Brauchtum

  • „Hü und Hott“ beim Mainburger Maibaum

    War nur kurzfristig aufgestellt (Foto: privat)War nur kurzfristig aufgestellt (Foto: privat)„D’Wadlbeisser“ ergriff die Initiative

    Nachdem das Maibaumaufstellen der bisherigen Organisatoren überraschend abgesagt worden war, fand sich doch noch wer, nämlich „d’Wadlbeisser“, der den Brauch auch heuer nicht missen wollte und deshalb die Initiative ergriff und das leere Gestell am Grünen Markt in Mainburg mit einem Baum bestückte.
    Ein heimischer, lokaler Baum, gefällt durch Windbruch, der deshalb nicht extra umgesägt werden musste, wurde gefunden. Handbearbeitet und gut gesichert wurde das Bäumchen nach Mainburg gebracht und dort mit reinem Irxnschmalz aufgestellt. Sicher am Maibaum-Gestell angebracht und mit einer Widmung versehen, stand es dort bereits am Vorabend des 1. Mai.
    Doch haben Maibaum-Diebe den frisch aufgestellten Baum schon in der Walpurgisnacht von Samstag auf Sonntag gestohlen. „Wären die Übeltäter des Lesens mächtig gewesen, wären auch sie drauf gekommen, dass es ein wohlgemeinter Akt war. So is des, wenn ma de Leid an Spiegel vorhält
    und der jenen dann auf die Füße fällt.“, vermutet der selbsternannte „Wadlbeisser“.
  • Bayernpartei Bad Abbach feiert „Kirta-Moda-Musi“

    Alte Tradition soll bewahrt werden

    Die Bayernpartei Bad Abbach bewahrt eine alte Tradition am Kirchweih Montag: die „Kirta-Moda-Musi“.

    G´müatle wara, da Kirda-Montag der Bayernpartei Bad Abbach (Foto: Andreas Schambeck)G´müatle wara, da Kirda-Montag der Bayernpartei Bad Abbach (Foto: Andreas Schambeck)

    Dieses Jahr hatte Martin Schmidmeier, Vorsitzender des Ortsvereins der Bayernpartei, den Alleinunterhalter „Der Haderlump“, Fritz Tremmel aus Ingolstadt, eingeladen. In der gut gefüllten Gaststube beim Fischerwirt spielte er mit Gitarre, Akkordeon und Keyboard auf und sorgte so für eine ausgezeichnete Stimmung mit traditioneller Volksmusik, Couplets, Witzen und deutschen Oldies, sodass bis zur späteren Stunde ausgiebig gefeiert, mitgesungen und getanzt wurde.

    Dass auch das Politische nicht zu kurz kam, zeigte die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern in die Bayernpartei während der „Kirta-Moda“-Veranstaltung.
     
     
    Bayernpartei Bad Abbach, Andreas Schambeck
  • Ehrenamt hält bayerisches Brauchtum lebendig

    SPD-Kreistagsfraktion zu Besuch im Trachtenkulturzentrum in Holzhausen bei Geisenhausen

    Die SPD-Kreistagsfraktion mit Gemeinderätin Renate Weindl (l.) und dem Geschäftsführer des Bayerischen Trachtenverbandes, Andreas Oberprieler (2.vl.) (Foto: Thomas Gärtner)Die SPD-Kreistagsfraktion mit Gemeinderätin Renate Weindl (l.) und dem Geschäftsführer des Bayerischen Trachtenverbandes, Andreas Oberprieler (2.vl.) (Foto: Thomas Gärtner)
    Auf ihrer Tour durch den Landkreis haben die SPD-Kreisräte auch einen Ort besucht, dessen Namen seine tatsächliche Vielfalt nicht vermuten lässt: das Trachtenkulturzentrum des Bayerischen Trachtenverbandes in Holzhausen bei Geisenhausen. Geschäftsführer Andreas Oberprieler führte die Kreisräte über den ehemaligen Pfarrhof auf dem als letztes im Erzbistum München und Freising noch Landwirtschaft betrieben wurde. In etwa 30.000 Stunde ehrenamtlicher Arbeit ist ein gleichermaßen zweckmäßiger wie schöner Mittelpunkt für die Arbeit des Trachtenverbandes entstanden, der aber auch anderen Vereinen und Verbänden, Schulen und Firmen offen steht.
  • Ja wo ist er denn …

    Marktplatz von Bad Abbach heuer ohne Maibaum

    Zwar nicht am Marktplatz, aber immerhin ein Maibaum (Foto: Andreas Schambeck)Zwar nicht am Marktplatz, aber immerhin ein Maibaum (Foto: Andreas Schambeck)Seit Jahrzehnten gehörte es auch in Bad Abbach zum Brauchtum, einen festlich geschmückten Baumstamm am 1. Mai auf dem Marktplatz durch starke Burschen unter Beobachtung des heimischen Publikums und Hau-Ruck-Zurufen am Marktplatz aufzustellen. Verbunden war diese Tradition mit einem Mai-Fest rund um die stämmige Zierde, die später als sogenannter Zunftbaum mit Plaketten der Handwerksfirmen und der örtlichen Vereine versehen, das Jahr über zu bewundern war.
    Doch heuer reibt man sich verwundert die Augen: Ja wo ist er denn? Kein Maibaum weit und breit! Auch kein Maifest! Lediglich das verwaiste Befestigungsgestell für den Mai-/Zunftbaum steht einsam und verlassen auf dem Marktplatz.
    Die Bevölkerung suchte Ersatz in manchen Bad Abbacher Gemeindeteilen um die Maibaum-Aufstell-Gaudi mitzuerleben und das Brauchtum hochzuhalten.
    Doch siehe da, auch in Bad Abbach selbst wurde ein Maibaum gesichtet, sogar mit dem Wappen der Marktgemeinde geschmückt. Dieser Maibaum, offensichtlich aus privater Initiative heraus aufgestellt, soll aber wohl nicht den berühmt-berüchtigten „Schandbaum“ symbolisieren, oder doch?
    Wer hat den Maibaum gestohlen? (Foto: Andreas Schambeck)Wer hat den Maibaum gestohlen? (Foto: Andreas Schambeck)
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