Ralf Flatau wird neuer Werkleiter / Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich verabschiedet Katrin Landes in die FamilienzeitBezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (links) bedankte sich bei der bisherigen Werkleiterin der Kaiser-Therme Katrin Landes und stellte ihren Nachfolger Ralf Flatau vor (Foto: Bezirk Niederbayern/Hochreiter)Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (links) bedankte sich bei der bisherigen Werkleiterin der Kaiser-Therme Katrin Landes und stellte ihren Nachfolger Ralf Flatau vor (Foto: Bezirk Niederbayern/Hochreiter)
Katrin Landes übergibt zum 1. August die Leitung der Kaiser-Therme in Bad Abbach (Landkreis Regensburg) an Ralf Flatau. Bei der Zweckverbandssitzung unter der Leitung von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wurde jetzt der neue Werkleiter offiziell vorgestellt. Der Diplom-Betriebswirt war zuvor Abteilungsleiter bei einem Logistikunternehmen und ist in der Kaiser-Therme künftig Chef von 45 Mitarbeitern.
Der 33-jährige Flatau ist der erste Werkleiter, der direkt beim Bezirk Niederbayern angestellt ist. Gleichzeitig wird Flatau im Referat Finanzangelegenheiten und Beteiligungen der Bezirkshauptverwaltung den Aufgabenbereich „Thermalbäder“ betreuen. Der Bezirk ist mit jeweils 60 Prozent an jedem Zweckverband beteiligt und hat ein großes Interesse, Konkurrenzsituationen unter den Thermen zu vermeiden, das Marketing entsprechend auszurichten und die Zusammenarbeit zu fördern. Heinrich wünschte Flatau viel Glück für die neuen Aufgaben.
Der Bezirkstagspräsident bedankte sich bei Katrin Landes mit einem Blumenstrauß für ihr großes Engagement. Die Diplom-Betriebswirtin und Gesundheitsmanagerin IHK hatte als Werkleiterin der Rottal Terme ab April 2015 zusätzlich im Nebenamt die Leitung der Kaiser-Therme übernommen und für eine positive Besucher-Resonanz gesorgt. Die Therme auf dem Hügel über Bad Abbach wird in diesem Jahr 25 Jahre alt.

Dr. Olaf Heinrich gab zur Kaisertherme folgendes Interview:

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Foto: Simone Kaschner)Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Foto: Simone Kaschner)Die fünf niederbayerischen Kurorte

Die fünf niederbayerischen Kurorte Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach, Bad Gögging und Bad Abbach haben sich unter dem Namen „Bayerisches Golf- und Thermenland“ zusammengeschlossen.
Was konkret zeichnet Bad Abbach in diesem Verbund aus?

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich:
Die große Stärke der Kaiser-Therme ist ein außergewöhnlich hoher Anteil an Tagesgästen. Für den Großraum Regensburg hat das Bad mit all seinen zusätzlichen Gesundheits- und Wellness-Angeboten eine hohe Bedeutung.

Die Thermen werden als Zweckverbände geführt, an denen der Bezirk Niederbayern jeweils mit 60 Prozent beteiligt ist. Inwieweit macht eine solche Beteiligung Sinn?

Wir sind für das wirtschaftliche Wohl Niederbayerns mit zuständig. Der Bezirk investiert jährlich mehr als fünf Millionen Euro in die Heil- und Thermalbäder. Das ist schon eine Größenordnung. Durch dieses Engagement sind moderne Gesundheitszentren entstanden, die die Basis für Tausende von Arbeitsplätzen in der Hotellerie, in der Gastronomie sowie im Handel und Handwerk der jeweiligen Gemeinden bilden. Damit leisten die niederbayerischen Thermalbäder einen bedeutenden Beitrag zu einer gesunden Infrastruktur vor Ort und sind ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor. Es gehört zwar nicht zu den vorrangigen Aufgaben des Bezirks, Kurmittelhäuser zu unterhalten. Wir tun dies jedoch, um dadurch finanziell tragbare Lösungen für diese Einrichtungen zu erreichen – und auch um private Investitionen anzustoßen. Damit geben wir wichtige strukturpolitische Impulse.

Nach dem Niedergang der Kassenkur: Wo stehen die niederbayerischen Bäder beim Thema
Gesundheitsprophylaxe?

Generell gilt: Die Thermen spielen beim Thema Prävention eine wichtige Rolle – ein Thema, das mit Blick auf die Demographie eine wachsende Bedeutung hat. Allerdings ist ein Bad schon lange kein Selbstläufer mehr. Jeder Kurort, jede Therme muss sich fit für die Veränderungen am Gesundheitsmarkt machen und gezielt positionieren. Das bedeutet einen eigenen Schwerpunkt, ein Alleinstellungsmerkmal zu identifizieren. So hat sich Bad Birnbach beispielsweise beim Thema Burnout-Prophylaxe und Stressbewältigung einen Namen gemacht.