Bayerischer Heilbäderverband

  • Arbeitskräftemangel in Bayern verschärft sich

    Bayerischer Heilbäder-Verband fordert einen Arbeitsmarkt-Booster

    BHV-Vorsitzender Peter Berek, (Foto: wilmasfriends.de)BHV-Vorsitzender Peter Berek, (Foto: wilmasfriends.de)Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) hat die Politik in Bund und Land aufgefordert, Initiativen gegen den Arbeitskräftemangel zu ergreifen und bessere Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schaffen. „Die Entwicklung ist besorgniserregend, denn der Mangel an Arbeitskräften bzw. Arbeitsleistung wird sich in Bayern weiter verschärfen“, sagte der BHV-Vorsitzende und Landrat Peter Berek. „Das zeigt eine aktuelle Studie der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Demnach wird das Arbeitskräfteangebot im Freistaat bis zum Jahr 2035 um rund 400.000 Personen zurückgehen.“ Der BHV fordert deshalb von der Politik in Bund und Land Initiativen, um eine weitere Verschärfung des Arbeitskräftemangels zu vermeiden „Wir brauchen deshalb dringend einen Arbeitsmarkt-Booster wie einst die Hartz-Reformen, die elementar für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands waren. Leistung muss sich wieder lohnen.“ Dringend nötig sei unter anderem eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die eine Vollbeschäftigung wieder attraktiver mache.
  • Bayerischer Heilbäder-Verband: Kein 2 G Plus in der Gastronomie!

    Der Bayerische Heilbäder-Verband fordert einen Verzicht auf die 2 G Plus-Regelung für die Gastronomie im Freistaat

    Der BHV-Vorsitzende Peter Berek (Foto: BHV)Der BHV-Vorsitzende Peter Berek (Foto: BHV)
    "Wir appellieren an die Bayerische Staatsregierung, hier einen bayerischen Weg mit Augenmaß zu gehen“, so der BHV-Vorsitzende, Landrat Peter Berek im Vorfeld der Kabinettssitzung am Dienstag (11. Januar). „Eine 2 G-Plus Regel in der Gastronomie ist überflüssig und wäre für unsere Betriebe verhängnisvoll. Sie würde auch die Lage in unseren Heilbädern und Kurorten verschlechtern. Schon jetzt haben unsere Bäder und Thermen mit 2G-Plus Regelungen genügend zu kämpfen. Wir brauchen nicht auch noch in der Gastronomie eine Verschärfung. Neben drastischen Umsatzeinbrüchen und Gefährdung von Betrieben halten wir auch das damit gesetzte Zeichen für fatal.“
    Berek verweist auf die aktuelle Umfrage des DEHOGA-Bundesverbandes, wonach über die Hälfte der gastgewerblichen Betriebe in Deutschland um ihre Existenz fürchten. Der Umsatz ging 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent zurück. „Dazu kommt, dass die Gastronomie erwiesenermaßen kein Pandemietreiber ist. Unsere Gastwirte haben – ebenso wie unsere Betreiber von Thermen und anderen Kureinrichtungen – hervorragende Hygienekonzepte erarbeitet. Wir brauchen insgesamt Regelungen, die nachvollziehbar sind und die Existenz unserer Unternehmen nicht gefährden.“ Auch Thermen und Bäder seien keine Pandemietreiber und hätten trotzdem unter einer 2 G -Plus -Regel zu leiden. „Am liebsten wäre es uns deshalb, wenn die Bayerische Staatsregierung die Auflagen und Verschärfungen noch einmal genau unter die Lupe nehmen würde“, so Berek. „Wir als Bayerischer Heilbäder-Verband tragen viele Regelungen mit, weil gerade uns das Thema Gesundheit und Prävention sehr am Herzen liegt. Doch die Auflagen und Verschärfungen müssen auch Sinn machen. Und eine 2-G-Plus Regel macht weder für Thermen noch für die Gastronomie einen Sinn.“
     
     
    Bayerischer Heilbäderverband
  • Frank Oette ist neuer Geschäftsführer des Bayerischen Heilbäder-Verbandes

    Verband gründet eigene GmbH zur Vermarktung

    Der neue BHV-Geschäftsführer Frank Oette (rechts) und der BHVVorsitzende Peter Berek. (Foto: BHV)Der neue BHV-Geschäftsführer Frank Oette (rechts) und der BHVVorsitzende Peter Berek. (Foto: BHV)Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) hat ab 1. November 2023 erstmals einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Der Vorstand des Verbandes
    entschied sich für Frank Oette, der zuletzt als Stadtmarketing-Geschäftsführer in Weißenburg in Bayern tätig war. Der 50jährige Diplom-Geograph stammt ursprünglich aus Rheinland-Pfalz und bringt 25 Jahre Erfahrungen im Tourismus mit. Seine beruflichen Stationen waren unter anderem in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit ihren Heilbädern Bad Neuenahr-Ahrweiler und Bad Bergzabern sowie im Staatsbad Bad Oeynhausen, außerdem im bayerischen Ruhpolding. „Unsere Entscheidung für Frank Oette ist uns leichtgefallen, denn wir kennen seine Kompetenz und seine Qualitäten seit langem“, betont der BHV-Vorsitzende, Landrat Peter Berek.
  • Interview mit Peter Berek

    Landrat des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge, neuer Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes

    Peter Berek, Landrat des Landkreises Wunsiedel und neuer Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (Foto: MaximilianFend)Peter Berek, Landrat des Landkreises Wunsiedel und neuer Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes (Foto: MaximilianFend)
    Seit dem 1. Oktober sind Sie  neuer erster Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbandes. Warum haben Sie sich zur Wahl gestellt?
    Heilbäder sind für mich eine Herzenssache. Ich war 12 Jahre lang Bürgermeister und Geschäftsführer der Kurbetriebe in Bayerns kleinstem Heilbad, Bad Alexandersbad. Ich durfte dort in einer sehr schwierigen Situation alle Themen, die einem Heilbad eigen sind, mitgestalten. In diesem Zuge habe ich die Heilbäder-Familie kennen und schätzen gelernt. Die bayerische Bäderlandschaft ist von einer unglaublichen Vielfalt
    geprägt. Egal welches der ortsgebundenen Heilmittel, egal in welcher Region Bayerns, ob groß oder klein – alle eint das Prädikat der staatlichen Anerkennung und alle eint die Lage im eher ländlichen Raum. Heilbad verbindet – und ich möchte diese Verbindungen weiter mit Leben erfüllen und die prädikatisierten Orte mit Stolz vertreten.
    Man könnte natürlich fragen: Warum stellt sich ein Landrat zur Wahl?
    Zum einen komme ich aus einem Landkreis, in dem mit Weißenstadt und Bad Alexandersbad glücklicher Weise zwei Heilbäder liegen. In unserem Fichtelgebirge gibt es dazu mit Bischofsgrün den nördlichsten Heilklimaten und mit Bad Berneck das nördlichste Kneippheilbad in Bayern. Bad Steben und Bad Neualbenreuth sind ganz nah und auch die böhmischen Bäder liegen ums Eck. Es ist also „mein“ Thema. Zum anderen möchte ich die Heilbäder und Kurorte noch mehr auf die Ebene der Landkreise, der Landräte bringen. Die Zahl der prädikatisierten Orte ist überschaubar und braucht für den Erfolg die Unterstützung aller Ebenen. Und natürlich ist man als bayerischer Landrat hoch vernetzt, hat zahlreiche politische und gesellschaftliche Kontakte und ist vor allem regelmäßig in München und Berlin.
    Was packen Sie als neuer Vorsitzender als erstes an?
    Die hoffentlich abklingende Pandemie gibt uns die Chance auf einen Re-Start des Heilbäderverbandes. Natürlich habe ich mir strukturelle, konzeptionelle und strategische Gedanken gemacht, die ich mit dem neuen Vorstand und unseren Mitgliedern diskutieren möchte. davon ist für mich anfangs ganz entscheidend, dass wir nach Corona und Kommunalwahl wieder mit unseren Mitgliedern in Kontakt kommen. Es gibt viele neue Bürgermeister und viele neue Verantwortliche in den Kurbetrieben. Wir müssen uns einfach kennenlernen, Verbindungen aufbauen und die Themen der Heilbäder und Kurorte transportieren – alles mit dem Ziel, die Heilbäderfamilie aufleben zu lassen und den Mehrwert des Verbandes aufzuzeigen.
    Und schließlich müssen wir in der Nach-Corona-Zeit als Heilbäderverband nach Außen maximale Präsenz zeigen. Wir vertreten mit den Heilbädern und Kurorten die Perlen des Gesundheitstourismus in Bayern – das gilt es, breit zu adressieren.
    Was sind für Sie die größten Stärken der Heilbäder und Kurorte?
    Ich würde aus den vielen Stärken drei herausstellen:
    Das auf ortsgebundenen natürlichen Heilmitteln basierende Prädikat und die zertifizierte Qualität der Kurortmedizin und der Naturheilverfahren.
    Die Vielfalt der bayerischen Heilbäder und das daraus resultierende breite Spektrum an Kompetenz für Gesundheit, Prävention und Rehabilitation. Und schließlich generieren die Heilbäder und Kurorte mit ihrer Lage im ländlichen Raum eine enorme Wertschöpfung, zahlreiche Arbeitsplätze und mehr als jede 4. Übernachtung in Bayern.
  • Kaiser-Therme vor großer Herausforderung

    Weitere Planungen mit Blick auf den zweckmäßigen Modernisierungsbedarf der Kaiser-Therme anstehend

    Hohen Sanierungsbedarf hat die 31 Jahre alte Kaiser-Therme; im Bild: Badehalle der Kaiser-Therme (Foto: Kaiser-Therme)Hohen Sanierungsbedarf hat die 31 Jahre alte Kaiser-Therme; im Bild: Badehalle der Kaiser-Therme (Foto: Kaiser-Therme)
    Als Kernthema der jüngsten Sitzung des Bau- und Werkausschusses des Zweckverbands Kurmittelhaus Bad Abbach stand die Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung in der Kaiser-Therme in Bad Abbach auf der Tagesordnung. In diesem Zusammenhang erfolgte die Erläuterung des Status quo und die Vorstellung der Vorplanung inkl. einer Kostenschätzung. „Mit den erwarteten Kosten von rund 17 Millionen Euro und einer möglichen Schließzeit zwischen eineinhalb und zwei Jahren stehen wir vor großen Herausforderungen“, resümierte Verbandsrat Alfred Holzner, Vorsitzender des Bau- und Werkausschusses, im Anschluss an die Präsentation des beauftragten Ingenieurbüros AquaForum GmbH und des Bezirksbaumeisters Matthias Kopf. Da sich die Kaiser-Therme in öffentlicher Trägerschaft befindet – Gewährsträger sind der Bezirk Niederbayern, der Landkreis Kelheim und der Markt Bad Abbach – sieht Bad Abbachs Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald eine weitere dringliche Aufgabe zunächst in der Finanzierungsfrage: „Bei dieser Größenordnung können wir nicht ohne Weiteres in die Umsetzung der Sanierung einsteigen. Die Finanzlage ist in den öffentlichen Haushalten mehr denn je angespannt. Vielmehr muss zuvor und bis zur kommenden Versammlung des Zweckverbands geklärt werden, wie eine Finanzierung ermöglicht werden kann.“ In der Diskussion zum weiteren Vorgehen entstand auch der Gedanke, sich zumindest in den Planungen weiteren Ideen zu öffnen. „Wir müssen den Weitblick und Mut haben, Szenarien zuzulassen, welche die Nutzungsmöglichkeiten der Kaiser-Therme verändern“, forderte Verbandsrat Markus Scheuermann.
    Bei einem zügigen Einstieg in die notwendigen Vorbereitungen kann von einem Sanierungsbeginn in gut zweieinhalb Jahren ausgegangen werden. Auch die Mitarbeitenden der Kaiser-Therme Bad Abbach wurden bereits über die anstehenden Planungen informiert. „Wir werden mit einem zukunftssichernden Personalkonzept und im Austausch mit jedem Einzelnen eine individuelle und passende Lösung finden“, ist sich der strategische Geschäftsführer der Niederbayerischen Thermengemeinschaft Franz Altmannsperger sicher.

    • -eb-
  • Krankheitssymptome checken – Arzt finden!

    Bayerischer Heilbäder-Verband digitalisiert das Gesundheitswesen

    Die beteiligten Partner der Digitalisierungs-Projekte mit dem Bayerischen Gesundheitsminister – von links: Dr. Andreas Keck, keck-medical; Thomas Jahn, Geschäftführer Bayerischer Heilbäderverband, Gesundheitsminister Klaus Holetschek; Marc Isop, COO Onlim GmbH; Mag. Jörg Weise Head of Business Development DACH Infermedica (Foto: Bayerischer Heilbäderverband)Die beteiligten Partner der Digitalisierungs-Projekte mit dem Bayerischen Gesundheitsminister – von links: Dr. Andreas Keck, keck-medical; Thomas Jahn, Geschäftführer Bayerischer Heilbäderverband, Gesundheitsminister Klaus Holetschek; Marc Isop, COO Onlim GmbH; Mag. Jörg Weise Head of Business Development DACH Infermedica (Foto: Bayerischer Heilbäderverband)
    Plötzlich Schmerzen im Bauch oder in der Schulter – was tun? 3 von 4 Menschen suchen erst mal Hilfe im Internet – „Dr. Google“ soll helfen.
    Andererseits klagen viele Notaufnahmen in Krankenhäusern über Patienten, die bei ihrem Hausarzt oder einem Facharzt besser aufgehoben wären. Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) bietet jetzt die richtige Hilfe. Mit dem „Symptom-Checker“ auf der Homepage „www.gesundes-bayern.de“ kann jeder, der unter Schmerzen leidet, seine Beschwerden online analysieren lassen. Nach einer umfangreichen Abfrage von Art, Dauer und einer genauen Beschreibung der Beschwerden erhält man eine Empfehlung, ob man besser einen Arzt aufsuchen sollte. Und nicht nur das: Dank des „Gesundheitsfinders“ und eines Chatbots kann er auch gleich den geeigneten Spezialisten in seiner Region finden. Das Projekt wurde kürzlich bei einer Veranstaltung, die gemeinsam mit dem bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek stattfand, in Bad Endorf vorgestellt. Möglich wurde es durch eine finanzielle Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium.
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