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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember
Behindertenbeauftragter Hammer 2
Nach der Satzung über die Bestellung, Aufgaben und Befugnisse eines Behindertenbeauftragten des Landkreises Kelheim bestellt der Landkreis für die Dauer der Wahlperiode des Kreistags einen Behindertenbeauftragten. Der Behindertenbeauftragte fungiert schwerpunktmäßig als Beratungs- und Anlaufstation vor Ort. Er berät und informiert Personen mit Behinderung und deren Angehörige in persönlichen Angelegenheiten und rechtlichen Fragen. Hinzu kommt die Beratung der Institutionen und karitativen Verbände, Mitwirkung bei der kommunalen Behindertenplanung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Behindertenbeauftragte soll auch an der politischen Willensbildung mitwirken; daher ist er berechtigt an Beratungen und Sitzungen der Kreisgremien teilzunehmen, soweit sein Tätigkeitsfeld berührt ist.

Edmund Klingshirn, welcher das Amt seit 2004 innehatte, hat dieses zum 31. Oktober 2016 niedergelegt. Sein Nachfolger ist Professor Dr.-Ing. Joachim Hammer.
Der neue Behindertenbeauftragte des Landkreises hat Werkstoffwissenschaften studiert, er promovierte im Jahr 1990. Er ist seit 1994 Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und wohnhaft in Ihrlerstein. Professor Dr. Joachim Hammer ist schon seit langem in der Behindertenhilfe engagiert. Er war unter anderem von Anfang an ein sehr aktives Mitglied in der Arbeitsgruppe Inklusion des Sozialforums des Landkreises Kelheim. In diesem Rahmen entstand ein Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Kelheim, in dem Maßnahmen für alle zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung wichtigen Bereichen ausgearbeitet und festgeschrieben wurden. Mit dessen Verabschiedung hat der Landkreis Kelheim eine Vorreiterrolle in ganz Bayern eingenommen; als einer der ersten Landkreise bundesweit hat der Landkreis Kelheim die Bedeutung von Inklusion erkannt. Als erste Maßnahme, die aus diesem Plan resultierte, wurde am Landratsamt Kelheim eine Koordinationsstelle Inklusion eingerichtet, die den für den Landkreis Kelheim ausgearbeiteten Aktionsplan zum Thema Inklusion umsetzt. Zu den Aufgaben zählt die Koordination der in der Behindertenarbeit aktiven Mitglieder der verschiedenen Themengruppen, die Vernetzung der im Behindertenbereich tätigen Einrichtungen, Selbsthilfegruppen, die grundsätzliche Bewusstseinsbildung für das Thema Inklusion und die enge Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Kelheim. Die Stelle ist besetzt von Heike Huber und angesiedelt in der Abteilung für soziale Angelegenheiten unter der Leitung von Monica Brandl.
Landrat Martin Neumeyer ist das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung, das heißt die Verwirklichung einer gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen an unserer Gesellschaft, ein großes Anliegen. Als Integrationsbeauftragter lag sein Büro sechs Jahre lag Tür an Tür mit der Behindertenbeauftragten der Staatsregierung. Deshalb ist ihm bewusst, wie wichtig ein barrierefreier Zugang und anderes in öffentlichen Gebäuden, im öffentlichen Personennahverkehr und an Bahnhöfen ist. Zu erwähnen sind die bereits im Landkreis Kelheim umgesetzten Projekte, wie beispielsweise der Aufzug bei der Befreiungshalle in Kelheim, das barrierefreie Schiff „Kelheim“ oder auch der Natur- und Kulturführer für Rollstuhlfahrer für den Landkreis Kelheim.
Gut zu wissen:
Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, der am 03. Dezember begangen wird, werden Organisationen aufgerufen, sich den Belangen und Problemen behinderter Menschen zu widmen und diese publik zu machen. 1981 rief die UNO das Jahr der Behinderten aus, um auf Menschen mit Behinderung sowie deren Anliegen aufmerksam zu machen. Die Ideen und Maßnahmen dieses Jahres wurden von 1983 bis 1993 in der Dekade der behinderten Menschen weitergeführt. Die UNO initiierte den Internationalen Tag der Behinderten am 3. Dezember 1992, woraufhin er 2003 erstmals gefeiert wurde. Der Tag soll jährlich das Bewusstsein der Menschen zu dieser Thematik wach halten.