Torso – Fragment – Non-finito

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Mit einer kleinen Eröffnungsfeier wurde am kürzlich im Archäologischen Museum die Ausstellung „Torso – Fragment – Non-finito“ eröffnet. Die ausgestellten Exponate sind Werke der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Donau-Gymnasiums in Kelheim und ein Ergebnis des Kunstunterrichts.

Die Schülerinnen und Schüler machten sich anhand von Michelangelos „David“ mit den menschlichen Proportionen vertraut, indem sie die Frontalansicht des „David“ abzeichneten. Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler Seifen, um aus dem Seifenstück einen Torso herauszuarbeiten.

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Frei nach dem Motto von Michelangelo „Ich sehe, was in dem Block steckt, ich muss es nur freistellen“. Während beim Zeichnen das Verfahren zweidimensional ist, geht es beim Herausschnitzen an der Seife um die räumliche Sichtbarmachung der eigenen Vorstellung eines menschlichen Torsos.

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Die ausnahmslos gelungenen Werke der Schüler/-innen zeigen eine hohe persönliche Reife. Es sind viele proportional stimmige kleine Körper entstanden. Dies gilt auch für die geometrischen Torsos aus Pappe und Papier. Sie zeigen ein hohes Verständnis für Proportionen und Abstraktion. Insgesamt sind alle Exponate sehr gelungen und würdig im Archäologischen Museum mit den Figuren und Zeichnungen Torso5der Ausstellung „Steinzeit-Schönheit – vorgeschichtliche Frauenstatuetten in kunstvollen Betrachtungen“ gemeinsam präsentiert zu werden. Dies stellte auch 2. Bürgermeister Franz Aunkofer in seiner Begrüßungsrede fest, als er in Bezug auf das verwendete Material Seife doppeldeutig anmerkte: „A saubere Sach“. Dr. Josef Schmid, Schulleiter des Donau-Gymnasiums, will durch die Ausstellung außerhalb der Schule die Bürger von Kelheim und Torso6Umgebung mehr über das Geschehen und die Ergebnisse der Lehrtätigkeit informieren. Er wünschte der Ausstellung viel Erfolg durch viele Besucher.
Werner Wagner, akademischer Künstler und Kunstlehrer des Donau-Gymnasiums, dankte dem Archäologischen Museum für die Gelegenheit, die von den Schülerinnen und Schülern geschaffenen Exponate Torso7ausstellen zu dürfen und schloss sich den Erfolgswünschen des Schulleiters des Donau-Gymnasiums an.
Musikalisch wurde die Eröffnungsfeier sehr gekonnt von dem Gymnasiasten Julian Todt am Klavier mit Stücken von Mozart, Dussek, aber auch von Janis Joplin und dem amerikanischen Folk-Song „The House of the Rising Sun“ begleitet.

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