Gurt- und Kindersicherungspflicht im Fokus der Kontrollen

Polizei Niederbayern (Symbolfoto)Die Schülerinnen und Schüler in Niederbayern haben ihre erste Woche nach den Sommerferien – oder auch ihre erste Schulwoche überhaupt – hinter sich. Die Verkehrsbilanz fiel bis auf vereinzelte Gurtmuffel überwiegend positiv aus.
Zum Schulbeginn führten die Polizeidienststellen in Niederbayern vielerorts Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durch. Neben Geschwindigkeitsmessungen im besonderen Fokus der Kontrollen: Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht. Dabei waren die Kontrollkräfte vor allem im Bereich von Schulen, Kindergärten und auf den von Schülern stark frequentierten Schulwegen im Einsatz.
Kontrollergebnisse
Rund 510 niederbayerischen Polizisten haben sich an den Kontrollen beteiligt und über 630 Verkehrsverstöße beanstandet. 160 Verstöße entfielen auf nicht angelegte Sicherheitsgurte, in 93 Fällen mussten nicht ausreichend gesicherte Kinder festgestellt werden.
So kam es beispielsweise bei Kontrollen im Bereich der Polizeiinspektion Pfarrkirchen zu mehreren Beanstandungen, weil transportierte Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert waren. Ein dreijähriges Kind saß ungesichert auf dem Schoß einer Beifahrerin, ein fünfjähriges Kind saß ohne Sicherheitsgurt auf der Rücksitzbank. Beide Verstöße wurden mit einem Bußgeld in Höhe von 60€ geahndet.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Gefahren von unzureichender Insassensicherung hin. Im Jahr 2020 registrierte die Polizei Niederbayern 21 schwerverletzte und fünf getötete Verkehrsteilnehmer, die auf die Missachtung der Insassensicherungspflicht zurückzuführen sind. Die Fahrzeugführer sind hier in der Pflicht, für eine vorschriftsmäßige Sicherung - insbesondere ihrer kleinen - Mitfahrer zu sorgen. Hier wird bereits ein Grundstein für ein ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein und verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr gelegt. Seien Sie Vorbilder! Erziehen Sie Vorbilder!
Ablenkung im Straßenverkehr
Im Jahr 2020 waren über 5% der Verkehrsunfälle auf Ablenkung der Fahrzeuglenker zurückzuführen. Dabei geht es zwar primär um die Ablenkung durch das Smartphone, aber auch durch Mitfahrer. Insbesondere wenn für den Schulweg Fahrgemeinschaften gebildet werden, soll bereits im Vorfeld das korrekte Verhalten im Auto gelernt werden, um das Ablenkungspotential betroffener Elterntaxis möglichst gering zu halten. Dass nur so viele Kinder, wie Sitzplätze und Sicherheitsgurte vorhanden sind, transportiert werden dürfen, sollte selbstverständlich sein, sei aber an dieser Stelle ergänzend ebenfalls erwähnt. Und dass der Griff zum Handy, während Kinder mit an Bord sind, auch mehr als deplatziert ist, sollte ebenfalls klar sein.
Dunkle Jahreszeit beginnt – Vorsicht ist geboten
Insbesondere mit der bevorstehenden Herbstzeit ist in den kommenden Wochen erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Die erste Unsicherheit der Schulanfänger legt sich und die Kinder begehen ihren Schulweg womöglich etwas leichtsinniger. Hinter Autos oder sonstigen Hindernissen hervorlaufende Kinder, Ballspielen an Bushaltestellen, unzureichendes Einschätzungsvermögen hinsichtlich der Geschwindigkeit von herannahenden Fahrzeugen, mangelhafte Sichtbarkeit. Viele Risiken lauern, doch die allermeisten lassen sich mit einer Regel umgehen: Fuß vom Gas und bremsbereit sein!
 
 
 
Polizeipräsidium Niederbayern
Pressestelle
Carina Eder
Kriminaloberkommissarin
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