Plakat zur Theateraufführung von Plakat zur Theateraufführung von "Karneval der Tiere" im Kursaal von Bad Abbach (Grafik: Förderverein Freunde des Tiergeheges Bad Abbach e.V.)Das Theaterstück "Karneval der Tiere" begeisterte jung und alt

Schon ½ Stunde vor Beginn strömten zahlreiche Kinder in Begleitung ihrer Mamas, Papas oder Omas in den Kursaal. Sogar einige Erwachsenen fanden sich ein und fragten nach, ob sie auch ohne Kinder kommen könnten. (Durften sie natürlich!) Rasch musste noch eine Reihe Stühle platziert werden und das Spiel konnte vor vollem Hause beginnen.
Die beschwingte Musik von Camille Saints-Saens, die die Abenteuer eines kleinen Löwen erzählen, präsentierte Angelika Plötz am Flügel. In bestem Märchenerzählerton sprach sie auch die verbindenden Worte.
Durch die von ihrer Schwester Tania Schnagl genial geführten und mit Sprache ausgestatteten Handpuppen entfaltete sich die Geschichte und riss Klein und Groß in ihren Zauber.
So probiert der kleine Löwe seine neue Kunst, das erschreckende Brüllen, an verschiedenen Tieren aus, er stibitzt dem Elefanten seine Erdnusstüte und erhält von seinem Vater dafür Hausarrest. Den er natürlich nicht antritt sondern mit einem wilden Esel in den verbotenen Wald läuft und sich dort von einem Kuckuck in die Irre locken lässt. Dort trifft er das traurige Känguru, das sein entführtes Kind sucht. Der kleine Löwe will helfen und ist sehr mutig: er entlockt einer Schlange den Schlüssel zum Gefängnis, besiegt den bösen Kobold und bringt Mutter und Kind wieder zusammen. Das Abenteuer ist gut ausgegangen und Vater Löwe ist stolz auf seinen tapferen Sohn.
Diese kleine Geschichte wurde quicklebendig durch die lebensnahe Darstellung der Tiere. Unvergesslich der Augenaufschlag des Elefanten. Welchen erwachsenen Abbacher erinnerte das urkomische Schildkröten-Ballett nicht an das Oberndorfer Bauerballett? Und das Gespräch der Hühner – Loriot hätte sich darüber gefreut! Viele Kinder fanden sich wohl wieder in dem Gespräch zwischen Vater Löwe – „du hast das Huhn so erschreckt, dass es in Ohnmacht gefallen ist?“ - und seinem Sohn – „alles erfunden!“.
Fast zu schnell war das Theater zu Ende; keinem Besucher, gleich welchen Alters war es langweilig geworden; ein kleines Mädchen weinte fast, als es Mutti hinaustrug: es wollte nicht gehen, es wollte noch mehr sehen!
Die einhellige Meinung von Besuchern, Veranstaltern und den Künstlerinnen: das Theater muss / will wieder kommen!