Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
IMG 4251 Kopiealle Augen sind bereits auf die Adventszeit gerichtet, auf das kommende Weihnachtsfest im Familien- oder Freundeskreis, auf ein paar Tage Entspannung und Besinnlichkeit. Im Namen der Stadt wünsche ich Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, liebe Menschen um Sie herum und erholsame Momente, um Kraft und Ideen für eine gutes und persönlich erfüllendes neues Jahr zu sammeln.
Im abgelaufenen Jahr haben wir besonders in der Bewältigung der Unterbringung von Hilfesuchenden hervorragende Arbeit geleistet. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck formulierte es angesichts solch hoher Herausforderungen so: „Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich“. Als Bürgermeister Mainburgs erfüllt es mich mit Stolz, dass vielerorts Bürgerinitiativen und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für Mainburgs Bürgerinnen und Bürger ein soziales Netz schaffen und sich einbringen. Ja, man möchte behaupten, dass versucht wird, über das Mögliche hinauszugehen.
Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ein funktionierendes, gesellschaftliches Stadt- und Dorfleben haben. Hierzu tragen unsere Vereine allerorts bei. Hierfür danke ich Ihnen ausdrücklich und freue mich, diesen alljährlich Zuschüsse für diese wertvolle Arbeit gewähren zu können.
Die Stadtverwaltung ist Mittler und der Stadtrat Unterstützer diesen bürgerschaftlichen Engagements. Es ist das Bestreben, die Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen wo möglich. Beleg hierfür ist auch, die Wiederbesetzung der Stelle der Stadtentwicklung mit Elke Plank. Sie wird zusammen mit den Mainburger Einzelhändlern und Unternehmern, Ideen zur Wirtschaftsbelebung und mit allen Bürgern Lösungen zur Stadtentwicklung erarbeiten.
Es braucht in einer globalisierten Welt vermehrt vernetztes Denken bei der Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten, um diese Probleme anzugehen. Wir bilden Netzwerke, tauschen uns mit Fachverbänden und Hochschulen aus. Es hilft uns dabei auch schon der Blick über die Stadtgrenzen in die unmittelbare Umgebung hinein. Solche Einblicke hatten wir bei den Arbeitssitzungen der Arbeitsgemeinschaft zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE), die wir mit den Gemeinden Volkenschwand, Aiglsbach, Attenhofen, Elsendorf und Train gebildet haben.
Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen: Gerade in den jetzt aufkommenden Zeiten des Protektionismus und Nationalismus tut es Not, sich mit anderen Nationen auszutauschen, um gegenseitige Toleranz, Achtung und Verständnis nicht zu verlieren. Ein solcher niedrigschwelliger Austausch boten im vergangenen Jahr auch unsere Städtepartnerschaften: War es ein Besuch von Mainburgern in Zaros (Kreta) im Juni oder der, von Schülerinnen und Schülern in Moriya (Japan) im August 2016 oder Treffen mit Vertretern aus dem französischem Liancourt.
Ich bleibe bei meinem Rückblick noch kurz bei den Schülerinnen und Schülern unserer Stadt. Mainburg ist Schulstandort. Dies gilt umso mehr, als wir in diesem Jahr nach jahrelangem Einsatz „unsere“ Realschule feierlich einweihen konnten. Wir beherbergen mit der Grundschule, der Hallertauer Mittelschule, der Realschule und natürlich dem Gymnasium ergänzt mit der Außenstelle der Berufsschule/FOS/BOS Kelheim um ein vollständiges Schulangebot. Gleichzeitig bedarf ein solcher Schulstandort erheblicher finanzieller Investitionen, wie uns angesichts der Sanierung der Mittelschule deutlich wird. Auch anderorts werden in Bälde Investitionen in die Schulbaukörper umzusetzen.
Auch im Kinderbetreuungsbereich beobachten wir alljährlich zusammen mit den nicht-städtischen Einrichtungsträgern, ob Betreuungsplätze im Stadtgebiet ausreichend vorhanden sind. Wie in den Jahren zuvor, war dies auch in 2016 der Fall. Ich danke an dieser Stelle den Einrichtungsleiterinnen und dem gesamten Betreuungspersonal für die ausgezeichnete Arbeit zum Wohle unserer Jüngsten.
Verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, am Ende eines arbeitsreichen Jahres darf ich all denen danken, die sich für das Wohl der Allgemeinheit eingesetzt haben. Ich danke den Damen und Herren des Stadtrats für ihr offenes und ehrliches Arbeiten in den Gremien. Ich danke meinen beiden Bürgermeister-Stellvertretern, den Fraktionssprechern und den Stadtratsreferenten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der städtischen Einrichtungen und Betriebe für die enge und loyale Zusammenarbeit.
Ich danke aber auch allen, die Verständnis dafür aufbringen, dass nicht alles Wünschenswerte machbar ist.
Besinnen wir gerade angesichts der „staaden Zeit“ wieder auf das Einfache und zeigen uns dankbar: So lässt sich Gesundheit nicht in Geschenkpapier wickeln und unter den Christbaum legen. Auch Glück kann man nicht kaufen. Dennoch sind Gesundheit, Zufriedenheit und ein Leben in Frieden Geschenke, für die wir dankbar sind.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit, einen guten Jahreswechsel und ein friedliches, erfolgreiches neues Jahr, vor allem Gesundheit.
Herzlichst
Ihr 1. Bürgermeister Josef Reiser