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Kreisrat der Bayernpartei, Fritz Zirngibl (Foto: Bayernpartei)Kreisrat der Bayernpartei, Fritz Zirngibl (Foto: Bayernpartei)Es war schon für den scheidenden Landrat Dr. Faltermeier unangenehm, als bei der Einweihungsfeier des neuen Landratsamtes 2016 - was auch gleichzeitig seine feierliche Verabschiedung als Landrat war - der Kreisrat der Bayernpartei, Fritz Zirngibl, im vollbesetzen Kreistagssaal aufstand und seine rote Kelle erhob und lautstark beklagte, dass das neue Landratsamt eine Fehlplanung ist und auch gegen den Willen der Bürger erbaut wurde, weil diese den Neubau in einer Volksbefragung abgelehnt hatten. Jetzt, kaum dass die Farbe des Neubaus getrocknet ist, stellt sich heraus, dass dieser sündteuere Neubau schon wieder zu klein ist. Der jetzt neu geplante "Anbau" wird vermutlich 25 Millionen Euro kosten, obgleich es noch keinerlei konkrete Planungen gibt, so Landrat Martin Neumeyer bei der Beratung für den Kreishaushalt 2019.
Dazu Kreisrat Zirngibl: "Wie kann ein Bauvorhaben nach gerade mal zwei Jahren sich als zu klein herausstellen? Seltsam auch, dass die Zusammenführung von Gesundheits-und Veterinäramt, welche jetzt in der Hemauer Straße sich befinden, jetzt erfolgen soll. Warum plante man diese Zusammenführung nicht bereits beim Neubau des Landratsamtes 2016 mit ein? Wer trägt die Verantwortung für diese Fehler? Warum geht man jetzt diesen extrem teueren Erweitungsbau an, obwohl derzeit alle Baufirmen völlig ausgebucht sind und daher Himmelfahrtspreise verlangen und diese auch bezahlt bekommen? Wäre es nicht wesentlich besser bei einer abflauenden Konjunktur dieses Bauvorhaben durchzuführen. Dies wäre dann vermutlich nicht nur wesentlich günstiger, sondern auch als Konjunkturförderung sinnvoll! Ich finde, dass dieses Projekt vorerst noch auf Eis gelegt werden sollte, weil unser Kreishaushalt derzeit ohnehin angespannt ist."
Zirngibl weiter: "Sollte der Anbau jetzt beschlossen werden, brauchen wir uns nicht wundern, wenn an den Landkreisaufgaben und damit letztlich am Bürger kräftig gespart wird. Denn eine Finanzierung des Anbaus über neue Schulden wird nicht möglich sein, wie mir Kämmerer Reinhard Schmidbauer auf der Fraktionssprechersitzung sagte. Die Folge wird sein, dass unsere Kreisstraßen Fleckerlteppiche werden, ähnlich wie unsere Bundesautobahn zwischen Regensburg und Wolzach. Auch wird das Geld fehlen für Schwimmbäder, Turnhallen und Schulen, denn irgendwo muss das Geld ja eingespart werden."
Eine Pressemitteilung des Kreisverbandes der Bayernpartei. Für Rückfragen steht Fritz Zirngibl zur Verfügung: 09405-919133