Traditioneller Empfang stand im Zeichen der Fachkräfteproblematik
v.l.: Wolfgang Brey - Rektor der Aventinus Mittel- und Wirtschaftsschule und Vorsitzender des Kreisverbands des BLLV -, Landrat Martin Neumeyer sowie Kirsten Kirmeier - Personalratsvorsitzende des Schulamtes Kelheim (Foto: br-medienagentur)
v.l.: Wolfgang Brey - Rektor der Aventinus Mittel- und Wirtschaftsschule und Vorsitzender des Kreisverbands des BLLV -, Landrat Martin Neumeyer sowie Kirsten Kirmeier - Personalratsvorsitzende des Schulamtes Kelheim (Foto: br-medienagentur)
Kurz vor dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, trafen sich die Arbeitnehmervertreter des Landkreises zum traditionellen Gewerkschaftsempfang, zu dem in diesem Jahr Landrat Martin Neumeyer, DGB-Kreisvorsitzender Willi Dürr und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Kelheim in die Goldberg-Klinik Kelheim eingeladen hatten. Rund 50 Vertreter*innen von Gewerkschaften und Betriebs- sowie Personalräte von im Landkreis ansässigen Unternehmen nahmen teil.
Aufgeteilt in zwei Gruppen führten Geschäftsführerin Dagmar Reich und der ärztliche Direktor Dr. Norbert Kutz durch die Klinik. Besichtigt wurde das neue ambulante medizinische Versorgungszentrum für Chirurgie sowie die Abteilungen Endoskopie und Notaufnahme.
Dagmar Reich, Geschäftsführerin der Goldberg-Klinik erläutert den Ablauf der Führung durch die Klinik (Foto: br-medienagentur)Dagmar Reich, Geschäftsführerin der Goldberg-Klinik erläutert den Ablauf der Führung durch die Klinik (Foto: br-medienagentur)
Aktuelle Themen waren bei der Besichtigung der akute Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegebereich sowie der Fortbestand und die Weiterentwicklung der Goldberg-Klinik. Landrat Martin Neumeyer bekräftigte, dass der Landkreis weiterhin hinter den Krankenhäusern Kelheim und Mainburg stehe, da sie die Grundlage dafür seien, den Bürger*innen „eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung vor Ort anbieten zu können.“ Bei dieser Gelegenheit dankte der Landrat dem gesamten Personal für ihr Engagement zum Wohl der Patienten.
Sigrund Feuerer, Oberärztin und Leiterin der Abteilung Schmerztherapie, erläutert der Besuchergruppe von Dr. Norbert Kutz (ärztlicher Direktor der Goldberg-Klinik, links im Bild) die Problematik der Schmerztherapie (Foto: br-medienagentur)Sigrund Feuerer, Oberärztin und Leiterin der Abteilung Schmerztherapie, erläutert der Besuchergruppe von Dr. Norbert Kutz (ärztlicher Direktor der Goldberg-Klinik, links im Bild) die Problematik der Schmerztherapie (Foto: br-medienagentur)
Unisono gingen der Chefarzt der Medizinischen Klinik II, Dr. Carl-Michael Reng, und der DGB-Kreisvorsitzende Willi Dürr auf die Problematik des Fachkräftemangels ein. Dr. Carl-Michael Reng betonte, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche nicht die besten seien. Die Arbeitszeiten und die Mehrarbeit seien oft Dr. Carl-Michael Reng stellte unter anderem auch die Notaufnahme der Goldberg-Klinik vor (Foto: br-medienagentur)Dr. Carl-Michael Reng stellte unter anderem auch die Notaufnahme der Goldberg-Klinik vor (Foto: br-medienagentur)nicht plan- und vorhersehbar. Aber auch die Unterbezahlung schreckten viele Schulabgänger davon ab, Gesundheits- oder Pflegeberufe zu ergreifen. Zudem verwies Dr. Reng darauf, dass er in absehbarer Zeit eine Pflegekatastrophe auf die Bevölkerung zukommen sieht. In den nächsten Jahren wird es, so seine Zukunftsperspektive, immer mehr Rentner, also auch immer Patienten geben und durch die geburtsschwachen Jahrgänge, die als Berufsanfänger starten, immer weniger Personal im Gesundheits- und Pflegebereich geben. Auch Willi Dürr beschäftigte sich in seiner Ansprache mit der Brisanz im Gesundheits- und Pflegebereich. Fachkräfte müssen adäquat bezahlt werden, um die Attraktivität der Gesundheits- und Pflegeberufe zu erhöhen. Bevor sich die Teilnehmer an den „gemachten Tisch“ setzen konnten, stellte Landrat Martin Neumeyer noch zwei Neubesetzungen des Landratsamtes vor: Zusammen mit Martina Wimmer stehen ab sofort Robin Karl, Stabsstellenleiter der Wirtschaftsförderung und Christina Bauer, Regionalmanagerin, als Ansprechpartner in der Stabstelle Kreisentwicklung, Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement zur Verfügung.



Hans Kleehaupt, Betriebsratsvorsitzender der Goldberg-Klinik, stellte aufgrund des Fachkräftemangels der Pflegebereich allgemein Hans Kleehaupt, Betriebsratsvorsitzender der Goldberg-Klinik, stellte aufgrund des Fachkräftemangels der Pflegebereich allgemein "am Boden" und mahnte eine schnelle Änderung der Situation an (Foto: br-medienagentur)