Landwirtschaftspolitikerin Ruth Müller, MdL informierte sich über biologische Hühnerhaltung
SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller zu Besuch auf dem Bio-Hühnerhof Lederer, vl.: Ruth Müller, Richard und Beate Lederer (Foto: SPD-Niederbayern)SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller zu Besuch auf dem Bio-Hühnerhof Lederer, vl.: Ruth Müller, Richard und Beate Lederer (Foto: SPD-Niederbayern)
Aufgeregt kommen die Hühner Beate Lederer bei ihrem Besuch auf dem Bio-Hühnerstall in Neustadt / Donau entgegen. Fast als wüssten sie, dass diese gerade vom Wochenmarkt kommt und Eier-Nachschub braucht. „Ostern ist natürlich Hochsaison“ berichtet die Bio-Landwirtin aus Pfeffenhausen von der großen Nachfrage der Kunden und Kundinnen, die die Bio-Eier auf dem Moosburger Wochenmarkt oder einem der vier Eier-Automaten in Pfeffenhausen, Rottenburg, Langquaid und Neustadt kaufen.
Mit dem Bau des Mobilstalls haben sich Richard und Beate Lederer als Nebenerwerbslandwirte im Jahr 2017 selbständig gemacht. Vorausgegangen waren erste Erfahrungen mit der Hühnerhaltung im eigenen weitläufigen Garten in Pfeffenhausen, bis der Entschluss gereift ist, einen größeren Stall zu bauen. „Blauäugig haben wir uns nicht in das Abenteuer gestürzt“, berichtete Richard Lederer beim Besuch der Landtagsabgeordneten Ruth Müller, die zugleich agrarpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion ist. Kurse in Kringell, Besuche bei anderen Eierproduzenten und Beratungsgespräche im Amt für Landwirtschaft seien dieser Entscheidung vorausgegangen. Natürlich habe auch die Kindheit auf einem Bauernhof mit Kühen, Schweinen und Hühnern eine Rolle gespielt, so Lederer. „Das prägt einen schon im Umgang mit Tieren“.
650 Legehennen „Lohmann Brown“ und 40 Zweinutzungshühner bestimmen nun den Tagesablauf der Familie Lederer, wobei der Mobilstall dank Digitalisierung auch von zuhause aus überwacht und kontrolliert werden kann. Die ökologische Grundhaltung der Familie erkennt man schon, wenn man zum Hühnerstall kommt: Ein Windrad und eine Solaranlage sorgen für die nötige Elektrizität und in der Regel reicht das aus. Nur für Notfälle gibt es auch ein Notaggregat, das die Stromversorgung sichert. Rund einen Hektar umfasst das Gelände, auf dem der Mobilstall acht- bis zehnmal im Jahr umgesetzt wird, damit die Hühner ihren Auslauf im Grünen haben. Das Getreide baut die Familie Lederer auf gepachteten Flächen selbst an und hat sich mit dem „bio-kreis“-Siegel zertifizieren lassen, das über die EU-Öko-Verordnung noch einmal hinausgeht und auf lokale und ökologische Erzeugungsweise setzt. „Landwirtschaftspolitik ist auch Europapolitik“, bestätigt die Landtagsabgeordnete Ruth Müller: Denn Begriffe wie „Bio-, Öko-, kontrolliert biologisch…“ dürfen nur bei Produkten verwendet werden, die mindestens die EU-Öko-Verordnung erfüllen. „Unsere Verbraucherinnen und Verbraucher können sich also darauf verlassen, dass BIO drin ist, wo BIO draufsteht“, so Müller. Zudem wird der ökologische Landbau über das KULAP-Programm (Kulturlandschaftsprogramm) gefördert, das über die zweite Säule im Rahmen der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) der Europäischen Union ausbezahlt wird.
Am Ende profitieren alle davon: Die Verbraucherinnen und Verbraucher, weil sie sich bei ihren Direktvermarktern auf die Produktionsbedingungen verlassen können, die Landschaft, die schonender bewirtschaftet wird, die Landwirte, weil sie nachhaltig arbeiten und glückliche Hühner, die auf dem Biohof Lederer rund eineinhalb Jahre lang Sandbäder nehmen und auf der Wiese picken können.

Janina Forster
Referentin im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL
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