genau darauf achten, was an Jugendliche ausgeschenkt wird. Wenn aus Genuss Exzess wird, besteht die Gefahr, dass es neben gesundheitsschädlichen massiven Alkoholkonsum auch zu Gewalt und Vandalismus kommen kann.


Polizeiinspektion Kelheim

Verkehrsunfallstatistik 2018 der Polizeiinspektion Kelheim


Erfreulicher Rückgang bei den Verkehrsunfällen


Kelheim:

Die Polizei hat sich jährlich mit einer Vielzahl von Verkehrsunfällen zu befassen, die nach Abschluss der Ermittlungen nach verschiedenen Kriterien analysiert und statistisch erfasst werden.

Vorab ist festzustellen, dass sich im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Kelheim im Jahr 2018 weniger Verkehrsunfälle ereigneten als im Jahr 2017.

Im Vergleich zu 2017, wo insgesamt 2452 Verkehrsunfälle im Bereich der PI Kelheim aufgenommen wurden, sank die Gesamtunfallzahl im Jahr 2018 um 159 Unfälle auf 2293.

Absolut positiv ist hierbei zu werten, dass sich gleichzeitig die Zahl der Personenschadensunfälle, die schweren Sachschadensunfälle und die Kleinunfälle reduziert haben.
Während die Unfälle mit schwerwiegenden Sachschäden von 574 auf 514 Unfälle zurückgingen, fiel der Rückgang bei den Personenschadensunfällen etwas moderater aus. Die Zahl der Unfälle sank hier von 369 im Jahr 2017, auf 352 Unfälle im Jahr 2018.

Als erfreulicher Ausfluss hiervon, ergab sich auch eine teilweise Senkung bei den Unfallfolgen. So sank die Zahl der verletzten Personen von 492 auf 449.
Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen, blieb im Jahr 2018 hingegen mit sechs getöteten Personen, auf dem Niveau des Jahres 2017.

Die Kleinunfälle erfuhren hingegen einen starken Rückgang. So ereigneten sich 82 Kleinunfälle weniger als im Vorjahr (Rückgang von 1509 im Jahr 2017 auf 1427 im Jahr 2018).

Bei den Schulwegunfällen war ein marginaler Rückgang von 4 auf 3 Unfälle festzustellen. In diesem Bereich sank glücklicherweise auch die Zahl der verletzten Personen von 4 auf 3.
Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei welchen die überhöhte Geschwindigkeit unfallursächlich war, erhöhte sich leider von 94 auf 124. Gleichzeitig stieg hier auch die Zahl der Verletzten stark an, nämlich von 50 auf 85.
Während in diesem Unfallbereich im Vorjahr drei getötete Personen erfasst wurden, konnte im Jahr 2018 mit zwei Toten ein minimaler Rückgang verzeichnet werden.

Die Verkehrsunfälle, bei denen die Ursache Alkoholeinfluss zugrunde lag, stiegen nur marginal, von 40 auf 42 Unfälle an. Dabei wurden im Jahr 2018 insgesamt 28 Personen verletzt. Im Jahr 2017 konnten hier hingegen 10 weniger, nämlich 18 Verletzte gezählt werden.

Getötete Verkehrsteilnehmer mussten in diesem Unfallsegment weder im Jahr 2018 noch im Jahr 2017 beklagt werden.

Die Zahl der Trunkenheitsfahrten, bei welchen sich keine Verkehrsunfälle ereigneten, stieg von 116 auf 120.

Die Polizei legt in der Unfallstatistik auch ein besonderes Augenmerk auf die Risikogruppe der Fahranfänger, die in der Unfallstatistik auch junge Erwachsene genannt werden. Hier ist die Altersklasse von 18 bis 24 Jahren erfasst. Die Beteiligung der Risikogruppe junge Erwachsene an den Gesamtunfällen und bei den Unfällen mit Personenschaden hat sich im Jahr 2018 von 195 auf 209 erhöht.
Mit einem Toten blieb in diesem Unfallsegment die Zahl der getöteten Personen im Vergleich zum Jahr 2017 gleich. Gestiegen ist hier hingegen die Zahl der verletzten Personen. Während es hier im Jahr 2018 insgesamt 133 Verletzte gab, waren es im Jahr zuvor lediglich 125 verletzte Personen.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Ursache Drogeneinfluss blieb mit 4 Unfällen auf dem Level des Vorjahres. Allerdings stieg die Zahl der festgestellten folgenlosen Drogenfahrten von 19 auf 41 stark an.
Im Bereich des motorisierten Zweiradverkehrs ergab sich eine erfreuliche Entwicklung. So verringerte sich hier die Zahl der Verkehrsunfälle von 74 auf 67.
Damit ging in diesem Bereich auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von 67 auf 59 zurück, was sich gleichzeitig auch positiv auf die Verletztenzahlen auswirkte. So sank die Zahl der Verletzten von 82 auf 68.
Während in diesem Unfallsegment im Jahr 2017 zwei Tote verzeichnet wurden, war es im Jahr 2018 ein toter Verkehrsteilnehmer.
Im Bereich der Wildunfälle war ein erheblicher Rückgang von 785 auf 733 feststellbar. Insgesamt 5 Personen wurden hierbei verletzt (Vorjahr 8 Verletzte) und zum Glück wurde hierbei, genau wie im Vorjahr, kein Verkehrsteilnehmer getötet.
Erfreulich zeigte sich auch die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen, bei denen sich die Unfallverursacher unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hatten. Während hier im Jahr 2017 insgesamt 426 Unfälle wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zur Anzeige gebracht wurden, reduzierte sich diese Zahl im Jahr 2018 auf 361 Unfälle.

Die Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Kelheim waren 2018 im Zuge der Unfallprävention in Schulen, Kindergärten und anderen Informationsveranstaltungen unterwegs. Dabei wurden im Dienstbereich der Polizeiinspektion Kelheim 35 Schulklassen von Grund- und Förderschulen mit 763 Schüler in Bezug auf das richtige Verkehrsverhalten geschult.

Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „-Bayern mobil -sicher ans Ziel - Aufbruch Bayern“, werden nach Auskunft des Leiters der Polizeiinspektion Kelheim, Herrn EPHK Banczyk, im Jahr 2019 konsequente und regelmäßige Verkehrskontrollen in den Bereichen Geschwindigkeit, Drogen und Alkohol am Steuer und vor allem Zweiradverkehr durchgeführt.
Zudem wird bei den Kontrollen verstärkt auf das Tragen von Sicherheitsgurten, die Sicherung von Kindern im Fahrzeug und auf das Telefonieren im Fahrzeug geachtet werden, da es erklärtes Ziel ist, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer noch weiter zu erhöhen.

Mehrere Fälle von Trickbetrügereien im Landkreis Kelheim
LKRS. KELHEIM. Am Montag ereigneten sich gleich fünf Fälle von versuchten Trickbetrügereien zum Nachteil älterer Menschen.
In einem Fall gab sich eine weibliche Anruferin als Mitarbeiterin einer Lottogesellschaft aus und wollte Fragen zur Mitgliedschaft des 54-jährigen Landkreisbürgers stellen. Der Mann ging nicht weiter auf die Fragen ein und verbat sich weitere Anrufe. Es kam noch zu keiner Geldforderung.
In einem weiteren Fall gab sich eine weibliche Anruferin als nahe Verwandte aus, die Geld benötige, weil sie eine falsche Überweisung getätigt hätte. Sie forderte 35.000 € von dem 73-Jährigen. Der Mann rief nach dem Gespräch selbst nochmal bei dem tatsächlichen Verwandten an und konnte den Betrugssversuch so aufdecken.
Weiter kam es zu drei Fällen des bekannten Enkeltricks, wo sich die Anrufer als Enkel der Geschädigten ausgeben und eine Notlage vortäuschen, um an das Geld der Betroffenen zu gelangen. Zwei Fälle scheiterten bereits bei der ersten Kontaktaufnahme, da die Angerufenen den Betrug witterten bzw. gar keinen Enkel haben. In einem Fall kam es noch zu konkreteren Forderungen über 4.000 € für Notarkosten. Jedoch blieb es aufgrund des richtigen Verhaltens des 79-Jährigen ebenfalls beim Versuch.
Die Polizei Kelheim weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahr derartiger Betrügereien hin und bittet insbesondere Kinder, Enkel, Nachbarn und Freunde ihre älteren Mitbürger auf diese Gefahren hinzuweisen. Da Medienberichte und Internetkampagnen in vielen Fällen nicht die richtige Zielgruppe erreichen, sind Sie gefragt! Sprechen Sie die Thematik in entsprechenden Kreisen regelmäßig an und helfen Sie, dieses Kriminalitätsphänomen in den Griff zu bekommen.
Grafik zum Verkehrslagebericht der Polizeiinspektion Kelheim (Grafik: Polizeiinspektion Kelheim)Grafik zum Verkehrslagebericht der Polizeiinspektion Kelheim (Grafik: Polizeiinspektion Kelheim)


Alleinbeteiligt verunfallt - Fahrer leicht verletzt
NEUSTADT/DONAU (LKRS. KELHEIM). Am Montag ereignete sich gegen 22:00 Uhr ein Verkehrsunfall auf der B299 bei Neustadt an der Donau.
Ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Kelheim geriet beim Industriegebiet Zeiletwiesen mit seinem Lkw Santana nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Leitplanke und schleuderte dann über die komplette Fahrbahn und eine Verkehrsinsel, überschlug sich und kam schließlich im Straßengraben zum Stehen. Hierbei wurden diverse Verkehrsschilder beschädigt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf etwa 17.500 €. Der Fahrer wurde in ein Krankenhaus verbracht. Der Lkw wurde abgeschleppt.

Erstellt von PK Bohms


Polizeiinspektion Mainburg

Betrug
ELSENDORF. Warenbetrug
Ein 38jähriger Mann aus Elsendorf bestellte auf einer Internetseite eine Steintrennmaschine im Wert von 436 Euro. Nach erfolgter Überweisung und ausbleibender Lieferung stellte er fest, dass die Firma nicht existiert. Ermittlungen im Bezug auf den Kontoinhaber werden geführt.
 
Sachbeschädigung
ROHR/NB.. Gartenzaun demoliert
Im Amtmannweg in Rohr wurden in der Zeit von 23.02., 18.00 Uhr bis 25.02. 08.00 Uhr, drei Steher eines Maschendrahtzaunes von einem bisher unbekannten Täter umgedrückt. Der Schaden wird auf ca. 1.000 Euro geschätzt. Zeugenhinweise bitte an die Polizei Mainburg unter der Tel.-Nr.
08751/8633-0.
 
Einbruch
ELSENDORF. Einbruch in leerstehende Wohnungen
Erst jetzt wurde bekannt, dass in der Zeit von 24.12. – 22.01. zwei leerstehende Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus in der Schulstraße in Appersdorf das Ziel von Einbrechern waren. Die unbekannten Täter hebelten die Eingangstüren zu den Wohnungen auf. Entwendet wurde nichts, da die Wohnungen komplett leer waren. Der Schaden an den Türen wird auf ca. 1.200 Euro geschätzt. Zeugenhinweise bitte an die Polizei Mainburg unter der Tel.-Nr.
08751/8633-0.
 
Verkehrsdelikt
ROHR/NB.. Nötigung und Beleidigung im Straßenvekehr
Ein 40jährige Pkw-Fahrerin aus Rottenburg/Laaber befuhr die Staatsstraße 2230 von Bachl in Richtung Rohr. Dabei fuhr ihr der Fahrer eines Citroen Saxo zunächst dicht auf, überholte sie und bremste sie zweimal bis zum Stillstand aus. Dabei zeigte er ihr noch mehrfach den ausgestreckten Mittelfinger. Die Ermittlungen bezüglich des bisher unbekannten Fahrers dauern noch an.
 
Karl Kneitinger
Polizeioberkommissar