CSU-Kreistagsfraktion informiert sich in Langquaid
Die CSU Kreistagsfraktion informierte sich in Langquaid über das Mehrgenerationenhaus sowie das Seniorenservicehaus (Foto Scheuerer)
Die Mitglieder der Kelheimer CSU-Kreistagsfraktion haben sich im Vorfeld ihrer Fraktionssitzung bei Langquaids Bürgermeister Herbert Blascheck über das Mehrgenerationenhaus Langquaid sowie das Seniorenservicehaus informiert. Bei einem Rundgang über den Marktplatz erläuterte Langquaids Rathauschef den Kreisräten um Fraktionsvorsitzende Petra Högl die Herausforderungen, denen sich der Markt noch vor einigen Jahren gegenübersah. Eine sanierungsbedürftige Bausubstanz und ein hoher Leerstand prägten Anfang der 2000er Jahre den Marktkern Langquaids. „Es ist uns gelungen, gemeinsam mit den Bürgern und Mithilfe des Städtebauförderungsprogrammes, den Marktplatz zu einem lebendigen Zentrum zu machen “, betonte Blaschek. Durch viele Maßnahmen sei der Marktplatz als „Einkaufszentrum“ etabliert und nahezu alle Gebäude saniert worden. Auch eine Vielzahl von Wohnungen sowie ein soziales und kulturelles Zentrum seien im Zentrum des Marktes entstanden.
Im Seniorenservicehaus angekommen, in der sich auch die Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhaus des Marktes befinden, begrüßten Geschäftsführer Florian Wedel und stellvertretende Geschäftsführerin Kornelia Wedel die Kreisräte. Seit genau zehn Jahren bietet die Wedel Service Wohnen GmbH dort ein Angebot zum Wohnen, zur Betreuung und zur Pflege von älteren und pflegedürftigen Menschen. Kornelia Wedel erläuterte den Gästen, dass es sich bei dem Haus um kein typisches Seniorenheim handle. „Unser Haus ist ein Zusammenschluss von Personen mit unterschiedlichen Pflegegraden. Wir bieten 24 Bewohnern, die in zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften mit vielen Gemeinschaftsräumen in hellen und geräumigen Einzelzimmern zusammenleben, ein Zuhause mit absolut individueller Betreuung. Die Bewohner werden von jeweils einer Betreuungskraft pro Wohngemeinschaft rund um die Uhr betreut und nach Wunsch und Bedarf durch erfahrene Pflege- und Pflegefachkräfte gepflegt“, fasste Wedel das Konzept der Einrichtung zusammen. Dabei werde die pflegerische Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner vom ambulanten Krankenpflegedienst erbracht. Auch Menschen mit Demenz oder Behinderung befänden sich unter den Bewohnern der Wohngruppen, erläuterte Florian Wedel. Ergänzt wurde dieses soziale Zentrum in Langquaid mittlerweile auch mit Betreutem Wohnen und dem Sitz des Krankenpflegedienstes Wedel. Diese beiden Angebote sind im Neubau der angrenzenden “Jakobshöfe“ untergebracht.
Zur Entstehungsgeschichte des Hauses führte Herbert Blascheck aus, dass es in Langquaid damals kein Altenheim gegeben habe. „Viele Menschen möchten in vertrauter Umgebung am Ort alt werden. Bei vielen Gesprächen mit Trägern und Betreibern habe ich dann Frau Wedel kennengelernt, welche die gleiche Vorstellung von einer Pflegeeinrichtung wie ich hatte. Mit dem Ziel, ein familiäres Pflegeumfeld zu schaffen“, berichtete Blascheck. Als erste in Bayern sei man damals mit dem Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaften gestartet, die sich heute in den sanierten Räumlichkeiten des ehemaligen Krankenhauses befinden. Auch das Mehrgenerationenhaus des Marktes sei hier untergebracht. Dies ist ein Begegnungs- Informations- und Beratungszentrum verschiedener Generationen. Weiter führte Blascheck aus, dass sich die Räumlichkeiten großer Beliebtheit erfreuen und immer ausgebucht seien. Verschiedene Veranstaltungen finden dabei im Mehrgenerationenhaus statt. „Dies geht von der Babysprechstunde bis hin zum Senioren Café, Gottesdiensten und vielen weiteren Veranstaltungen“, ergänzte der Rathauschef.
Im Namen der CSU-Kreistagsfraktion bedankte sich Petra Högl bei Bürgermeister Herbert Blascheck sowie Kornelia und Florian Wedel für die gewährten interessanten Einblicke. „Menschen wollen in vertrauter, familiärer Umgebung gepflegt und alt werden. Dies wird in Langquaid optimal umgesetzt. Die Kombination der Pflegewohngemeinschaften mit dem Mehrgenerationenhaus ist somit ein Gewinn für alle Beteiligten“, fasste Högl abschließend zusammen.