Drucken
Nach Sanierung folgte feierliche Einweihung
Der Altar der Marienkapelle in Lohstadt mit den restaurierten Figuren. Der Altar wurde von der Pfarrei Kapfelberg zur Verfügung gestellt (Foto: br-medienagentur)Der Altar der Marienkapelle in Lohstadt mit den restaurierten Figuren. Der Altar wurde von der Pfarrei Kapfelberg zur Verfügung gestellt (Foto: br-medienagentur)
Im Kelheimer Ortsteil Lohstadt gibt es an der Lohstraße eine Kapelle mit einer bewegten Geschichte. Nach alten Aufzeichnungen stammt die Kapelle aus der Zeit Ende 17. Jahrhunderts. Um das Jahr 1803 wurde die Kapelle jedoch im Rahmen der damaligen Säkularisation abgebrochen. Bereits 1828 machten sich aber die Bewohner von Lohstadt und Gundelshausen wieder an die Arbeit und errichteten an der Stelle der zerstörten Kapelle eine neue. Die Kapelle musste jedoch 1921 wiederum wegen Baufälligkeit abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dies geht aus einem Bericht aus dem Jahre 1922 des damaligen Pfarrer Josef Segerer hervor. Bei dem Neubau wurde dann auch die Kapelle etwas größer und erhielt einen kleinen Turm mit einer kleinen Glocke.
Eine der Steintafeln, die nun wieder in der Fassade der Kapelle eingelassen wurden. (Foto: br-medienagentur)Eine der Steintafeln, die nun wieder in der Fassade der Kapelle eingelassen wurden. (Foto: br-medienagentur)1972 ließ dann die damals noch selbständige Gemeinde Lohstadt den Turm mit einem Kupferdach eindecken und die Wände wurden innen und außen neu gestrichen. 1973 erhielt die Kapelle einen neuen Holzfußboden und die Kniebänke wurden gepolstert. 1976 wurden unter Mithilfe des Schreinermeisters Alfred Gaßner aus Gundelshausen neue Bänke installiert, die aus der Hauskapelle des Kreiskrankenhauses Kelheim stammten. Inzwischen ist durch die Eingemeindung von Lohstadt als Gemeindeteil von Kelheim die Baulast an die Stadt Kelheim übergegangen und der bauliche Zustand der Kapelle wurde in den letzten Jahren wieder zusehends schlechter. Es wurde wieder Zeit die Kapelle zu sanieren. Bernhard Fischer, Ortsprecher von Lohstadt im Stadtrat von Kelheim, setzte sich daher dafür ein, dass die Stadt Kelheim die Sanierung der Kapelle als eines der Baudenkmäler der Stadt Kelheim in die Haushaltsplanung aufgenommen hat. Insgesamt wurden daraufhin rund 110.000 Euro in 2018 und 2019 in den Stadthaushalt eingeplant, da sich herausstellte, dass die Sanierung der Kapelle doch umfangreicher ausfallen wird. Das Mauerwerk musste trockengelegt, der Dachstuhl samt Glockenturm erneuert, das Dach neu eingedeckt, die Bodenplatte neu eingesetzt und außen ein neuer Grundputz aufgetragen werden.
Bei dieser Gelegenheit wurden dann auch zwei alte Steintafeln, die sich bereits vor der vorherigen Sanierung an der Eingangsfassade befunden hatten, wieder in die Fassade integriert. Auch neue Kreuzwegbilder schmücken nun das Innere der Kapelle, da die Restaurierung der alten Kreuzwegbilder preislich zu teuer geworden wäre. Ein Gemälde des Oberndorfers Kunstmaler Otto Baumann ist ebenfalls in die Kapelle zurückgekehrt. Mitgeholfen bei der Sanierung der Kapelle haben Viele. Sei es die Sieben-Schmerzen-Mariens-Bruderschaft der Pfarrei Kapfelberg, der Frauenbund Kapfelberg oder die Mesner und Mesnerinnen der Kapelle und die Pfarrgemeinde mit ihren ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen. So war es auch folgerichtig, dass unter Mitwirkung der Vereine von Lohstadt, Gundelshausen und Kapfelberg, Vertretern des Stadtrates von Kelheim und Bürgermeister Horst Hartmann mit einem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Antony Koottummel die erfolgreiche Sanierung der Kapelle am 28. September 2019 gefeiert worden ist. Nachfolgend Fotos von der feierlichen Einweihung der sanierten Kapelle.

Feuerwehren, Schützenvereine und andere Vereine aus Lohstadt, Gundelshausen und Kapfelberg waren genauso anwesend bei der feierlichen Einweihung wie viele Gemeindebürger (Foto: br-medienagentur)Feuerwehren, Schützenvereine und andere Vereine aus Lohstadt, Gundelshausen und Kapfelberg waren genauso anwesend bei der feierlichen Einweihung wie viele Gemeindebürger (Foto: br-medienagentur)

Bürgermeister Horst Hartmann hob in seiner Ansprache das Engagement der Stadt Kelheim für die Kapelle hervor. (Foto: br-medienagentur)Bürgermeister Horst Hartmann hob in seiner Ansprache das Engagement der Stadt Kelheim für die Kapelle hervor. (Foto: br-medienagentur)

Auch Landrat Martin Neumeyer kam zur Einweihungsfeier und lobte das Engagement der Stadt Kelheim, aber insbesondere das der Gemeindebürger und der Vereine und der Pfarrgemeinden (Foto: br-medienagentur)Auch Landrat Martin Neumeyer kam zur Einweihungsfeier und lobte das Engagement der Stadt Kelheim, aber insbesondere das der Gemeindebürger und der Vereine und der Pfarrgemeinden (Foto: br-medienagentur)

Pfarrer Antony Koottummel zelebrierte die Messe, fragte dabei, warum die Kapelle keinen Namen hat und forderte die Bürger zu mehr Mut im Glauben auf. Die Sanierung der Kapelle sieht er als einen Beweis dafür an, dass die Religiösität in den Gemeinden die Gläubigen zu gemeinsamen Anstrengungen verhilft. (Foto: br-medienagentur)Pfarrer Antony Koottummel zelebrierte die Messe, fragte dabei, warum die Kapelle keinen Namen hat und forderte die Bürger zu mehr Mut im Glauben auf. Die Sanierung der Kapelle sieht er als einen Beweis dafür an, dass die Religiösität in den Gemeinden die Gläubigen zu gemeinsamen Anstrengungen verhilft. (Foto: br-medienagentur)
Anschließend weihte Pfarrer Antony Koottummel die sanierte Kapelle von Lohstadt (Foto: br-medienagentur)Anschließend weihte Pfarrer Antony Koottummel die sanierte Kapelle von Lohstadt (Foto: br-medienagentur)
Nach dem Gottesdienst und der Einweihung der Kapelle ging es, angeführt von der Blaskapelle und den Vereinsabordnungen zum Gasthof Perzl. Dort fand der weltliche Teil der Einweihungsfeier mit Speis und Trank statt. (Foto: br-medienagentur)Nach dem Gottesdienst und der Einweihung der Kapelle ging es, angeführt von der Blaskapelle und den Vereinsabordnungen zum Gasthof Perzl. Dort fand der weltliche Teil der Einweihungsfeier mit Speis und Trank statt. (Foto: br-medienagentur)