PolizeilogoneuPolizeiinspektion Kelheim

Vermehrtes Auftreten von Anrufen mit dem Phänomen „Call ID Spoofing“

LKRS. KELHEIM: Präventionshinweis der Polizeiinspektion Kelheim

Im Zeitraum zwischen 15.12.2016 bis 05.01.2017 wurden insgesamt neun Fälle des neuen Phänomens „Call ID Spoofing“ bei den Polizeiinspektionen des Landkreises Kelheim zur Anzeige gebracht.

Das Vorgehen der bislang noch unbekannten Täter beschreibt sich wie folgt. Die Geschädigten werden von einer in der Regel nicht existierenden Rufnummer angerufen. Es stellt sich eine Person vor, welche sich als Polizeibeamter der örtlichen Polizei ausgibt. Im Anschluss wird den Geschädigten erklärt, dass Einbrecher festgenommen wurden und bei ihnen ein Zettel mit der Anschrift der Geschädigten gefunden wurde. Nun werden die Geschädigten über ihre Gewohnheiten, Vermögensverhältnisse und die Mitbewohner befragt.
Auffallend war bei den angezeigten Fällen, dass all diese Personen im Telefonbuch verzeichnet waren und gesetzteren Alters waren.

Möglich sind diese Anrufe mit den nicht existenten Rufnummern durch Internettelefonie, bzw. das Verwenden von „Voice over IP“. Dabei wird der Geschädigte vom Täter über das Internet angerufen, wobei er eine fiktive Rufnummer eingeben kann, welche es dem Geschädigten anzeigt. Eine Rückverfolgung gestaltet sich daher schwer, da die Täter meist Anbieter aus dem Ausland verwenden. Weiterhin war bei den zur Anzeige gebrachten Fällen auffallend, dass die Rufnummern mit der „110“ endeten, oder eine Münchener Vorwahl „089“ verwendet wurde.

Die Polizei warnt eindringlich vor derartigen Anrufen und rät daher, dass Personen, welche solche Anrufe erhalten keine Auskünfte geben und diesen Vorfall bei der örtlich zuständigen Polizei melden. Es wird hier nochmals deutlich darauf hingewiesen, dass die Polizei weder mit einer Rufnummer, welche mit der „110“ endet bei der Bevölkerung anruft, noch derartige Auskünfte über das Telefon erbittet.

Erstellt POM Hampel, PI Kelheim

 

„Jagd-Unfall“

Westlicher Lkr. Kelheim
Montag, 02.01.2017, gg. 20.00 Uhr

Auf der Fuchsjagd im westlichen Landkreis Kelheim erschießt ein Jäger „versehentlich“ einen Hund.

Vergangenen Montag, 02.01.2017, gg. 20.00 Uhr war ein 38jähriger Hundehalter mit seinem Mischlingshund (11 Monate alt) spazieren im Gemeindejagdrevier Schwaig.
Hier kam es schließlich zu einem tragischen Vorfall.
Ein 29jähriger Jäger verwechselte den frei laufenden Hund mit einem Fuchs und erlegte diesen mit einem Schuss aus seiner Jagdbüchse.

Zwischen dem Hundehalter, der sich nicht weit davon aufhielt und dem Jäger kam es daraufhin zu einer Handgreiflichkeit.
Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte war der Jäger offensichtlich nicht unerheblich alkoholisiert und zudem mit seinem Pkw zur Jagd gefahren.

Die Jagdwaffe des Schützen wurde sichergestellt, eine Blutentnahme war die Folge.

Den bisherigen Ermittlungen zu Folge, ist dem Jäger beim sog. „Ansprechen“ des Wildes (Begriff aus der Jägersprache), dieser folgenschwere Fehler unterlaufen. Eine Schussabgabe ist Jägern nur erlaubt, wenn das anvisierte Stück Wild zweifelsfrei bestimmt werden kann. Eine Alkoholisierung könnte hier natürlich eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben.

Auf jeden Fall muss sich der Jäger nun wegen in Frage kommender Verstöße nach dem Tierschutzgesetz, Trunkenheit im Straßenverkehr und möglichen jagdrechtlichen Bestimmungen verantworten. Für ihn stehen nun nicht nur der Verlust des Führerscheines, sondern auch seines Jagdscheines sowie der Verlust seiner Jagdwaffen auf dem Spiel!

Erstellt EPHK Banczyk, PI Kelheim

 

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

TEUGN, (LKRS. KELHEIM): Unbekannter Fahrzeugführer fährt gegen Gartenzaun.

Am 04.01.2017, gegen 08.00 Uhr, fuhr ein bislang unbekannter Täter mit einem unbekannten Fahrzeug gegen einen Gartenzaun in der Saalhaupter Straße und entfernte sich, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern.
Ein vager Tatverdacht besteht gegen einen unbekannten weißen Pkw, der zur Tatzeit an der Unfallstelle bemerkt wurde.
Der Schaden wird auf ca. 500 Euro geschätzt.

Amtsanmaßung

NEUSTADT (LKRS.KELHEIM): Unbekannter Täter gibt sich als Polizeibeamter aus.

Am 04.01.2017, gegen 22.00 Uhr, rief ein bislang unbekannter Täter bei einer Frau in Neustadt an und gab sich als Polizeibeamter der Polizeiinspektion Kelheim aus. Der sagte, er hätte zwei Ungarn beim Einbruch festgenommen und hätte dabei einen Zettel gefunden, auf der die Adresse der Dame gestanden wäre. Anschließend fragte er die Dame noch bestimmten Lebensgewohnheiten aus und beendete anschließend das Gespräch.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Anrufen und bittet darum ein gesundes Misstrauen vor fremden Anrufen an den Tag zu legen.

Erstellt von PHK Michl


Polizeiinspektion Mainburg

Verkehrsunfall auf der A93

HAUSEN. Hängengebliebener Sattelzug löst Unfälle aus.

Weil ein bulgarischer Sattelzug eines 65jährigen Bulgaren an einer Steigung auf der A 93 bei Hausen, Fahrtrichtung Regensburg, hängenblieb, kam es am 04.01.2017 gegen 13.56 Uhr zu weiteren Unfällen. Der Sattelzug des Bulgaren stellte sich aufgrund der Steigung bei schneeglatter Fahrbahn quer und blockierte so die rechte Fahrspur. Nachfolgende Fahrzeuge mußten auf die linke Fahrspur wechseln. Dies schafften ein 37jähriger Russe mit seinem Volvo und eine 19jährige Mini-Fahrerin aus Beratzhausen nicht ganz folgenlos, sie kollidierten beim Wechseln des Fahrstreifens miteinander. Am russischen Volvo entstand ein Sachschaden in Höhe von 1000 Euro, am Mini ein Schaden in Höhe von 500 Euro. Verletzt wurde dabei niemand.
Im weiteren Verlauf prallte dann noch eine nachfolgende 26jährige BMW-Fahrerin aus Regensburg beim Fahrstreifenwechsel gegen den linken Bordstein und anschließend gegen den Pkw Mini. Verletzt wurde auch hier niemand, der Sachschaden am BMW beläuft sich auf rund 1000 Euro, er mußte abgeschleppt werden.
Der hängengebliebene bulgarische Sattelzug wurde mit schwerem Gerät freigeschleppt, der konnte seine Fahrt unbeschädigt fortsetzen.
Zur Absicherung der Unfallstelle befand sich auch die Autobahnmeisterei mit Einsatzfahrzeugen vor Ort um eine sichere Unfallaufnahme zu gewährleisten.

Betrug

SIEGENBURG. Nach Pannenhilfe geflüchtet.

Am 02.01.2017 gegen 04.22 Uhr bestellte ein bis dato Unbekannter über den ADAC einen Pannenhilfsdienst, da ihm auf der BAB A 93 bei Siegenburg, Fahrtrichtung Holledau sein Citroen C4 mit tschechischer Zulassung liegenblieb. Der verständigte Abschleppdienst stellte vor Ort dann fest, daß beim Citroen der Treibstofftank leer war, befüllte ihn mit einem Reservekanister und bat den Fahrer um Begleichung der Einsatzkosten. Der hatte angeblich kein Bargeld dabei und er schlug vor, daß beide zum nächsten Geldautomaten fahren um dort Bargeld abzuheben. Der Unbekannte fuhr mit seinem weißen Citroen C4 voraus, bog im Verlauf der Fahrt plötzlich ab und flüchtete. Der 61jährige Pannenhelfer aus Neustadt konnte da nicht mehr folgen und blieb auf den Kosten für Sprit, Arbeitszeit und Abschleppfahrzeug in Höhe von rund 180 Euro sitzen.
Bei dem Betrüger handelte es sich um einen ca. 55 Jahre alten, rund 175 cm großen Mann, mit vermutlich tschechischer Nationalität. Da von dem Pkw das tschechische Kennzeichen bekannt ist, wird nun versucht über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Schwandorf den Betrüger zu ermitteln.

Ausspähen von Daten

MAINBURG. Ebay-Konto geknackt.

Weil am 08.12.2016 über ihr ebay-Konto, vermutlich in betrügerischer Absicht, eine Samsung-Uhr zum Verkauf angeboten wurde, die Kontoinhaberin, eine 35jährige Mainburgerin jedoch nichts eingestellt hatte, erstattete sie Anzeige bei der PI Mainburg wegen Ausspähens von Daten. Bei weiteren Recherchen wurde auch noch bekannt, daß ihr Email-Account bei Yahoo ebenfalls geknackt wurde und über ihren Amazon-Account auch noch der Download eines PC-Spiels geordert wurde.
Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

Unfallflucht

BAB ABBACH. Unbekannter rauscht in die Leitplanken.

Wie erst gestern mitgeteilt wurde, verursachte ein bis dato Unbekannter mit seinem Fahrzeug in der Zeit vom 17.11.2016 bis 23.11.2016 auf der B 15n im Bereich Bad Abbach einen massiven Leitplankenschaden. Er demolierte rund 16 Meter Leitplanken, der dadurch entstandene Schaden beläuft sich auf rund 1550 Euro. Bis dato wartet die Autobahnmeisterei noch auf die Meldung des Verursachers. Welche Beschädigungen das Verursacherfahrzeug bei der Kollision mit der Leitplankeneinrichtung davongetragen hat ist nicht bekannt.
Hinweise auf den Verursacher bitte unter 08751-8633-0 an die PI Mainburg.

Mehrere VU wegen winterlicher Straßenverhältnisse

Insgesamt wurden am 04.01.2016 tagsüber im Bereich der PI Mainburg 6 VU gemeldet, die aber allesamt glimpflich abliefen.
Hier die bemerkenswerten Unfälle:

Eine leichtverletzte durch Verkehrsunfall

ATTENHOFEN. Überschlag eines Audi.

Am 04.01.2017 gegen 19.10 Uhr befuhr eine 35jährige Audi-Fahrerin aus Pfeffenhausen die KEH 31 bei Rannertshofen, kam aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn ins Bankett, schleuderte nach links und überschlug sich im angrenzenden Graben. Die Unfallverursacherin wurde bei dem VU leicht verletzt, der Sachschaden am Audi beläuft sich auf rund 10000 Euro, Fremdschaden entstand nach derzeitigem Stand keiner.
Die Unfallverursacherin wird angezeigt.

Verkehrsunfall bei Puttenhausen

MAINBURG. Polnischer Pkw überschlägt sich.

Mit seinem Volvo kam ein 56jähriger Pole aus Mainburg am 04.01.2017 gegen 17.39 Uhr auf der B 301 kurz nach Puttenhausen wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn von der Fahrbahn ab und überschlug sich im angrenzenden Feld. Verletzt wurde dabei niemand, der Sachschaden beläuft sich auf rund 2000 Euro.

Verkehrsunfall auf der A93

HAUSEN. Ford-Fahrerin schleudert in den Graben.

Am 04.01.2017 gegen 08.45 Uhr befuhr eine 25jährige Ford-Fahrerin aus Obertraubling die A 93 bei Hausen in Fahrtrichtung Holledau als sie wegen nichtangepaßter Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn in Schleudern geriet und trotz diverser
eingeleiteter Fahrmanöver letztendlich im Graben landete. Verletzt wurde sie dabei nicht, der Sachschaden am Ford ist mit 500 Euro relativ gering, Fremdschaden entstand keiner.

Verdächtige Wahrnehmung

BIBURG. Unbekannter gibt sich als Polizeibeamter aus.

Am 04.01.2017 gegen 23.50 Uhr meldete sich bei einer 51jährigen Biburgerin ein bis dato Unbekannter per Telefon mit der Notrufnummer 110 und gab sich als Polizeibeamter aus. Bei dem folgenden Gespräch gab er ihr gegenüber an, daß bei einer Hausdurchsuchung Unterlagen mit ihrer Anschrift gefunden worden wären und deswegen gleich eine Polizeistreife bei ihr vorbeikommen würde.
Gekommen ist dann jedoch niemand, die Dame verständigte richtigerweise gleich die PI Mainburg.
Die Polizei weist darauf hin, das bei Anrufen von angeblichen Polizeibeamten immer nach dem Namen und der Dienststelle des Anrufers gefragt werden sollte. Man kann dem Anrufer bei entsprechendem Verdacht auch anbieten zurückzurufen. Die Polizei ruft niemals mit der Anrufnummer 110 an, bei dem vorliegendem Fall versuchte vermutlich der Täter mit dem „Call-ID-Spoofing“ Beute zu machen, d.h. beim Anruf erscheint eine vom Täter selbst generierte Telefonnummer, meistens mit den Endnummern 110 um einen Bezug zur Polizei vorzugaukeln. So wird oftmals vom Angerufenen verlangt eine Überweisung zugunsten eines vom Täter angegeben Kontos zu tätigen um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden.
Weitere Hinweise bitte an die PI Mainburg unter 08751-8633-0.

 

Anton Pfaller
Polizeihauptkommissar