Anzeige

Landrat Martin Neumeyer hat der Zensus-Erhebungsstelle des Landkreises Kelheim in Abensberg in der Münchener Straße 4 einen Besuch abgestattet.

Landkreislogo 50 Jahre (Grafik: Landratsamt Kelheim)Er informierte sich bei den Mitarbeitern über deren Tätigkeiten beim Zensus 2022. Mit dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der anstehende Zensus von 2021 in das Jahr 2022 verschoben.
Die Erhebungsstellen kümmern sich eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Erhebungsbeauftragten. Sie bilden Erhebungsbezirke und teilen die Erhebungsbeauftragten dort ein. Die Qualität der Erhebungen und der Datenschutz werden von den Erhebungsstellen fortlaufend sichergestellt. Zudem liegt die Kontrolle der Erhebungsunterlagen genauso in ihrem Verantwortungsbereich wie die Kontaktaufnahme mit säumigen auskunftspflichtigen Bürgerinnen und Bürgern, sodass am Ende die Erhebungsunterlagen vollständig an das Landesamt übermittelt werden können.
Im Landkreis Kelheim sind ca. 160 Erhebungsbeauftrage damit betraut, statistisch ausgewählte Haushalte zu ihren persönlichen Daten zu befragen. Von der Befragung sind ca. 23.000 Personen betroffen.
Die Ergebnisse des Zensus liefern folgende Informationen:
 - aktuelle Bevölkerungszahlen
 -Daten zur Demografie, das heißt Alter, Geschlecht oder zum Beispiel Staatsbürgerschaft der Einwohnerinnen und Einwohner
 - Daten zur Wohn- und Wohnungssituation wie durchschnittliche Wohnraumgröße, Leerstand oder Eigentümerquote
Die Daten werden nur anonymisiert ausgewertet. Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse oder Einstellungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu erfahren. Vielmehr bedeutet Statistik, dass Daten verallgemeinert, Summen gebildet und Durchschnitte berechnet werden – und gerade nicht der Einzelfall dargestellt wird. Ziel und Zweck ist es ausschließlich, eine verlässliche Datenbasis für weitere Planungen zu erhalten. Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich ab Ende 2023 vorliegen.
Landrat Martin Neumeyer bedankte sich bei den Mitarbeitern der Erhebungsstelle für ihren Einsatz und dem großen Engagement, mit dem sie ihren Aufgaben nachgehen. Er wünschte ihnen einen möglichst reibungslosen Verlauf und viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit.
Sonja Endl
Stellv. Pressesprecherin
Kommentareingabe ausblenden

1000 Buchstaben übrig


Google Analytics Alternative
Keine Internetverbindung