Viel Routine - keine Überraschungen

Von den Markträt/innen waren auch nicht alle anwesend (Foto: Andreas Schambeck)

Die Bürgerversammlung im Bad Abbacher Kursaal stieß, im Gegensatz zu den Versammlungen in den einzelnen Ortsteilen der Großgemeinde, auf wenig Interesse bei der Bevölkerung. Hergerichtete Sitzplätze blieben frei und bei Abzug der anwesenden Marktgemeinderäten und der Mitarbeiter der Verwaltung sowie einer größeren Abordnung der Freiwilligen Feuerwehren kamen nur rund 40-50 Teilnehmer aus der Bürgerschaft.

Die Reihen im Kursaal waren sichtlich lichter gegenüber den letzten Jahren (Foto: Andreas Schambeck)

Nach seiner Begrüßung berichtete der Rathauschef rückblickend und vorausschauend über die erfolgten und geplanten Aktivitäten. So sei es in Bad Abbach gelungen, dass jedes Kind einen Kinderkrippen- oder einen Kindergartenplatz bekommen hätte, was in anderen Gemeinden noch lange nicht der Fall sei. Die Sanierung der Grund- und Mittelschule wird im Jahr 2018 beginnen und ist mit rund 19 Millionen Euro veranschlagt. Weiterhin ging er auf das Jubiläum der Städtepartnerschaft ein, das 2018 in Charbonnières-les-Bains gefiert werden wird. Der Bürgermeister sprach zu Themen bezüglich des Inselbades, der Bücherei, des Tiergeheges sowie der Senioren und der Flüchtlinge vor Ort. Bei dieser Gelegenheit dankte er der Familie Obermüller für ihren geleisteten Einsatz beim Bad Abbacher Tisch. Nach dessen Schließung übernahm die Regensburger Tafel diese Aufgabe. Zurzeit werden an Bedürftige Lebensmittel und Hygieneartikel im katholischen Pfarrsaal ausgegeben. Dies ist jedoch nur eine Übergangslösung. Gesucht werden deshalb noch geeignete Räumlichkeiten. Auch auf die Arbeit der Vereine, wie beispielsweise des Heimat- und Kulturvereins, der wieder ein neues Heimatheft herausgegeben hat, oder der Freiwilligen Feuerwehren ging Ludwig Wachs ein. Er sprach den Bau eines Feuerwehrhauses für den Gemeindeteil Oberndorf ebenso an, wie die Beschaffung einer neuen Drehleiter und eines Kommandowagens für die FFW Bad Abbach, wobei ein Teil der Anschaffungen aus Spenden und durch den Feuerwehrverein finanziert werden soll. Weitere Punkte waren der Neubau eines Teils der Asklepios Klinik, die Untersuchung und Sanierung des Abwassernetzes, der Städtebau, speziell die neuen Baugebiete Peising und Weichs sowie der soziale Wohnungsbau. Auch die Sanierung der Beleuchtung, der Belüftung und des Brandschutzes des Tunnels wurde angesprochen. Bürgermeister Ludwig Wachs berichtete auch, dass eine Ladestation für E-Fahrzeuge beim Shopping-Center installiert wird, eine weitere ist vor dem Kurhaus geplant.
Abschließend gab er Auskunft über den Haushalt der Gemeinde. Eine Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben ergibt einen Schuldenstand zum 31. Dezember 2017 in Höhe von rund 9,5 Millionen Euro. Hier betonte der Bürgermeister, dass Bad Abbach aber auch schon einmal circa 14 Millionen Euro an Schulden hatte.
Zum Schluss seines Berichtes bedankte er sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich das ganze Jahr für das Gemeindewohl einsetzen.
Danach wurden die Anträge behandelt, die vorab bei der Verwaltung eingegangen waren, wie ein Antrag über die Straßenverschmutzung, besonders im Gebiet Heidfeld, oder ein Antrag auf Einrichtung eines AOK Außenbüros in Bad Abbach. Ein Antrag zum Parken im Ortsbereich, besonders bei Veranstaltung, wie beispielsweise den Gartentagen im Kurpark, wurde ausführlicher behandelt. Ludwig Wachs teilte hierzu mit, dass derzeit ein Vertrag mit der Stadt Regensburg über die Verkehrsüberwachung in Bad Abbach geschlossen wird und mit der Verkehrsüberwachung baldmöglichst begonnen werden soll. Zum Antrag „Spielplatz im Kurpark“ nahm der Bürgermeister auch Stellung. Er teilte mit, dass die Fraktionen der Freien Wähler Bad Abbach und der Zukunft Bad Abbach bereits einen Antrag für die nächste Marktgemeinderatssitzung am 28. November gestellt haben. Beide Fraktionen bevorzugen für einen neuen Abenteuerspielplatz jedoch den Platz hinter dem REWE-Markt in der Finkenstraße und nicht im Kurpark. In der Finkenstraße ist bereits ein Bolzplatz vorhanden, der umgebaut werden könne. Zum Antrag „WC-Anlage am Mühlbach-Parkplatz“ erfuhren die Anwesenden, dass für den Haushalt 2018 bereits die finanziellen Mittel für die WC-Anlage eingestellt sind und diese Anlage auch errichtet werden soll.
Zwei weitere Anträge aus den Reihen der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger betrafen zum einen die Beseitigung von Straßenschäden und den Winterdienst im Bereich des Gehwegs zur AWO-Kinderkrippe, zum anderen die Verschmutzung der Regenrückhaltebecken.