Neubau eines Schützenheimes auf neuem Standort
Die Vorstandschaft und Jahresbesten der Kgl. Priv. Feuer- und Zimmerstutzen Gesellschaft Bad Abbach (Foto: Andreas Schambeck)
Die Kgl. Priv. Feuer- und Zimmerstutzen Gesellschaft Bad Abbach kann auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Nach dem üblichen Procedere bei einer Generalversammlung mit Berichten des Kassiers, der Kassenprüfer sowie Sportberichten und Ehrungen der Jahresbesten ergriff 1. Schützenmeister Andreas Diermeier das Wort und trug seinen Tätigkeitsbericht vor.
Zum Ende des Jahres 2017 hatten die Schützen 171 Mitglieder. Viele davon beteiligten sich mit großem Engagement bei der Organisation und der Durchführung von gesellschaftlichen Festivitäten, wie beispielsweise beim Sektionsball in Lengfeld, bei der Marktmeisterschaft, für die Abbacher Schützen in 2017 zuständig waren, beim Fest zum 1. Mai, wo die Schützen in der Walpurgisnacht einen Rockabend – sehr erfolgreich – veranstalteten sowie am nächsten Tag mithilfe der Abbacher Feuerwehrmänner den Maibaum aufstellten, den Ausschank am Bürgerfest innehatten und sich auch beim Kinderfest im Kurpark beteiligten. Allen Helfern sprach Diermeier seinen Respekt aus und dankte für ihren Einsatz.
Besonders dankte der 1. Schützenmeister den aktiven Schützen für ihre großartigen Erfolge im zurückliegenden Jahr, denn alle Mannschaften sind in eine höhere Klasse aufgestiegen. Einziger Wermutstropfen sei die Jugendbeteiligung, so Diermeier. Zu wenige Jugendliche konnten für den Schützensport begeistert werden, so fehlt es an Nachwuchs.
Positiv hob Diermeier hervor, dass die Schützen 2017 zu den „großen“ Empfängern der Angrüner-Stiftung gehörten. Sie erhielten 6.000 Euro, um das Zelt des Krieger- und Soldatenvereins und dessen Spülmaschine erwerben zu können. Er dankte dem Gremium der Stiftung ganz besonders für die großzügige Unterstützung.
Nach dem Bericht standen Teilneuwahlen auf der Tagesordnung. Durch die anwesenden Mitglieder gewählt wurden Christine Sedlmeier zur 2. Schützenmeisterin, Leo Paintner zum Kassier, Franz Reisinger zum 1. Sportleiter und Markus Hagl zum 2. Sportleiter, Franziska Sedlmeier zur 1. Jugendleiterin, Thomas Meier zum 1. und Stefan Kopp zum 2. Böllerabteilungsleiter, Christl Appoltshauser zum Ausschussmitglied sowie Franz Sedlmeier zum 1. und Anton Gröschl zum 2. Kassenprüfer.
Geehrt wurde bei der Versammlung Helmut Blaschke für seine 25-jährige Mitgliedschaft.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ ging es abschließend um den Standort und den Neubau eines Schützenheims.
Lageplan geplantes Schützenheim (freigegeben: Markt Bad Abbach)
Bevor es zu einer Abstimmung kam, berichtete Andreas Diermeier über den Sachstand:
„Vor zwölf Monaten haben wir die ersten Entwürfe für das neue Schützenheim präsentiert. Es wurde einstimmig beschlossen, auf dieser Basis weiter zu arbeiten. Damals waren wir der eindeutigen Meinung, dass wir uns über den Standort einig sind und auch alle Beteiligten diesen Standort mittragen. Das Kirchengrundstück hinter dem ehemaligen E.ON-Gebäude wäre ein perfekter Standort gewesen. Doch alles Vertrauen und aller Gutglaube wurden enttäuscht. Nachdem die politischen Gremien beschlossen hatten, ein Baugebiet zu entwickeln und das Schützenheim dort zu integrieren, begann das große Warten. Wir wurden immer wieder vertröstet, weil die Planungen und Verhandlungen noch andauern. Wir wurden so lange vertröstet, bis, aus welchen Gründen auch immer, manch einer von uns in der Vorstandschaft und im gegründeten Bauausschuss den Glauben an die Verwirklichung verlor. Ich selbst zweifelte an der Umsetzung noch nicht und war großer Hoffnung, dass alle Beteiligten eine Verwirklichung unterstützen. Am 6. Juni 2017 kam aber dann das schnelle Ende des Traums auf dem Kirchengrundstück unser Projekt zu entwickeln. Nachdem bereits Tage davor immer wieder Gerüchte aufkamen, dass sich die finanziellen Grundlagen verändert haben, hatten Leo Paintner und ich einen Termin im Ordinariat bei der Katholischen Pfründe-Stiftung. Uns wurde dort mitgeteilt, dass sich durch den Grundstückstausch von vor E.ON-Gebäude nach dahinter und der geplanten Entwicklung des Baugebiets der Erbpachtzins verändert hat. Wir hätten somit eine 5-stellige Summe jährlich an Erbbauzins aufbringen müssen. Diese Information mussten wir dann der Vorstandschaft und dem Bauausschuss mitteilen.
Am 25. September fand dann eine Vorstandssitzung zusammen mit 1. Bürgermeister Wachs statt, um weitere Möglichkeiten zu suchen. In dieser Sitzung wurde uns von Bürgermeister Wachs mitgeteilt, dass die Verwaltung nochmals alle Möglichkeiten geprüft hat und ausschließlich das Grundstück auf der Freizeitinsel zwischen TSV-Gebäude und Inselbad für unser Bauvorhaben vorhanden ist.
Es war eine lebhafte Diskussion im Ausschuss über das Für und Wider dieses Standorts. Das Hauptargument dagegen war und ist sicherlich die Entfernung und Erreichbarkeit von Bad Abbach aus. Jedoch wurde uns allen schnell klar: Wenn es die einzige Möglichkeit bleibt, können wir diese nutzen oder dieses so dringend notwendige Zukunftsprojekt begraben.
Natürlich hätte ich als 1. Schützenmeister nach so vielen Jahren der Gespräche und Möglichkeiten gerne eine andere Antwort des 1. Bürgermeisters gehört, aber wir wissen alle, dass die politischen Gremien mit Mehrheit unsere anderen Vorschläge abgelehnt haben.
Daher heißt es heute nicht über die abgelehnten und nicht verwirklichten Standorte zu diskutieren, sondern über die Möglichkeit „Freizeitinsel“ zu entscheiden.
Ich persönlich war einer der Skeptiker im Schützen-Ausschuss. Jedoch bin ich heute, nach reiflichen Überlegungen zu dem Entschluss gekommen, dass die Vorteile auch für diesen Standort überwiegen:
- Verbesserung der schießsportlichen Möglichkeiten
- Einbindung der Feuerschützen in das Vereinsleben
- eventuell könnten sich Synergieeffekte mit dem TSV durch die Nachbarschaft ergeben
- langfristige Aufstellung des Vereins für die Zukunft
Die Verkehrsanbindung könnte besser sein. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass wir mit unserem gesunden Vereinsleben auch an diesem Standort die Mitglieder dazu bringen, weiterhin zu den Schießabenden zu kommen.“
Nach einer angeregten Diskussion sprachen sich die anwesenden Mitglieder mit 34 Ja- und einer Nein-Stimme für den Neubau eines Schützenheims auf der Freizeitinsel aus.
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