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Direktvermarkter starten nach der Winterpause wieder durch
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.) Anton Kreitmair (MdL, CSU), Gisela Sengl (MdL, GRÜNE), stellvertretende Vorsitzende Angelika Wimmer und  Vorsitzender der bayerischen Bauernmärkte Siegesmund Geier, Ruth Müller (MdL, SPD), Kathrin Sonnenholzner (MdL, SPD) und Benno Zierer (MdL, FW) (Foto: SPD-Landshut)
Bei der Bayerischen Bauernmarktkonferenz im Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching fand auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Landwirtschaftspolitiker aus dem Bayerischen Landtag statt. Als stellvertretende Vorsitzende der bayerischen Bauernmärkte hatte die Rottenburgerin Angelika Wimmer diese mitinitiiert und auch die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller nahm daran teil.
Stellvertretende Vorsitzende der bayerischen Bauernmärkte Angelika Wimmer (li.) mit den beiden SPD-Politikerinnen Ruth Müller (Mitte) und Kathrin Sonnenholzner (re.) (Foto: SPD-Landshut)„Gerade die Direktvermarkter sind ansprechbare Vertreter der bayerischen Landwirtschaft“, machte Ruth Müller deutlich. Mit ihren Verkaufsständen auf den Bauernmärkten tragen sie zu kurzen Verkaufswegen, einem regionalen Nahrungsangebot und zur Begegnung ein. Angelika Wimmer bat die Politik um Unterstützung gegen überbordende Bürokratie und um Unterstützung bei der Förderung und Initiierung neuer Bauernmärkte und Direktvermarkter und bei der Entwicklung neuer Vertriebswege. Interessant war bei der Tagung auch die Vorstellung der Direktvermarktung in Frankreich, dort sind immerhin 25 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe als Direktvermarkter tätig. Zudem habe sich mit dem Programm „Drive fermier“ eine Online-Plattform entwickelt, wo man frische Erzeugnisse bestellen können und diese dann auf dem Nachhauseweg mitnehmen könne. Für einen besseren Bezug zur Erzeugung der Lebensmittel gebe es in manchen Restaurants „signierte Speisekarten“, auf denen vermerkt sei, welche Produkte in der Region erzeugt wurden. „In Bayern haben wir hier noch viel Nachholbedarf“, stellte Ruth Müller fest. Das beginne schon damit, dass die genaue Zahl der Direktvermarkter nicht bekannt sei und ende damit, dass die Direktvermarktung deutlich schlechter gefördert werde als andere Betriebszweige. In Niederbayern seien beispielsweise im Rahmen der Diversifizierungsförderung in den letzten Jahren durchschnittlich 100.000 Euro geflossen, während im selben Zeitraum rund 2,26 Millionen Euro an Fördermitteln für die Schweinemast investiert wurden. Zum „Die meisten Bauernmärkte starten diese Woche wieder nach der Winterpause, wie der Echinger Bauernmarkt beim Biller und der Bad Gögginger Bauernmarkt. Es gibt aber auch einige Bauernmärkte, wie in Traunstein und Peiting, die erst wieder Ende Februar bzw. Anfang März beginnen“, so Angelika Wimmer. Auf jeden Fall freuen sich die Bauernmarktler auf ihre Kunden und auf ein gutes Bauernmarktjahr 2018.

Rainer Pasta
Referent im Bürgerbüro Ruth Müller, MdL