Der Bad Abbacher Wasserzweckverband hatte geplant die vollen Kosten in Höhe von ca. 7 Millionen Euro für die Erneuerungen von Hochbehältern und Pumpwerken etc. auf die Haus-und Grundbesitzer umzulegen.
Für Fritz Zirngibl, Kreis-und Gemeinderat der Bayernpartei, war diese "Verbesserungsumlage" nicht akzeptierbar. Schon nach der ersten Info-Veranstaltung des WZV war für ihn klar: so nicht!
Die Bürger der Interessensgruppe gegen den vorgesehenen Verbesserungsbeitrag versammelten sich vor der Sitzung des Wasserzweckverbandes mit Fritz Zirngibl am Parkplatz des Rathauses von Bad Abbach (Foto: br-medienagentur)
Fast ein Jahr hat er viele Gespräche mit der Kommunalbehörde des Landratsamtes, mit den Vorsitzenden des WZV und mit benachbarten Wasserzweckverbänden geführt. In Bürgerversammlungen in Teugn, Bad Abbach, Lengfeld und Oberndorf zeigte er Alternativen auf und mit tatkräftiger Unterstützung vieler Helfer konnte er über 750 Bürger für den Widerstand gegen diese unsoziale und einseitige Belastung für die Haus-und Grundbesitzer gewinnen.
Dies brachte letztlich ein Umdenken im WZV mit sich. Als bei der heutigen öffentlichen Sitzung des Wasserzweckverbandes über 50 Bürger ihren Unmut zeigten (Foto), war klar, dass jetzt eine volle Umlage auf die Haus-und Grundbesitzer schwierig sein wird. Selbst der stellvertretende Vorsitzende, Manfred Jackermeier, der noch bei der ersten Versammlung in Teugn sagte, dass er unverändert bei der 100% "Verbesserungsumlage" bleiben wird, schlug eine 70:30 Lösung vor. Der Vorsitzenden, Ludwig Wachs, wäre am liebsten bei der 100% Umlage auf die Hausbesitzer geblieben, schlug aber dann doch eine 75:25 Lösung vor. Sigi Schneider forderte eine 60:40 Lösung. Man einigte sich letztlich auf die 70:30 Lösung. Zusätzlich wurde die Herausnahme der Sanierung der Leitungen in der Römerstraße aus der Maßnahme beschlossen. Auch beim Zahlungsbeginn wurde ein Kompromiss geschlossen: erste Abschlagzahlung (40%) 2019, zweite Abschlagzahlung (40%) 2021 und die restlichen 20% nach Fertigstellung und Abnahme.
Es kam dann noch vor dem Rathaus zu einem heftigen Meinungsstreit mit der Dame von KUBUS, welche Fritz Zirngibl zur Stellungnahme aufforderte. Für Fritz Zirngibl ein klarer Beweis, dass Widerstand sich lohnt. Das heutige Ergebnis gibt ihm hier Recht. Dazu Zirngibl: "Mit diesem Erfolg können wir zufrieden sein. Alle Haus-und Grundbesitzer sparen sich 30 Prozent der Verbesserungsumlage. Wir werden uns trotzdem nochmals zusammensetzen, um abzustimmen, ob wir die rechtliche Situation von unserem Fachanwalt nochmals anschauen lassen. Denn eines ist klar: die Geschäftführung im Bad Abbacher Wasserzweckverband ist alles andere als zufriedenstellend!"

Eine Pressemitteilung von Fritz Zirngibl, tel.: 09405-919133