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Landrat Dr. Hubert Faltermeier nahm die Auszeichnung vor
In einer Feierstunde händigte Landrat Dr. Hubert Faltermeier verdienten Landkreisbewohnern im Beisein der einzelnen Bürgermeister und der engsten Familienangehörigen das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern aus.
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In seiner Ansprache betonte der Landrat, dass mit der Einrichtung des „Jahres des Ehrenamtes“ im Jahr 1994 der Bayerische Ministerpräsident vielen Vereinen, Einrichtungen und Organisationen und auch den Politikern aus dem Herzen gesprochen. Und weiter: „Der Freistaat Bayern hat mit der gleichzeitigen Schaffung eines Ehrenzeichens, eine sehr gute Möglichkeit gefunden, die herausragenden Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern und deren Vorbildcharakter öffentlich zu würdigen. Die Bedeutung des „Ehrenamtes“ soll durch Ihre Auszeichnung und durch den feierlichen Rahmen dieser Veranstaltung noch stärker in das Bewusstsein unserer Gemeinschaft gerückt werden. Das Ehrenamt ist das unverzichtbare und stabile Rückgrat unserer Gesellschaft. Ehrenamtliches Engagement schafft Teamgeist, Solidarität und Gemeinschaft. Der soziale Reichtum Bayerns und die hohe Lebensqualität in Bayern sind ohne ehrenamtlich Engagierte nicht denkbar.“
Ehrenamt12Besonders erfreulich sei, so der Laudator, dass sich auch ein beachtlicher Teil der Jugendlichen ehrenamtlich engagieren. Eine „aktive Bürgergesellschaft“ ist das gesellschaftspolitische Modell der Zukunft. Nur sie hat die Kraft, das Gemeinwesen lebenswert, transparent und menschlich zu gestalten. Denn eine Gesellschaft mit aktiven, verantwortungsbewussten und verantwortungsbereiten Bürgern wird immer einer anonymen Gesellschaft überlegen sein. „Ich wünsche allen ehrenamtlich Tätigen, dass Sie die übernommene Aufgabe weiterhin mit Freude wahrnehmen und nicht als Pflicht empfinden und hoffe, dass Ihr Vorbild auch in der Zukunft reiche Früchte trägt.“ Nach dem Ordensstatut „können das Ehrenzeichen des Bayer. Ministerpräsidenten Personen erhalten, die sich durch langjährige, aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen und anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben und der Auszeichnung würdig sind.“
Maria Janker aus Herrngiersdorf
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Maria Janker gehört zu den größten Aktivposten in Sandsbach. 1984 wurde der Sandsbacher Frauenbund mit ihr als Hauptinitiatorin wiedergegründet. Von 1988 bis 2004, also insgesamt 16 Jahre lang, führte sie als 1. Vorsitzende den Sandsbacher Frauenbund an. 1995 wurde unter ihr die Eltern-Kind-Gruppe Sandsbach ins Leben gerufen, deren Vorsitz sie übernahm. Sie initiierte einige wichtige Sammelaktionen des Frauenbundes. Im Jahre 1997 kümmerte sie sich darum, dass ein Kleidercontainer in Sandsbach aufgestellt wurde, dessen Erlös bis heute in vollem Umfang an die Noma-Hilfe geht. Ab 1997 sammelte sie in der Vorweihnachtszeit über 1000 Pakete für den Johanniter Weihnachtstrucker. Herausragende Verdienste erwarb sie sich auch in der Seniorenbetreuung. Im Jahre 2004 gründete sie im Frauenbund den Zweig „Seniorenkreis Sandsbach“. Sie legte ihr Amt als 1. Vorsitzende im Frauenbund Sandsbach nieder und kümmerte sich ab diesem Zeitpunkt nur noch um die Senioren der umliegenden Ortschaften Herrngiersdorf, Adlhausen und Sandsbach. Sie steckte ihre komplette Energie und ihr Herzblut in dieses Projekt und leitete den Seniorenkreis dann insgesamt elf Jahre lang bis zum Herbst 2015, musste ihr Amt jedoch aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. In ihrer Amtszeit schaffte sie es, insgesamt 24 Vorträge zu verschiedenen Themen und elf Einkehrtage zu organisieren. Außerdem übernahm sie die komplette Planung von zwölf Seniorenausflügen, wobei die Gäste von den Fahrtkosten befreit waren, da sie die nötigen Zuschüsse bei Sparkasse und Gemeinde beantragte. Und als ob ihr Einsatz im Seniorenkreis noch nicht genug gewesen wäre, organisierte sie im Frauenbund ab dem Jahre 2004 außerdem noch wöchentliche Stricknachmittage. Zusammen mit 20 Senioren aus dem Seniorenkreis und einigen weiteren handarbeitsbegeisterten Damen strickte und häkelte sie in den 13 Jahren nicht vorstellbare Mengen an Strickmützen, Socken, Schals und Handschuhe, die sie über den Arbeitskreis für russische Waisen- und Straßenkinder Bad Gögging an Bedürftige in St. Petersburg weiterleitete. Von 1986 bis 2006 war sie außerdem noch Mitglied im Pfarrgemeinderat Sandsbach, den sie mit ihrem ausgleichenden Wesen von 1990 bis 1994 als Pfarrgemeinderatsvorsitzende leitete. Zu guter Letzt war sie auch noch langjähriges Mitglied im Kirchenchor Sandsbach. Im Jahr 2009 wurde sie für 32 Jahre Chorgesang geehrt, trat dann jedoch aus zeitlichen Gründen aus dem Chor aus und legte Ihren Schwerpunkt auf Ihr soziales Engagement. Auch ihr dankte der Landrat für ihr jahrzehntelanges, ehrenamtliches Wirken.

Helene Lankes aus Hausen
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Helene Lankes war im Jahre 1998 im Pfarrgemeinderat eine der Hauptinitiatoren bei der Gründung des Seniorenkreises St. Andreas. Sie übernahm zusammen mit Kornelia Simon die Leitung und die Koordination, organisierte zahlreiche Infoveranstaltungen und rührte fleißig die Werbetrommel für die geplanten monatlichen Seniorentreffen. Die inhaltliche Gestaltung der sehr abwechslungsreichen Nachmittage übernahm sie von Anfang an komplett alleine. Für die nicht immer sehr mobilen Senioren sind diese Nachmittage oft die einzige Möglichkeit, sich auszutauschen und deshalb eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Zweimal im Jahr werden von ihr zusätzlich Kurse in der LeA-Gruppe (Lebensqualität für's Alter) angeboten. Sie hat hierfür extra die Ausbildung zur Leitung des LeA-Kurses absolviert. Die Ausbildung zur Leitung der LeA-Kurse wird von der Katholischen Erwachsenenbildung Landkreis Kelheim e.V. (KEB) angeboten, in der sie von 2007 bis 2010 im Hauptausschuss tätig war. Außerdem war sie KEB-Beauftragte in Herrnwahlthann. Sehr aktiv betätigt sie sich auch im Pfarrgemeinderat. Sie engagiert sich tatkräftig und mit vorbildlichem Einsatz im Ausschuss „Mission - Entwicklung – Frieden“. Ein Projekt zur Unterstützung der Patenpfarrei Keetmanshoop im Süden von Namibia, das bereits seit 1991 besteht und in der seit dieser Zeit viele Aktionen auf den Weg gebracht wurden. Der Landrat dankte auch ihr: „Frau Lankes, Sie sind zusammenfassend als sehr umtriebige Frau bekannt, die als Triebfeder nicht eher locker lässt und so lange bei der Sache bleibt, bis etwas vorwärts geht.“

Engelbert Schmaus aus Hausen
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Engelbert Schmaus trat dem Verein am 04.10.1988 bei und ist somit seit über 28 Jahren Mitglied der „Altbachschützen Hausen“. Bereits nach knapp vier Jahren Vereinszugehörigkeit übernahm er für sechs Jahre (1992 – 1998) das Amt des 2. Schützenmeisters. Im Jahre 1998 wurde er einstimmig als 1. Schützenmeister des Vereins gewählt und stellte sich für dieses Amt acht Jahre lang (1998 – 2006) zur Verfügung und opfert nach wie vor immer noch viel Zeit für den Schützenverein. In seiner Amtszeit als Schützenmeister der „Altbachschützen Hausen“ wurde auch der Gauschießstand Höhenhof neu errichtet, wobei sich hier alle Schützenvereine der Umgebung auch organisatorisch und finanziell beteiligten und somit auch der Weg für eine übergreifende Vereinsarbeit geebnet wurde. Er war der Begründer und Treiber des Sommerbiathlons der „Altbachschützen Hausen“.
Aufgrund des großen Erfolges findet nun jedes Jahr im Juli ein Sommerbiathlon in Hausen statt, an dem nicht nur regionale Vereine teilnehmen, sondern auch viele Schützen aus ganz Bayern kommen. Seit einigen Jahren ist Hausen sogar eine von sechs Stationen im Oberbayern-Cup. Dabei qualifiziert man sich für die Bayerische Meisterschaft und dort für die Deutsche Meisterschaft. Die Biathleten nehmen an vielen Veranstaltungen teil und werden stets von ihm als Chef-Koordinator betreut und unterstützt. Um diese Sportart auch den Kindern und der Jugend nahe zu bringen, arrangierte er einen Schulbiathlon, der ebenfalls einmal im Jahr mit Abstimmung der Grundschule Hausen mit Unterstützung des Elternbeirates und einiger Eltern stattfindet. Sogar im Kindergarten wurde in den letzten Jahren ein Sommerbiathlon durchgeführt. Bei all diesen Veranstaltungen engagiert er sich über die Maße und bereichert sie enorm. Er übernimmt seit zehn Jahren das Amt des Sportleiters Biathlon. Hierbei kümmert er sich nicht nur um die Sommerbiathleten, sondern um alle Schützen, die sich auch sportlich fit halten möchten. Zum 11. Sommerbiathlon 2012 in Hausen wurde ein Sommerschießstand errichtet, bei dem er sich mit viel Zeit und Arbeit einbrachte. Dieses Jahr waren die Hausener zusätzlich erstmals die Ausrichter der Bayerischen Meisterschaft im „Target-Sprint“ für Luftgewehr. Das alles wäre ohne seinen unermüdlichen und selbstlosen Einsatz gar nicht möglich gewesen, weshalb auch ihm das Ehrenzeichen ausgehändigt wurde.

Anna Röhrl aus Kelheim
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Anna Röhrl kann auf eine lange Zeit im Katholischen Frauenbund St. Pius zurückblicken. Sie ist bereits im Gründungsjahr 1990 eingetreten und bereicherte den Frauenbund von Anfang an mit ihrem unermüdlichen Engagement. Ab 1991 bis 1995 war sie Beisitzerin, ab 1995 bis 2011 übernahm sie das Amt der 1. Vorsitzenden des Zweigvereins. Bei der Planung des abwechslungsreichen Jahresprogramms bringt sie sich effektiv mit ein. Wenn es um die Umsetzung und die Organisation der zahlreichen Feste und Veranstaltungen geht, ist auf sie immer Verlass. Schon bei der Vorbereitung, dem Auf- und Abbau und beim Aufräumen greift sie beherzt mit an und sind immer vorne mit dabei. Bei den Pfarrfesten übernimmt sie regelmäßig den Kaffee- und Kuchenverkauf und backt natürlich selbst fleißig mit. Bei den Regional- und Umwelttagen in Kelheim kümmert sie sich um den Standbetrieb der Pfarrei St.-Pius. Auch bei der Organisation und dem Verkauf der „Eine-Welt-Waren“ nach den Gottesdiensten und an den Kelheimer Christkindlmärkten wirkt sie immer fleißig mit. Besonders hervorzuheben ist Ihr politisches Engagement. Sie hat sich nie gescheut, heikle und kritische Themen anzusprechen. Auch ihr Einsatz im Frauenbund für die Angleichung der Mütterrente war herausragend. Seit 2002 übernimmt sie nun als Bezirksvorsitzende des KDFB im Bezirk Kelheim eine wichtige Funktion in den Ortsgruppen und dem Diözesanverband. Außerdem ist sie seit dieser Zeit auch noch Landesdelegierte im Bayerischen Landesverband. Als Mitarbeiterin in der Kommission Gesellschaft und Politik setzt sie sich seit 2012 zusammen mit weiteren Kommissionsmitgliedern mit aktuellen politischen Angelegenheiten und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft, insbesondere auf Frauen, auseinander. Im Führungsausschuss der Diözese, dem sie von 2012 bis März 2016 angehörte und in dem sie die Kommission Gesellschaft und Politik vertrat, war es ihr wichtig, die Anliegen und Bedürfnisse der Zweigvereine zur Sprache zu bringen. Mit Sachverstand hat sie sich in dieses Gremium eingebracht. Ihr ist es stets ein Anliegen, das Thema Pflege und die Situation der Pflegenden sowie die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf im Frauenbund voranzubringen. Seit April 2016 bringt sie sich nun im Arbeitskreis „Gegen Altersarmut“ auf Diözesanebene ein. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit der Thematik der selbstbestimmten Existenz- und Alterssicherung von Frauen und möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Frauen sich schon frühzeitig mit dem Thema Alterssicherung auseinandersetzen. Der Landrat abschließend:
„Frau Anneliese Röhrl, Sie sind eine sowohl gesellschaftlich als auch verbandlich gut vernetzte Persönlichkeit und vertreten mit dieser Haltung den Frauenbund auf Bezirks- und Diözesanebene.“

Josef Schweiger aus Langquaid
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Josef Schweiger ist bereits seit 1996 als 1. Kassier des FC Hausen e.V. tätig und kümmert sich stets zuverlässig um alle finanziellen Belange des Vereins. Eine große Hilfe war er dem Verein vor allem bei den Umbauarbeiten des Sportheims vor rund sieben Jahren, bei denen die gesamte Heiz- und Wasseranlage erneuert wurde. Auch beim Bau der Gerätehalle und bei der Errichtung der Photovoltaikanlage auf den Dächern von Sportheim und Nebengebäude hat er viel Verantwortung übernommen und sich komplett allein um die Ausschreibungen gekümmert und die eingereichten Angebote verglichen. Wenn größere Anschaffungen zu machen waren, sei es zum Beispiel die Beregnungsanlage für den Sportplatz oder der Einkauf eines Rasenmäher-Traktors, hat er sich zur Verfügung gestellt, die komplette Abwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Als gelernten Banker ist ihm der Umgang mit Geld bestens vertraut. Diese Erfahrung und seine Fähigkeit im organisatorischen und finanziellen Bereich, die er sich im Berufsleben aneignen konnte, brachte er stets im Verein ein.
Neben dem normalen Jahresablauf des Vereins mit den Veranstaltungen und dem sportlichen Betrieb war er bei vielen Großveranstaltungen Hauptorganisator. Beim sogenannten „SUN-Fest“ im Ortsteil Herrnwahlthann war er zwischen 1998 und 2004 für den gesamten Ein- und Verkauf zuständig. Es handelte sich wahrlich um eine Großveranstaltung mit zuletzt 15.000 Besuchern, bei der er organisatorisch unermüdlich im Einsatz war. Dies bedeutete vier Wochen ununterbrochene tägliche Arbeit für das Wohl des Vereins. Auch beim 50-jährigen Gründungsfest des Fußballclub Hausen im Jahre 2010 bewies er großes Organisationstalent und übernahm wie immer freiwillig die komplette Planung der Feier. Gleiches gilt für die Marktmeisterschaft der Verwaltungsgemeinschaft Langquaid. Das traditionelle Turnier der sechs Fußballvereine FC Hausen, TSV Herrngiersdorf, TSV Langquaid, SV Großmuß, SV Adlhausen, SV Niederleierndorf wird jedes Jahr von einer anderen dieser Gemeinden ausgetragen und wechselt somit alle sechs Jahre einmal durch. Auch hier ist er bei der Organisation und der Planung ganz vorne mit dabei. Dazu der Landrat: „Dank Ihrem großen ehrenamtlichen Engagement und Ihrem Organisationsgeschick wurden die Feste bisher immer ein sehr großer Erfolg. Für Ihr jahrzehntelanges, ehrenamtliches Wirken gebührt Ihnen großer Dank und hohe Anerkennung.“