Die Stadt Kelheim und die Gemeinde Ihrlerstein wollen gemeinsam einen Waldkindergarten betreiben

Waldkindergarten3

Die steigenden Geburtenzahlen und Zuzüge von jungen Familien haben die Nachfrage nach Kindergartenplätzen enorm erhöht. Aufgrund dessen müssen sowohl die Stadt Kelheim als auch die Gemeinde Ihrlerstein dieser Nachfrage gerecht werden. Ihrlerstein erweitert den bestehenden Kindergarten und Kelheim baut zusätzlich einen neuen.

Waldkindergarten1
Trotzdem reichen diese Maßnahmen nicht aus. Im Raum steht daher der Gedanke, gemeinsam zusätzlich einen Waldkindergarten zu errichten. Als möglicher Standort wurde dabei das Gebiet beim Frauenhäusl im Staatsforst in Erwägung gezogen. Um sich einen Eindruck über die Gesamtsituation des zukünftigen Standortes zu verschaffen, trafen sich Kelheims Erster Bürgermeister Horst Hartmann und der Bürgermeister von Ihrlerstein, Josef Eckl, mit Vertretern der damit befassten Behörden und der Vertreterin der Bayerischen Staatsforsten, dem Forstamt in Kelheim, Sabine Bichlmaier, am Frauenhäusl zu einer Besichtigung des möglichen Geländes und einer Erörterung über die Eignung für einen Waldkindergarten.

Waldkindergarten2
Das Gelände für einen Waldkindergarten benötigt rund einen bis zwei Hektar Wald und davon wiederum rund 3.000 m² Kerngelände. Die Bayerische Forstverwaltung würde für den Waldkindergarten die entsprechende Fläche zur Verfügung stellen. Das Kerngelände mit einer Unterkunft für extrem schlechtes Wetter soll hierbei, so hat es sich bei der Besichtigung ergeben, so nahe wie möglich beim Spielplatz vom Frauenhäusl liegen. Als mögliche Unterkunft ist eine Blockhütte, eventuell ein Bauwagen angedacht. Das Besondere am Waldkindergarten ist, dass sich die Kinder die ganze Zeit über im Freien befinden. Wie die Erfahrung aus anderen Waldkindergärten zeigt, sind die Kinder eines Waldkindergartens weniger anfällig für Krankheiten und insgesamt gesundheitlich robuster. Die Gestehungskosten für einen Waldkindergarten sind zudem durch die Tatsache, dass kein aufwändiger Bau notwendig ist, wesentlich geringer und der Unterhalt des Kindergartens ist ebenfalls preisgünstiger. Nach der Besichtigung und Erörterung des Geländes einigten sich die Teilnehmer darauf, die nächsten Planungsschritte einzuleiten und das Projekt weiterzuführen. Als möglicher Eröffnungstermin wurde Frühjahr 2018 vereinbart.