SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller (Foto: SPD-Niederbayern)SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller (Foto: SPD-Niederbayern)Viele bayerische Apotheker schlagen derzeit Alarm und melden eklatante Versorgungsengpässe bei Arzneimitteln. Die vielen Kranken, die mit Beginn der Erkältungszeit und dem Anrollen der jährlichen Grippewelle eine gute Betreuung brauchen werden, sind auf fürsorgliche Beratung und stimmige Versorgung angewiesen. Derzeit sind die örtlichen Apotheker aber mehr damit beschäftigt, sich um die Bevorratung und Beschaffung der benötigten Medikamente zu kümmern. Das ist extrem zeitaufwändig und geht zu Lasten einer guten Betreuungsqualität.
„Seit Monaten gibt es massive Versorgungslücken, die Lage spitzt sich immer mehr zu“, so die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die sich im Austausch mit Fachkreisen und Bundespolitikern bereits seit mehr als einem halben Jahr vehement dafür einsetzt, den politischen Handlungsdruck zu erhöhen. „Es kann nicht sein, dass unsere Apotheker damit beschäftigt sind, Engpässe zu managen, statt sich um die Patienten kümmern zu können“, zeigt sich Müller besorgt.
Der Abgeordneten liegt die Antwort der bayerischen Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage vor, in der als Ursachen für die derzeitigen Engpässe Qualitätsmängel, Herstellungsprobleme oder Produktions- und Lieferverzögerungen für Wirkstoffe genannt werden. „Das beste Mittel, um Engpässe aus dem Ausland zu verhindern, ist die Stärkung der bayerischen Pharmaindustrie!", fordert Ruth Müller, „außerdem muss die Staatsregierung genau darlegen, bei welchen Medikamenten Lieferengpässe auftreten. Wir brauchen dringend eine gesetzliche Meldepflicht, damit das Ausmaß deutlich und der Handlungsdruck verschärft wird.“
Bundesgesundheitsminister Spahn hat das Thema auf Bundesebene ebenfalls aktuell zur Chefsache gemacht, aber die Umsetzung seines Fünf-Punkte-Plans muss nun zügig erfolgen. Müller wird sich dafür einsetzen, dass die Brisanz des Themas auch im Bayerischen Landtag in der notwendigen Dringlichkeit diskutiert wird: „Wenn den Apotheken die Arzneimittel ausgehen, zahlen die Patienten die Zeche und das dürfen wir nicht zulassen.“



Sigrid Altweck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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