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Der Tag der Biodiversität (22. Mai 2022) rückt näher.

Anneliese Blaha, Hausener und Herrnwahltanner Gemeindemitglieder sind schon gespannt wie sich die frisch angesähte Fläche entwickeln wird. (Foto: VöF)Anneliese Blaha, Hausener und Herrnwahltanner Gemeindemitglieder sind schon gespannt wie sich die frisch angesähte Fläche entwickeln wird. (Foto: VöF)
Der Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf das drängende Problem des Biodiversitätsverlustes hinzuweisen. Im Rahmen des Projekts: Hier wächst Wildnis – Eh-da Flächen im Landkreis Kelheim informierte die ILE-Umsetzungsbegleitung und Biologin Michaela Powolny ortsansässige Hausener und Herrnwahltanner und Mitglieder der Obst-und Gartenbauvereine vor Ort über die Thematik. Der Begriff „Biodiversität“ umfasst die Vielfalt von Lebensräumen und Ökosystemen und die Artenvielfalt einschließlich ihrer genetischen Vielfalt. Anhand verschiedener Beispiele wurden die komplizierten Zusammenhänge für die Teilnehmer erlebbar aufgeschlüsselt. Klaus Amann, Geschäftsführer vom VöF, freut sich über die große Resonanz der Veranstaltung: „Gerade die Obst- und Gartenbauvereine können im Bereich naturnahes Gärtnern einiges Positive für die Biodiversität erreichen. Das kann die kommunalen Bemühungen in Sachen Naturschutz nachhaltig unterstützen.“
Auch in den Kommunen im Landkreis ist die Problematik bekannt und man möchte etwas dagegen unternehmen. So wurden in den letzten Jahren seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zahlreiche Flächen im Landkreis zur naturschutzfachlichen Aufwertung übergeben. Auch in Herrnwahltann wurde eine kleine Fläche für das Eh-da Projekt bereitgestellt. Im Herbst letzten Jahres wurde eine benachbarte Wildkräuterfläche beerntet um die Samen jetzt gezielt auf der neu vorbereitete Fläche auszusähen. Das heimische Saatgut hat einen hohen ökologischen Wert, denn die heimischen Insekten haben sich im Laufe der Evolution an diese Pflanzen angepasst. Somit ist das Ausbringen von heimischen Saatgut aktiver Insektenschutz. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren mit Eifer bei der Sache und erschufen so wieder einen kleinen wertvollen Flecken. Hausens Bürgermeister Johannes Brunner: „Es ist wichtig und richtig die Zusammenhänge für Bürgerinnen und Bürger verständlich zu machen, denn der Schutz der Biodiversität ist eine gesamtgesellschaftliche Zukunftsaufgabe.“
Hintergrund:
Eh-da Flächen sind kommunale Flächen die „eh da“ sind und weder landwirtschaftlich noch naturschutzfachlich genutzt werden. Das Projekt wird vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE) und der Regierung Niederbayern gefördert, fachlich von den zuständigen Fachbehörden (Höhere Naturschutzbehörde, Untere Naturschutzbehörde) begleitet und gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF umgesetzt.
 
 
Michaela Powolny
MSc. Biologie/Projektmanagerin Eh-da Flächen
Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V.
Donaupark 13
93309 Kelheim
Tel: 09441/2077327
Website: VöF
Website: Eh-da Flächen
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