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Große Sorge um die Zukunft des Caritas-Krankenhaus St. Lukas

Logo Bad Abbacher Kurier (Grafik: Bad Abbacher Kurier)Unverständnis bereitet die Entwicklung des Caritas-Krankenhaus St. Lukas. Nach Einstieg des Caritasverband Regensburg in das Krankenhaus Kelheim (ehemals kommunale Goldberg-Klinik) wird die bisherige Geschäftsführerin Dagmar Reich bereits in der ersten Aufsichtsratssitzung durch Sabine Hehn aus der den Fusionsprozess begleitenden Oberender AG abgelöst.
Es ist allgemein bekannt: Die Oberender AG ist an vielen Klinikkonzentrationsprozessen bzw. Klinikschließungen beteiligt. So wurden die Kliniken Nordoberpfalz AG über lange Zeit von der Oberender AG beraten. 5 der 8 akutstationären Klinikstandorte wurden geschlossen, ohne eine wirtschaftliche Verbesserung der Krankenhäuser herbeizuführen. Das Nachsehen haben die Patienten mit dem Verlust einer wohnortnahen klinischen Versorgung. Die Oberender AG ist auch Ideengeber der sogenannten Intersektoralen Gesundheitszentren, die bei Klinikschließungen vielfach versprochen, in der Realität aber nicht umgesetzt werden (Hersbruck, Waldsassen, Vohenstrauß). Intersektorale Gesundheitszentren sind auch kein Ersatz eines Allgemeinkrankenhauses und insbesondere kein Ersatz für die klinische Notfallversorgung am Krankenhaus.
Betroffen macht der Abgang der bisherigen Geschäftsführerin ohne ein Wort des Dankes und der Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit. Es ist zu befürchten, dass das neue Caritas Krankenhaus St. Lukas mit seiner neuen Ära nun einen Kahlschlag erlebt und seine Leistungen sukzessive durch niederschwellige kostengünstige ambulante Leistungen ersetzt, zum Nachteil der EinwohnerInnen im Landkreis Kelheim.
Der Landkreis Kelheim und der Caritasverband Regensburg werden aufgefordert:
1) Begründen Sie die Ablösung der bisherigen Geschäftsführerin Dagmar Reich.
2) Sichern Sie der Bevölkerung zu, am stationären Leistungsangebot des Caritas Krankenhaus St. Lucas uneingeschränkt festzuhalten.
3) Sichern Sie zu, dass die klinische Versorgung der Bevölkerung durch kein ambulantes bzw. Intersektorales Gesundheitszentrum abgelöst wird.
Klaus Emmerich
(Die Adress- und weitere Daten des Einsenders sind der Redaktion bekannt)
 
Anm.: Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung des Schreibers wieder und sind nicht unbedingt mit der Meinung des Verlegers und der Redaktion gleichzusetzen.
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