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Zeit mit Familie ist ihm wichtiger

Als Fritz Zirngibl aus Teugn 2010 in die Bayernpartei eintrat und im April 2010 den Ortsverband der Bayernpartei in Teugn gründete, war dies der Beginn einer beispielhaften politischen Erfolgsgeschichte. Bereits wenige Jahre später hatte er acht weitere Ortsverbände gegründet und aus der handvoll Bayernpartei-Mitglieder im Landkreis Kelheim den stärksten weißblauen Kreisverband bayernweit geschaffen. Auf Anhieb gelang ihm 2014 der Einzug in den Gemeinderat von Teugn und den Kreistag von Kelheim, jeweils mit einem weiteren Parteikollegen. Viele Jahre war er auch stellvertretender Vorsitzender der Bayernpartei.

(Foto: Fritz Zirngibl)(Foto: Fritz Zirngibl)Zirngibl füllte von Anfang an die Wirtshäuser mit seinen bürgernahen Themen in Versammlungen. Aber er organisierte auch Musikantentreffen, Vorträge, Sonnwendfeiern und die beliebten Theateraufführungen an Aschermittwoch, welche bis zu 220 Besucher hatten. Er schaffte es auch, dass die Bayernpartei sich am Politischen Gillamoos-Montag in Abensberg, im schönen historischen Kuchlbauer-Saal, viele Jahre wieder präsentieren konnte. Zirngibl sorgte auch im Umweltbereich für Aufsehen, wo er sich um den Erhalt alter Bäume bemühte, mit einem jährlichen "Ramadama" den Müll in der Natur entsorgte oder sich auch im Kreistag um das Ende von Tierleid bei einem Mega-Saustall in Irnsing bemühte.
Dass er jetzt aus "seiner" Bayernpartei austrat, dessen Gesicht er über viele Jahre in Niederbayern und auch Regensburg war, zeichnete sich schon 2020 ab, nach dem Tode seiner geliebten Mutter. Dazu Zirngibl: "Ich hatte viel Zeit für Politik aufgewendet, Muttl hätte diesen Zeitaufwand weit mehr verdient!"
Das führte dazu, dass er als Kreis- und Gemeinderat 2020 zwar wiedergewählt wurde, aber seine Ämter nicht annahm, sondern "Nachrückern" die Plätze im Gemeinderat von Teugn und dem Kelheimer Kreistag überließ. Zirngibl vermisste bei den "Nachrückern" die Vertretung von Bürgerinteressen bei so manchen Abstimmungen. Auch beim Programm der Bayernpartei zu der anstehenden Landtagswahl 2023 fehlten, nach seiner Ansicht, mutige konservative Positionen.
Zirngibl ärgert sich: "Wie kann eine Energiewende mit Schließung der AKW und Kohlekraftwerke und gleichzeitigem Abdrehen des russischen Gashahns erfolgen, ohne vorher für ausreichende und bezahlbare alternative Energie zu sorgen? Wie kann man über Arbeitskräftemangel jammern, wenn gleichzeitig das Bürgergeld erhöht wird und damit Arbeit sich nicht mehr lohnt, sondern die Faulheit junger und gesunder Menschen gefördert wird? Wie kann man nach 250 Tagen Krieg in der Ukraine immer noch glauben, dass immer neue Waffenlieferungen zu einem Frieden führen? Und letztlich frage ich mich, wie man eine Spaltung der Bürger betreiben kann, in dem Impfkritiker als Querulanten und Nazis beschimpft werden? Hier vermisse ich auch eine klare konservative, liberale Linie der Bayernpartei, sofern sie das Ziel eines Einzuges in den bayerischen Landtag schaffen will. Weiter das tote Pferd der "bayerischen Unabhängigkeit" reiten zu wollen, bringt nichts. Wenn ich dann noch von Parteikollegen als "Putin-Freund" beschimpft werde, weil ich als Pazifist und Kriegsdienstverweigerer Waffenlieferungen in die Ukraine ablehne und wenn ich das Asyl-Chaos mit dem Sozial-Tourismus kritisiere, als Ausländerfeind bezeichnet werde, ist es höchste Zeit, dass ich mein politisches Wirken beende." Auf die Frage, ob Fritz Zirngibl eventuell in eine andere Partei eintreten wird, antwortete er: "Eine Sahra Wagenknecht und auch Alice Weidel gefallen mir mit ihren Aussagen recht gut. Aber damit hat es sich auch! Ich habe gerade meinen 4. Dan in Karate erkämpft und bin überzeugt, dass mir Sport und die Zeit mit meiner Familie und Freunden mehr Freude bereiten wird als Politik."
 
 
Fritz Zirngibl, Lengfelder Str.8, 93356 Teugn, tel.: 09405-919133
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