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Bienensterben2

Als Fritz Zirngibl seinen Hund ausführte, machte er in der Nähe von Bienenstöcken in seiner Heimatgemeinde Teugn, am Hauserer Berg, eine seltsame Entdeckung: hunderte verendeter Bienen lagen im Schnee. Umso mehr er sich umblickte, umso mehr tote Bienen entdeckte er. Tausende? Wie können Bienen im Winter ausfliegen? Wurden Bienenstöcke von Vandalen umgeworfen? Darum setzte er sich sofort mit dem Imker in Verbindung, um ihm Bericht zu erstatten. Dieser hatte allerdings das große Sterben seiner fleißigen Bienen bereits bemerkt. Fünf bis sechs seiner insgesamt dreizehn Bienenvölker sind krank, berichtete er Zirngibl und kranke Bienen fliegen zum Sterben aus, so der Imker.

Zirngibl, Kreis-und Gemeinderat der Bayernpartei, engagiert sich seit Jahren für das Wohl von Pflanzen und Tieren, daher wollte er dieser traurigen Angelegenheit weiter auf den Grund gehen. Albert Einstein soll einmal folgendes gesagt haben: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr“.Bienensterben

"Soweit darf es nicht kommen", meint der weißblaue Kreisrat, "denn das Bienensterben ist in unserer Gemeinde Teugn kein Einzelfall. In der Imkerversammlung in Mitterfecking in der letzten Woche hatten Imker berichtet, dass auch ihnen ebenfalls mehrere Bienenvölker gestorben seinen. Was sind die Ursachen dafür? Der Hauptgrund, aus Sicht der deutschen Imkerschaft, sind Spritzmittel mit der daraus resultierenden Monokultur. Die Bienen finden so nur sehr einseitige Nahrung und ihr Immunsystem wird zunehmend geschwächt. Die Varroa-Milbe, ein aus Afrika eingeschleppter Parasit, hat dadurch leichtes Spiel ."

Hier will Zirngibl, als Kreis-und Gemeinderat, an das Gewissen der Bauern appellieren, damit der Spritzmitteleinsatz freiwillig reduziert wird. In der Landwirtschaft wird beispielsweise "Roundup" seit 1974 verwendet, um Unkraut oder konkurrierende Pflanzen von Äckern vor Aussaat der Kulturpflanze abzutöten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte den in Roundup enthaltenen Stoff Glyphosat bereits im März 2015 als "wahrscheinlich" krebserregend ein. Dazu Zirngibl: "Wir erleben hautnah, wie durch das Totspritzen der Äckerwildkräuter die Lebens- und Nahrungsgrundlage für viele Tierarten zerstört wird. Oft werden in unsinniger Weise selbst Feldwege und Wegränder auch noch totgesprüht. Zusätzlich belasten große Monokulturen von Maisanbau die Umwelt. Mais wird durch Beizung mit Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall und Schädlinge "behandelt". Wenn dann die Bienen die Granulatstropfen an den Maisstängeln im Frühtau aufnehmen, ist damit ihr vorzeitiges Ende schon besiegelt."

Kreisrat Zirngibl sieht verschiedene Ansätze: "Ein positiver Beitrag für die Umwelt und insbesondere für die Lebensqualität der Bienen wäre auch das "Greening" an Feldrändern. Diese ökologischen Feldrandstreifen, mit ihren reichen Blütenangeboten, bieten dann nicht nur Bienen eine reichliche Nahrungsquelle. Zudem gibt es auch hierfür Fördergelder über die Landratsämter. Auch die Bepflanzung von Ranken mit unterschiedlichem blühendem Buschwerk würde vielen Tieren aus der Feldflur (Hase, Rebhuhn) Rückzugsmöglichkeiten bieten. Weiterhin sind Steuobstwiesen äußerst sinnvoll: Käfer, Bienen, Wespen und Hummeln, auch Tausendfüßer und Spinnentiere profitieren von den artenreichen und oft auch blütenreichen Obstwiesen. Zudem gibt es auch hier zahlreiche Fördermaßnahmen (Kulturlandschaftsprogramm), welche über das jeweilige Landratsamt beantragt werden können. Zirngibls Bruder legte zum Beispiel eine Streuobstwiese mit 40 unterschiedlichen Obstbäumen an, welche durch Nutzung der Fördermittel, unter 400 Euro kostete. Pflanzung inklusive! Ökologisch denken und trotzdem profitabel handeln: Wege dazu gibt es viele!"

Bayernpartei KV Kelheim. Für Rückfragen steht Fritz Zirngibl zur Verfügung: 09405-919133