Landkreismotto (Grafik: Landratsamt Kelheim)Der Landkreis Kelheim wird für seine zahlreichen Projekte belohnt – Budgeterhöhung von 50.000 €

Das EU-Förderprogramm LEADER soll Lebens- und Wirtschaftsräume im Ländlichen Raum neue Impulse geben und dazu beitragen diese Räume weiterzuentwickeln und nachhaltig zu gestalten. Dabei setzt das Programm auf ein hohes Maß an Bürgerbeteiligung, Vernetzung von bestehenden Strukturen, Nachhaltigkeit und Innovation.
„Die Ziele der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) im Landkreis Kelheim sind wegweisend und maßgeblich für alle Projekte und betreffen Arten- und Ressourcenschutz, regionalen Tourismus und die Landwirtschaft, Dorfkulturen sowie Bildung und soziales Handeln. Insgesamt 80 Projekte sind derzeit im Rahmen der LES in Bearbeitung oder bereits abgeschlossen. Davon werden 37 Projekte mit LEADER gefördert“, so Klaus Amann LEADER-Geschäftsführer beim Landschaftspflege-verband Kelheim VöF e.V.. Insgesamt standen der Lokale Aktionsgruppe Kelheim (LAG), der „Herrin des Verfahrens“, bis vor Kurzem vom LEADER-Budget rund 1,65 Mio € für Projekte zur Verfügung, davon waren im November 2019 rund 1,5 Mio € bereits in Projekten gebunden.
Leader-Geschäftsführer Klaus Amann und Landrat Martin Neumeyer (Foto: Sonja Endl/Landratsamt Kelheim)Leader-Geschäftsführer Klaus Amann und Landrat Martin Neumeyer (Foto: Sonja Endl/Landratsamt Kelheim)Mit dem Jahr 2020 hat das letzte Jahr dieser Förderperiode begonnen. Damit die LEADER-Restmittel bayernweit effektiv und bedarfsgerecht eingesetzt werden, hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) für alle LAGen des Bundeslandes Meilensteine gesetzt. So erfolgte zum Stichtag 31.10.2019 eine Bilanzierung der noch verfügbaren Mittel getrennt nach Einzel- und Kooperationsprojekte. Die LAG Kelheim hat in beiden Fällen den vorgegebenen Meilenstein überschritten. Das bedeutet, dass es der LAG gut gelingt, verfügbare Mittel in innovative Projekte zu verwandeln. Aufgrund der erfreulichen Bilanz wurde der LAG Kelheim vom StMELF eine Budgetaufstockung in Höhe von 50.000 € gewährt. Das bedeutet, dass die LAG momentan noch rund 200.000 € an Restmitteln für Projekte zur Verfügung stehen.
„Mit LEADER konnten wir in unserem Landkreis bereits eine Vielzahl wichtiger Projekte auf den Weg bringen. Das Engagement unserer Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger ist hervorragend. Daher freue ich mich besonders, dass diese Leistungen mit einer Budgetaufstockung vom Staatsministerium gewürdigt wurden“, so der Landrat und Vorsitzende der LAG, Martin Neumeyer.
An neuen innovativen Projektideen wird bereits intensiv gefeilt. So könnte z.B. der „Kümmerer“ für das zukünftige Kunsthandwerkerhaus in der Altstadt von Kelheim einen Teil der restlichen Gelder ergattern. Die nächste Sitzung der LAG, bei der über weitere Projekte entschieden wird, findet voraussichtlich Ende Februar 2020 statt.
Was passiert, wenn das LEADER-Budget erschöpft ist?
Auch zu dieser Frage hat sich das StMELF inzwischen geäußert. Demnach enthält der bayerische LEADER-Topf noch eine Fördersumme von etwa 10 Mio. €, die noch keiner LAG zugeteilt ist. Diese Gelder werden nach Erschöpfung der Budgets an die LAGen verteilt. Die Verteilung richtet sich in diesem Fall nach der Bewilligungsreife eines Projektes, was so viel bedeutet wie: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.




Sonja Endl
Stellv. Pressesprecherin