Logo Polizei Niederbayern (Foto: br-medienagentur)Verkehrsunfallstatistik 2018 des Polizeipräsidiums Niederbayern

Verkehrsunfälle in Niederbayern leicht gestiegen. 89 getötete Verkehrsteilnehmer in 2018.

Gesamtunfallentwicklung
Mit einem Anstieg von unter 1 % sind die Unfallzahlen in Niederbayern geringer als die bayerischen Vergleichszahlen gestiegen. Insgesamt 42.561 Verkehrsunfälle wurden im letzten Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern aufgenommen. Dabei wurden 7.239 Personen verletzt (6.994 in 2017) und 89 getötet (83 in 2017).
Grafik zur Statistik der Verkehrsunfälle in 2018 (Foto: Polizeipräsidium Niederbayern)
Begriffserklärung:
VU gesamt: Alle polizeilich erfassten Verkehrsunfälle
VUPS: Verkehrsunfälle mit Personenschaden
VUSA: Verkehrsunfälle mit Begehung einer schwerwiegenden Verkehrsordnungswidrigkeit
VUK: Kleinunfälle (sonstige)
Durch Verkehrsunfälle verletzte Personen (Grafik: Polizeipräsidium Niederbayern)Durch Verkehrsunfälle verletzte Personen (Grafik: Polizeipräsidium Niederbayern)

Im Straßenverkehr getötete Personen (Grafik: Polizeipräsidium Niederbayern)Im Straßenverkehr getötete Personen (Grafik: Polizeipräsidium Niederbayern)

Unfälle durch überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit
Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit ist bei den Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten seit Jahren die Hauptunfallursache Nummer eins. 1.669 Verkehrsunfälle wegen überhöhter bzw. nicht angepasster Geschwindigkeit wurden im letzten Jahr auf Niederbayerns Straßen registriert, und damit fast 5 % weniger als in 2017. Dabei wurden 1.106 Personen verletzt (1.100 in 2017) und 24 getötet (28 in 2017).

Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss
Alkoholeinfluss war 2018 bei nahezu 1,3 % (543) der Unfälle eine der Hauptunfallursachen. Fast zwei Drittel der Alkoholunfälle zogen für die Beteiligten Verletzungen nach sich, 12 wurden sogar dabei getötet. Im 10-Jahresvergleich können wir in Niederbayern mit 543 alkoholbedingten Unfällen einen Rückgang von ca. 6,2 % verzeichnen.
In 66 Fällen (53 in 2017) wurde im vergangenen Jahr Drogeneinfluss bei einem der Unfallbeteiligten festgestellt. Die Drogenunfälle bewegen sich damit über dem Vorjahresniveau. 41 Verkehrsteilnehmer wurden dabei verletzt und vier getötet.

Ablenkung im Straßenverkehr
Ablenkung im Straßenverkehr spielt bei Verkehrsunfällen eine immer größere Rolle. Entweder durch verbotswidrige Nutzung des Mobiltelefons, aber auch durch technische Neuerungen im Fahrzeug. Oft ereignen sich dadurch Verkehrsunfälle durch Abkommen von der Fahrbahn, Verkehrsunfälle im Begegnungsverkehr oder Auffahrunfälle.
Ablenkung findet sehr stark im subjektiven Bereich des Fahrers statt. Dies erschwert eine statistische Erhebung eines Anteils am Gesamtunfallaufkommen.

Unfälle unter Beteiligung "Junger Erwachsener"
Als „Junge Erwachsene“ werden Verkehrsteilnehmer im Alter von 18 bis 24 Jahren bezeichnet. Mangelnde Erfahrung, Überschätzung der eignen Fähigkeiten und das Unterschätzen kritischer Verkehrssituationen werden dieser Verkehrsbeteiligungsgruppe immer wieder zum Verhängnis. Die Verkehrsunfälle mit Beteiligung „Junger Erwachsener“ gingen von 2017 auf 2018 um knapp 1,6 % zurück. Die Verletzten sanken um über 3,9 %, die Getöteten halbierten sich sogar von 15 (in 2017) auf sieben (in 2018).

Unfälle mit motorisierten Zweirädern
Die Folgen bei einem Unfall mit einem Motorrad sind meist gravierender als mit einem Pkw. Fast jeder Motorradunfall ist für den Biker mit Verletzungen verbunden. Die Unfallzahlen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 1.024 auf 1.062. In knapp 93,8 % der Unfälle hatte dies im letzten Jahr für den Motorradfahrer Verletzungen zur Folge. 22 motorisierte Zweiradfahrer verloren in 2018 ihr Leben. Im Vorjahr starben 16 motorisierte Zweiradfahrer bei Verkehrsunfällen. Dies bedeutet, dass jeder vierte getötete Verkehrsteilnehmer in Niederbayern ein Motorradfahrer war.

Fahrradunfälle
Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern ist im Vergleichszeitraum von 1.076 im Jahr 2017 auf 1.229 im Jahr 2018 gestiegen. Leider hat sich auch die Zahl der getöteten Fahrradfahrer von 4 auf 6 Personen erhöht.

Unfälle mit Beteiligung von Senioren
In der Verkehrsunfallstatistik werden Personen ab 65 Jahren als Senior definiert. Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Senioren sind im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern in 2018 leicht auf 2.910 (5,4 %) angestiegen. Die Anzahl der Verletzten stieg im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10,3 % an, die Getöteten blieben mit 17 unverändert zum Vorjahreszeitraum.

Verkehrsunfälle auf Bundesautobahnen
Durch den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern ziehen sich die Bundesautobahnen, A 3, A 92, A 93 und A 94. Insgesamt 2.174 Verkehrsunfälle auf Bundesautobahnen wurden im letzten Jahr polizeilich erfasst. Mit 505 verletzten Personen bedeutet dies einen Anstieg zum Vorjahreszeitraum um ca. 3,3 %. Die Getöteten stiegen von sieben auf neun.

Wildunfälle
15.629 Wildunfälle wurden im vergangenen Jahr dem Polizeipräsidium Niederbayern gemeldet, fast 3,4 % mehr als im Vorjahr. Wildunfälle sind Unfälle, bei denen es zu einer Kollision mit so genanntem Haarwild (Reh, Fuchs, Hase, Wildschwein) kommt. Der Anteil der Wildunfälle am Gesamtunfallaufkommen beträgt somit mehr als ein Drittel (36,7 %).

Schulwegunfälle
Seit 2011 wurde kein Schüler mehr auf dem Weg zur oder von der Schule getötet. Mit 52 Schulwegunfällen in 2018 verzeichneten wir knapp 7,1 % weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der verletzten Schüler stieg im letzten Jahr um 24,6 % an.
Grafik zur Statistik der Schulwegunfälle (Grafik: Polizeipräsidium Niederbayern)Grafik zur Statistik der Schulwegunfälle (Grafik: Polizeipräsidium Niederbayern)

Polizeiliche Präventions- und Verkehrssicherheitsarbeit
Ziel der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit ist es die Anzahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren und die Unfallfolgen zu minimieren. Durch zahlreiche Präventionsveranstaltungen, Unterrichte an Schulen und schwerpunktorientierte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen soll die Verkehrssicherheit in Niederbayern nachhaltig verbessert werden.
Polizeipräsidium Niederbayern, Pressestelle PHK Johann Lankes

Zugbegleiterin Handy entrissen – Zeugen des Vorfalls gesucht
PLATTLING, LKR. DEGGENDORF. Am Donnerstag, 21.02.2019, gegen 11.00 Uhr, entriss ein 44-jähriger Fahrgast einer 55-jährigen Zugbegleiterin das Handy. Die Kriminalpolizei Deggendorf ermittelt.
Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der 44-Jährige vormittags mit dem Zug von Deggendorf nach Plattling. Am Bahnhof in Plattling sprach er eine Zugbegleiterin an, dass er vorher beim Kauf des Tickets im Zug bei einer anderen Zugbegleiterin zu wenig Wechselgeld bekommen habe. Nach einer kurzen Diskussion wollte diese zur Klärung des Vorfalls mit ihrem dienstlichen Mobiltelefon die Polizei verständigen. Der 44-Jährige entriss ihr dabei das Handy und flüchtete damit.
Im Rahmen der Fahndung konnte der Mann von Beamten der Bundespolizei in der Nähe des Bahnhofes in Plattling festgenommen werden. Das Handy konnte sichergestellt und wieder ausgehändigt werden. Die Zugbegleiterin wurde durch den Vorfall nicht verletzt. Der 44-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis Deggendorf wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Da der Verdacht eines Raubdeliktes vorliegt, hat die Kriminalpolizei Deggendorf in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen des Vorfalls. Sachdienliche Hinweise bitte an die Kripo in Deggendorf, Tel. 0991/3896-0 oder jede andere Polizeidienststelle.
Polizeipräsidium Niederbayern, Pressestelle PHK Johann Lankes

Kontrollaktion der Kripo Passau
PFARRKICHEN, LKR. ROTTAL-INN. Am Donnerstag, 21.02.2019, startete in den frühen Morgenstunden die Kripo Passau mit Unterstützung zahlreicher Einsatzkräfte von Bayerischer Bereitschaftspolizei, Diensthundeführern der Operativen Ergänzungsdienste Passau sowie Beamten der Pfarrkirchener Polizei eine Kontrollaktion mit Schwerpunkt Rauschgift.
Den gestern durchgeführten Kontrollen gingen umfangreiche Ermittlungen der Passau Kripo zusammen mit der Polizei in Eggenfelden und Pfarrkirchen voraus. Bereits im Oktober 2018 ist es gelungen, vier tatverdächtige Männer im Alter zwischen 19 und 23 Jahren zu ermitteln – die Männer standen im Verdacht, mit Betäubungsmitteln zu handeln und dabei auch die Asylbewerberunterkunft in Pfarrkirchen mit Rauschgift zu beliefern. Bei den damaligen Ermittlungen wurden rund 2,3 Kilogramm Marihuana und 160 Gramm Kokain sichergestellt. Gegen zwei der Männer, einen 20-jährigen und 22-jährigen Syrer, erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut bereits Ende November vergangenen Jahres Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Im Fokus der Kontrollen standen dabei die Asylbewerberunterkunft in Pfarrkirchen sowie das Umfeld des Bahnhofsgeländes. Hinweise, z. T. auch aus der Bevölkerung, begründeten die Annahme, dass sich die Asylbewerberunterkunft in der Vergangenheit zu einer Anlaufadresse für Käufer, insbesondere von Cannabisprodukten und Amphetaminderivaten etabliert hat. Polizeilichen Erkenntnissen nach suchten in der Vergangenheit auch immer wieder Schüler umliegender Schulen die Unterkunft zum Kauf von Betäubungsmitteln auf.
Auch das Umfeld des Bahnhofsgeländes hatten die Beamten im Visier – Hinweisen zufolge soll im Bereich des Bahnhofes neben Betäubungsmitteln auch mit Ausweichdrogen sowie mit gefälschten Rezepten gehandelt werden.
Die polizeilichen Maßnahmen, die zum einen aus präventiven Gründen aber auch zur Erlangung weiterer Erkenntnisse über die örtliche und überörtliche Rauschgiftszene diente, sind ohne Zwischenfälle gegen 15.00 Uhr beendet worden. Vier Personen wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen, bei rund zwei Dutzend Personen wurden die Personalien festgestellt .
Bei einem 18-jährigen Golffahrer stellten die Beamten drogentypische Ausfallerscheinungen fest, außerdem hatte der Mann eine geringe Marihuana im Fahrzeug dabei – er musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss sowie wegen Verstoß nach dem Betäubungsmittelgesetz, ein 48-jähriger Pockinger führte ein nach dem Waffengesetz verbotenes Einhandmesser mit. Bei einem 26-jährigen Pfarrkirchener sowie einem 32-Jährigen aus Ghana wurden jeweils eine geringe Menge Betäubungsmittel aufgefunden.
Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher Günther Tomaschko, KHK


Polizeiinspektion Kelheim

Fahren ohne Fahrerlaubnis
BAD ABBACH (LKRS. KELHEIM). Am Donnerstag wurde gegen 19:25 Uhr ein Pkw Opel auf der B16 bei Bad Abbach einer Verkehrskontrolle unterzogen. Der 56-jährige Fahrzeugführer zeigte eine Kopie eines irakischen Führerscheins vor. Es wurden Ermittlungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Bisherige Erkenntnisse ergaben, dass der Mann bereits seit 2016 in Deutschland ist. Sein Originalführerschein befindet sich derzeit bei einer Fahrschule, wo er eine deutsche Fahrerlaubnis erlangen will.
 
Kennzeichenmissbrauch
BAD ABBACH (LKRS. KELHEIM). Am Donnerstag konnten Beamte der PI Kelheim gegen 18:00 Uhr einen Pkw Fiat Punto auf einem Parkplatz in der Fußgängerzone von Bad Abbach feststellen, an dessen Kennzeichen weder Zulassungsstempel noch TÜV-Plakette angebracht waren.
Bei der weiteren Überprüfung wurde festgestellt, dass die Kennzeichen nicht für diesen Pkw ausgegeben waren. Sowohl Pkw, als auch Kennzeichen wurden vorerst sichergestellt. Es wurden Ermittlungen wegen Kennzeichenmissbrauch eingeleitet. Außerdem müssen die Eigentumsverhältnisse des Pkw und der Kennzeichen noch geklärt werden.
 
Verkehrskontrolle
KELHEIM. Am Donnerstag wurde um 08:05 Uhr ein Pkw Ford in der Regensburger Straße in Kelheim einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Beim 47-jährigen Fahrzeugführer aus dem Landkreis Regensburg konnte Alkoholgeruch festgestellt werden. Ein Atemalkoholtest bestätigte eine Alkoholisierung im Ordnungswidrigkeitenbereich.
 
Erstellt von PK Bohms


Polizeiinspektion Mainburg

Verkehrsunfall
ROHR/NB.. Auffahrunfall auf BAB
Beim Ausscheren zum Überholen eines Lkw, auf der A93, Höhe Bachl, am 21.02., um 08.45 Uhr, übersah ein 62jähriger Pkw-Fahrer aus Eching ein auf der linken Fahrspur ankommendes Fahrzeug. Der Fahrer dieses Pkw konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf das ausscherende Fahrzeug auf. Dabei wurde niemand verletzt, der Gesamtschaden wird auf ca. 15.000 Euro geschätzt.
 
Arbeitsunfall
WILDENBERG. Bei Baumfällarbeiten verletzt
Beim Fällen einer größeren Buche in einem Waldstück bei Willersdorf am 21.02., um 11.30 Uhr, wurde ein 61jähriger Mann aus Schierling schwer verletzt. Ein ca. 10cm dicker Ast, der abbrach, fiel dem Mann auf den Kopf. Der getragene Schutzhelm zerbrach dabei. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Regensburg verbracht.
 
Diebstahl
ROHR/NB. Ladendiebstahl
Eine Gruppe von fünf Männern aus dem südlichen Landkreis Landshut, im Alter zwischen 26 und 59 Jahren, wurden am 21.02., um 15.50 Uhr in einem Verbrauchermarkt in Rohr von einem Ladendetektiv dabei beobachtet, wie sie verschiedenste Waren aus den Regalen nahmen und in ihrer Kleidung verstauten. Nachdem zwei der Täter nach der Kasse auf den Diebstahl angesprochen wurden, entledigten sich die anderen drei der eingesteckten Sachen wieder. Gegen alle fünf wird Anzeige wegen vollendeten bzw. versuchten Ladendiebstahls erstattet. Das nach der Kasse bei den zwei Männern festgestellte Diebesgut hatte einen Wert von 33 Euro.
 
Unfallflucht
MAINBURG. Pkw angefahren
Am 21.02., in der Zeit von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr, wurde ein auf dem Griesplatz abgestellter VW Golf von einem bisher unbekannten Fahrzeug-Führer angefahren. Dabei wurde der vordere linke Kotflügel und die Stoßstange des Golf beschädigt. Schaden: ca. 2.500 Euro. Zeugenhinweise bitte an die Polizei Mainburg unter der Tel. 08751/8633-0.
 
Karl Kneitinger
Polizeioberkommissar