Bürgermeister Christian Schweiger mit Christoph Kühnl, stv. Kreisbereitschaftsleiter und Christine Schuster, Fachdienstleiterin Rettungshunde im Kreisverband (Foto: Katja Schweiger)Bürgermeister Christian Schweiger mit Christoph Kühnl, stv. Kreisbereitschaftsleiter und Christine Schuster, Fachdienstleiterin Rettungshunde im Kreisverband (Foto: Katja Schweiger)Christian Schweiger kandidiert für den Vorsitz des BRK-Kreisverbandes Kelheim
Leider kann in diesem Jahr coronabedingt der Hilfstransport in die Ukraine des BRK Kelheim nicht stattfinden. Dennoch gerät diese traditionelle und humanitäre Aktion nicht aus dem Blickfeld: Sobald eine Durchführung wieder möglich ist, unterstützt Bürgermeister Christian Schweiger das Vorhaben vollends. In Kelheim ist es schon lange Tradition, dass sich der amtierende Bürgermeister für die Ukrainehilfe engagiert (untenstehend eine umfassende Information zur Ukrainehilfe vom Start im Jahr 1991 bis heute). Christian Schweiger möchte sich noch mehr für den Kelheimer BRK-Kreisverband engagieren und kandidiert deshalb bei der bevorstehenden Wahl im Frühjahr 2021 für das Amt des Ersten Vorsitzenden. Momentan laufen Gespräche mit potentiellen Kandidaten. „Unser Ziel ist eine ausgewogene und kompetente Vorstandschaft. Das Ehrenamt braucht reichlich Unterstützung, und ich setze mich für den BRK-Kreisverband Kelheim ein,“ sagt Christian Schweiger.
Historie Ukrainehilfe Kelheim (Text von Andreas Ober): 1991 wurde der erste Hilfskonvoi in die Ukraine durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt wurden Hilfsprojekte seitens der Staatsregierung mit dem Stichwort „Russlandhilfe“ ins Leben gerufen. Die Stadt Kelheim unter der Federführung des damaligen Bürgermeisters Heinz Reiche beschloss, einen solchen Hilfstransport durchzuführen. Lebensmittel und Kleidung sollten der Bevölkerung in Russland übergeben werden. Der Bereich (Landkreis) Sambir in der Ostukraine wurde auf Vorschlag von Manfred Geier aus Ihrlerstein ausgewählt. Herr Geier hatte aufgrund eines Luftballonwettbewerbes seit einigen Jahren Kontakt zu einer Familie in der Stadt Starjy Sambir. An der Planung und Durchführung waren neben der Stadt Kelheim die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, die Diakonie und das Bayerische Rote Kreuz beteiligt. Das Technische Hilfswerk unterstützte bei der Durchführung des Hilfstransportes mit Lkws. Unter der Federführung des Küchenleiters des Kreiskrankenhauses Kelheim, Klaus Buhr und Gerhard Schels wurden seit 1991 nach Möglichkeit jährlich ein Hilfstransport in die Stadt Starjy Sambir in der Ukraine durchgeführt. Am 4. Mai 2003 unterstützte erstmals der 40 t Lkw des Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Kelheim, bei der Durchführung eines Transportes mit humanitären Hilfsgütern. Karl Puschmann von der Bereitschaft Riedenburg und Andreas Ober der Bereitschaft Kelheim saßen abwechselnd am Steuer des Wechsel-Container Fahrzeuges bei der Fahrt in die Ukraine. Von Anfang an hat jeder Bürgermeister ausnahmslos die Ukrainehilfe des Roten Kreuzes und die Ukrainehilfe Kelheim, die aus Kelheimer Bürgern besteht, organisatorisch und materiell unterstützt. Vor jeder Fahrt steht der Lkw beladen im städtischen Bauhof, um ihn vor Aufbruch zu schützen, da leider eine feste Unterkunft für diesen 19 m langen Lkw fehlt. In Zeiten von Corona sind leider keine humanitären Hilfstransporte ins Ausland möglich. Der MAN Lkw des BRK-Kreisverbandes Kelheim, Baujahr 1992, wurde 2002 aus dem Katastrophenschutz-Bestand des Bayerischen Roten Kreuz Landesverbandes in Baar-Ebenhausen vom BRK-Kreisverband übernommen. Mit übernommen wurden zwei Cargo-Container, ein Büro/Einsatz-Container sowie ein Container mit einer Ausstattung Notunterkunft für 100 Personen, die z. B. bei den Hochwässern Dresden und im Landkreis Kelheim als Unterkunft für eingesetzte Bundeswehrsoldaten und in der Flüchtlingswelle zu Einsatz kam. Bei einer Vielzahl von Sanitätsdiensten dienen die Container als Sanitätsstationen oder mobile Einsatzleitung. Unverzichtbar sind die Container auch beim 24 Stundenrennen von Kelheim - Sanitätsstation und Einsatzleitung in der Innenstadt und als Wetterschutz auf der Rennstrecke erwiesen sie sich als wichtiges Instrumentarium ohne Alternative. Nicht nur wegen ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten, auch wegen der sicheren und unersetzbaren Beständigkeit gegen Nässe und Wind, bei dem jedes Einsatz-Zelt wegen Gefährdung der Einsatzkräfte verlassen werden muss. Als unverzichtbare Transportkomponente erwies sich der Lkw zuletzt z. B. bei der Katastrophe in Simbach und zum Transport von Medizinischem Material in der Corona-Pandemie. Im Gegensatz zu den Feuerwehren und dem THW sind solche Großfahrzeuge im Roten Kreuz sehr wenig verbreitet. Mit einer Ladekapazität von mehr als 25 t oder 34 Europaletten ist unser Lkw ein Herausstellungsmerkmal neben den Lkws in Landshut, Freising, Dachau und mit einer Neubeschaffung des Kreisverbandes in München. Leider reicht dieser Fuhrpark bei regionalen und überregionalen Katastropheneinsätzen nicht aus. Daher ist ein Fortbestand solcher Transportkomponenten unverzichtbar, da andere Hilfs- und Rettungsorganisationen wie Feuerwehr und THW mit anderen Aufgaben ausgelastet sind. Sollte diese Transportkomponente Lkw 40 t im BRK-Kreisverband Kelheim wegfallen, wird diese Lücke sofort durch Konkurrenz Organisationen wie Johanniter oder RKT geschlossen. Dies sollte allen Entscheidungsträgern bewusst sein, die zum Wohle des BRK-Kelheim entscheiden.



Yvonne Kandziora
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