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BaumRohr1Direkt neben der Staatsstraße, welche von der Marktgemeinde Rohr nach Laberberg führt, befinden sich am Bachlauf entlang uralte Pappeln. Da auch der Radweg hier entlang geht, sind sie auch immer ein angenehmer Schattenspender für die vielen Radler. Bayernpartei-Kreisrat Fritz Zirngibl hat jetzt bemerkt, dass mindestens 9 dieser Baumriesen mit einem roten Punkt gekennzeichnet sind und befürchtet, dass dies deren Ende bedeuten könnte.
BaumRohr2Dazu Zirngibl: "Es war schon mal eine typische Buchbinder-Wanninger-Aktion jemanden zu erreichen, der hierzu verbindliche Auskunft geben konnte: im Rathaus in Rohr wußte man nichts genaues. Im Landratsamt war der Zuständige im Urlaub. Ich sollte mich an das Straßenbauamt in Abensberg wenden. Auch hier war der Verantwortliche nicht da, man gab mir aber die Nummer vom Staatlichen Bauamt in Landshut. Mit Renate Wöhrl, fand ich letztlich dort eine kompetente Ansprechpartnerin, welche mir bestätigte, dass eine Fällung dieser 80 bis 100 Jahre alten Pappeln vorgesehen sei. Ursache seien die Gefahren, welche durch herabfallende Äste entstehen könnten."
"Es müssen also Bäume gefällt werden, weil ein Ast beim Sturm eine Gefährdung sein könnte?" fragt sich der weißblaue Kreisrat. "Endet dies dann nicht gleich in einem Kahlschlag aller Straßenbäume? Bereits letztes Jahr wurden am anderen Marktende von Rohr, wenn man Richtung Abensberg fährt, ebenfalls uralte Bäume gefällt. Hätte man nicht mit einem Zuschnitt diese Baumriesen erhalten können? Werden jetzt neun weitere Baumriesen Opfer der Motorsägen? Straßenbäume gehören zu unserer bayerischen Kulturlandschaft. Sie zu schützen sollte eine Selbstverständlichkeit sein."
Zirngibl hat, gemeinsam mit dem Rohrer Ortsvorsitzenden der Bayernpartei, Florian Geisenfelder, viele dieser schönen alten Bäume mit einem weißen Tuch umwickelt, um die Bürger auf die Fällungen aufmerksam zu machen. Dazu Zirngibl: "Ich hoffe, dass viele Bürger sich dem Protest gegen die Fällungen anschließen und unsere Tücher nicht zu (Baum-)Leichentücher werden."
Pressemitteilung der Bayernpartei Kreisverband Kelheim