Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern unterstützen französische Behörden

Polizeilogo Niederbayern (Foto: br-medienagentur)PASSAU. In einer länderübergreifenden Aktion ist unter der Leitung französischer Behörden am 23.03.2021 ein empfindlicher Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen.
Dass die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern bereits mehrfach Erfahrungen im Bereich internationaler polizeilicher Zusammenarbeit bewiesen haben, belegen die jüngsten Ermittlungserfolge gegen international agierende Call-Center-Betrüger wie beispielsweise im Kosovo oder in der Türkei.

Im Fokus der Ermittlungen stand bereits seit längerer Zeit eine organisierte Gruppe Krimineller, die sich u. a. im großen Umfang auf Geldwäsche im Zusammenhang mit Rauschgiftgeschäften spezialisiert hat.

Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern übermittelte den französischen Behörden nach und nach hierzu wesentliche Erkenntnisse aus fast dreijähriger Ermittlungstätigkeit. Am 23.03.2021 unterstützten mehrere Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern die französischen Justizbehörden beim Vollzug der Durchsuchungsbeschlüsse im westlichen Hessen, Saarbrücken, Plochingen und Weinheim (BW).

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen, die von den europäischen Zentralbehörden EUROPOL und EUROJUST koordinierend begleitet wurden, konnten die Ermittler neben dem Vollzug von vier europäischen Haftbefehlen, die durch die französische Justiz erlassen worden waren, mehrere Luxusfahrzeuge und rund 30.000 Euro Bargeld sicherstellen. Zudem wurden in Luxemburg mehrere Bankkonten, Grundstücke und Immobilien im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Serben im Alter zwischen 40 und 47 Jahren sowie um einen 40-jährigen Bosnier.

Die Pressemeldung der Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) ist über nachfolgenden Link abrufbar.

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Polizeipräsidium Niederbayern