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Das Einzelprojekt „Ethik der Universität“ erhält eine Sachbeihilfe der DFG in Höhe 203.000 Euro.

Die Leitung des Projekts obliegt Prof. Dr. Bernhard Laux, der an der Fakultät für Katholische Theologie die Professur für Theologische Sozialethik inne hatte.
Logo Universität Regensburg (Grafik: Universität Regensburg)Im Alltag von Forschung und Lehre ist die Universität der Hintergrund, vor dem „etwas in der Welt“ in den Blick genommen wird. Erstaunlich selten aber rückt die Universität als Institution und Organisation selbst in den Fokus wissenschaftlicher Arbeit, obwohl sie vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Gestaltungsbestrebungen ausgesetzt ist. Das vom Sozialethiker Prof. Dr. Bernhard Laux geleitete und von der DFG geförderte Forschungsprojekt zielt auf die Klärung grundlegender normativen Anforderungen an die Strukturen und Prozesse der Universität: Die Vielfalt der Leistungsanforderungen und Systembezüge der Universität erfordert eine differenzierte ethische Reflexion für Forschung, akademische Bildung und Selbstverwaltung. Zugleich wird der Gedanke verfolgt, dass eine der wissenschaftlichen Kommunikation inhärente Normativität die Aufgabenbereiche verbindet und eine gemeinsame universitätsspezifische Orientierungsgrundlage bilden kann.
In der gesellschaftlichen Nutzung von Leistungen der Universität kommen weitere Deutungsaspekte, Urteilskriterien und Systemlogiken zur Geltung. Anwendungsfragen können somit weder durch die Wissenschaft noch ohne sie geklärt werden; sie verstricken die Universität aber in normative gesellschaftliche Debatten, führen zu einer Mitverantwortung für Folgen und erfordern eine entwickelte ethische Reflexionsfähigkeit in der Universität – in Form von ethischer Urteilskompetenz ihrer Mitglieder und von Strukturen der Ethikberatung. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei im Projekt die Anforderungen an die akademische Bildung, durch die Universitäten in besonderer Weise in die Gesellschaft hineinwirken.
„Ungewöhnlich ist, dass ich dieses Projekt mit DFG-Förderung im Ruhestand leite“, eklärt Prof. Laux, der sich seit 1. April 2021 im Ruhestand befindet. Allerdings gibt es von Seiten der DFG keine diesbezügliche Altersbeschränkung. Thematisch und methodisch gehört das Projekt der „Theologischen Sozialethik“ an, die sich als Fach der Katholischen Theologie mit der gerechten Gestaltung gesellschaftlicher Strukturen und Institutionen befasst.
Die Förderung bezieht sich im wesentlichen auf die Finanzierung der Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin. Die Projektdauer beträgt 3 Jahre.
„Diese Förderung ist schon in Nicht-Pandemie-Zeiten ein Grund zur Freude und Gratulation an Prof. Dr. Laux, ganz besonders in Zeiten wie diesen rückt jedoch die Verantwortung der Universität und die Bedeutung der Wissenschaft in den Vordergrund. Um so mehr freut es mich, dass ein Projekt wie dieses eine entsprechende Würdigung erhält“, so Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg.
 
 
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