Biohof

  • Dialog im Donaupark: 18.10.2022

    Biologischer Landbau – warum er so notwendig ist

    Landkreislogo 50 Jahre (Grafik: Landratsamt Kelheim)Die Veranstaltungsreihe Dialog im Donaupark widmet sich im Oktober dem Thema „Biologischer Landbau – warum er so notwendig ist“. Es handelt sich um einen Vortrag auch für die Ernährung in Kitas, Schulen und Gastronomie.
    Referent wird Jan Plagge sein. Der Agrar-Ingenieur ist unter anderem Präsident von Bioland e.V. sowie Präsident des europäischen Dachverbands für Bio-Lebensmittel und -Landwirtschaft, IFOAM Organics Europe. Dem Sachvortrag wird sich eine offene Diskussionsrunde anschließen. Ein Vortrag auch für die Ernährung in Kitas, Schulen und Gastronomie.
    Dienstag, 18. Oktober, 18 Uhr,
    Großer Sitzungssaal, Landratsamt Kelheim.
     
    Lukas Sendtner
    Stellvertretender Stabsstellenleiter
    Pressesprecher
  • Schulbesuch auf dem Biohof

    Die sechsten Klassen der Aventinus Mittelschule Abensberg haben in den Wochen vor den Sommerferien besondere Ausflüge erlebt – sie wanderten morgens zum Biohof von Hermann Bäuml nach Biburg-Dürnhart, um sich dort von dem Biolandwirt über den Hof führen zu lassen.
    Informativ, unterhaltsam, lehrreich und willkommene Abwechslung: Der Besuch eines Biohofes wie z.B. der von Hermann Bäuml (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)Informativ, unterhaltsam, lehrreich und willkommene Abwechslung: Der Besuch eines Biohofes wie z.B. der von Hermann Bäuml (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
    Bäumls landwirtschaftliches Anwesen beherbergt Räume für die Aufzucht von Küken und große Freiflächen mit neuem Mobilstall für Legehennen. Für die Legehennen hat Bäuml einen Bruderküken-Vertrag abgeschlossen, so dass das Schreddern der männlichen Küken entfällt. Diese werden als Masthähnchen aufgezogen und leben rund doppelt so lange wie konventionelle Masthähne. Die Eier vom Biohof Bäuml sind deshalb „Bruderhahn-Eier“. Schnäbel werden im Biobereich ohnehin nicht gestutzt.
    Bäuml: „Seit 2010 bewirtschaften wir unseren landwirtschaftlichen Geflügelhof nach den ökologischen Richtlinien von Bioland.“ An oberster Stelle stehen dabei „die artgerechte Tierhaltung und die Eingliederung der Landwirtschaft in die natürlichen, ökologischen Kreisläufe.“ Auf dem Anwesen pflanzt Bäuml – alles unter Bioland-Kriterien – Kartoffeln, Lauch, Einlegegurken, Kürbis, Äpfel und Rote Beete und vertreibt die Waren ab Hof, die Hühnereier findet man auch in regionalen Supermärkten. Die Karotten gehen inzwischen komplett an einen Hersteller von Veggieburgern in der Region. Apfel- und Rote Beete-Saft holt man bei ihm ebenfalls vom Hof. Eine Solarkraft-Anlage versorgt das Anwesen mit Energie.
    v.l.: Brey, Nöth und Bäuml mit Kindern (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)v.l.: Brey, Nöth und Bäuml mit Kindern (Foto: Ingo Knott/Stadt Abensberg)
    Natürlich kamen die kleinen, flauschigen Küken bei vielen Schülerinnen und Schülern am besten an. „Fast jede und jeder wollte mal eins in der Hand halten“, so die Klassenlehrer Thomas Nöth und Jonathan Furch, die mit der 6b und 6c zu Besuch waren. Das Geflügel kommt als Eintagsküken von einer Biobrüterei nach Dürnhart. In den ersten Tagen benötigen die Küken viel Wärme und Fürsorge. Ab der siebten Woche können sich die Tiere auf der Weide frei bewegen und können so Picken und Scharren. Sie fressen frische Kräuter, Insekten und Würmer und haben so einen artgerechten Lebensraum. Auch die Biohähnchen haben es besser als der Durchschnitt - Bäuml: „Ein Bio-Hähnchen bekommt Zeit zum Wachsen. Erst nach 70 bis 90 Tagen hat es sein Schlachtalter erreicht.“ Ein konventionelles Hähnchen hat 32 Tage Zeit.
    Nach den Führungen wurden die Kinder vom Bus wieder abgeholt. Rektor Wolfgang Brey, der selbst eine Klasse begleitet hat, ist begeistert: „Wir haben den Biohof Bäuml im Rahmen unserer Projektwochen Alltagskompetenzen - Schule fürs Leben besucht, weil er mit seinem Bio-Angebot ideal dazu passt.“ Das Kultusministerium bezuschusst die Projektwochen. Der Wert ist groß, so Brey: „Zunächst mal hat es den Kindern Spaß gemacht!“ Und was Spaß macht, behält man: Manch einer hat daheim erzählt, was er jetzt weiß, berichtet Brey. „Wenn das geschieht, hat man was richtig gemacht“, grinst er. Und auch dem Biolandwirt haben die Besuche gefallen: „Mir haben die Schüler echt ein Loch in den Bauch gefragt.“ Nur eins war bedenklich: „Meinen Rauhaardackel haben sie fast tot gestreichelt. Der ist jetzt richtig verwöhnt.“
     
     
    Ingo Knott
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  • Umweltminister Glauber ehrt Biohof Gruber aus Schöfthal:

    Kelheimer Preisträger beim Wettbewerb „Naturschutzpartner Waldbesitzer 2021“

    Die Familie Gruber freute sich über die Glückwünsche; v.l.: Winfried Scharold (AELF Abensberg-Landshut), Lucia Gruber, Marlene Gruber, Rupert Gruber, Burkhard Deifel (Landratsamt Kelheim) (Foto: Burkhard Deifel, Landratsamt Kelheim)Die Familie Gruber freute sich über die Glückwünsche; v.l.: Winfried Scharold (AELF Abensberg-Landshut), Lucia Gruber, Marlene Gruber, Rupert Gruber, Burkhard Deifel (Landratsamt Kelheim) (Foto: Burkhard Deifel, Landratsamt Kelheim)
    Große Freude herrschte kürzlich auf dem Biohof Gruber in Schöfthal bei Rohr: Das Bayerische Umweltministerium hat der Familie Gruber die Auszeichnung „Naturschutzpartner Waldbesitzer“ verliehen. Gemeinsam belohnten das Bayerische Umweltministerium, der Bayerische Bauernverband, der Bayerische Waldbesitzerverband und der Verband Familienbetriebe Land und Forst Bayern insgesamt zehn Waldbesitzer, die sich besonders vorbildlich für die biologische Vielfalt und für die Entwicklung ökologisch wertvoller Wälder in Bayern einsetzen. Mit der Auszeichnung wird der herausragende Einsatz der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer für den Naturschutz gewürdigt. Umso erfreulicher, dass mit dem Biohof Gruber einer der Preisträger aus dem Landkreis Kelheim stammt.
    Die Nachricht über die Preisverleihung nahmen Winfried Scharold vom AELF Abensberg-Landshut sowie Burkhard Deifel von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt kürzlich zum Anlass, der engagierten Familie persönlich zu gratulieren.
    „Durch unsere langjährige Zusammenarbeit kenne ich die vorbildliche Waldbewirtschaftung der Grubers sehr gut, und habe daher bei Bekanntwerden des Wettbewerbs sofort an sie gedacht.“
    Winfried Scharold, Revierförster
    Die Jury honorierte vor allem den praktizierten Waldumbau mit heimischen Baumarten (Weißtanne, Rotbuche, Schwarzerle, Ahorn), das Einbringen seltener Baumarten in Nadelholzreinbestände, die Bereitstellung von Totholz und den Erhalt von Biotopbäumen, sowie die großen Anstrengungen auf dem Feld der Umweltbildung, die durch Waldführungen, Klimapfad und Walderlebnistage vorangetrieben werden.
    „Wir sehen das als Bestätigung und tolle Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und sind nun zusätzlich motiviert, auch weiterhin den Naturschutz in unsere Waldbewirtschaftung einzubeziehen“.
    Marlene, Lucia und Rupert Gruber, Biohof Gruber
    Sie haben dazu eine Urkunde, eine Plakette, einen Gutschein für eine Veranstaltung der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen im Berchtesgadener Land sowie ein Preisgeld erhalten. Der Bayerische Waldbesitzerverband spendete Elsbeeren-Setzlinge.
    „Betriebe wie der Biohof Gruber zeigen, dass auch im Wald viel für den Natur- und Artenschutz getan werden kann. Der Wettbewerb ist zwar mittlerweile abgeschlossen, doch mit unserem Vertragsnaturschutzprogramm Wald gibt es auch für andere engagierte Waldbesitzer die Möglichkeit, etwas für die Natur zu tun und dafür Fördermittel zu bekommen.“
    Burkhard Deifel, Untere Naturschutzbehörde, Landratsamt Kelheim
    Bei dem Förderprogramm, das durch das Bayerische Umweltministerium finanziert wird, arbeiten die Naturschutzbehörden und die Forstverwaltung eng zusammen. Interessenten, die beispielsweise Biotopbäume oder Totholz in ihren Waldflächen haben, sollten sich zunächst an ihren zuständigen Revierförster am AELF Abensberg-Landshut wenden. Die Fördermöglichkeiten würden im Anschluss mit der Naturschutzbehörde am Landratsamt abgestimmt.
     
    Lukas Sendtner
    Stellvertretender Stabsstellenleiter
    Pressesprecher
     

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